#Bildungshappen. Folge 10: Antifeminismus

Warum Antifeminismus und Rechtsextremismus zusammen besprochen werden müssen

#Bildungshappen. Folge 10. HinweisgrafikAntifeminismus ist ein zentrales Ideologieelement der extremen Rechten, das auch den Rechtsterroristen des Anschlags am 9. Oktober in Halle angetrieben hat. Folge 10 unseres Podcast widmet sich den Zusammenhängen zwischen Antifeminismus von Rechtsextremismus. Hierzu haben wir mit unserer Referentin Lena Lehmann von der Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus gesprochen. Wir erläutern u.a., warum die extreme Rechte ein Problem mit emanzipierten Frauen hat und informieren über die verschiedenen antifeministischen Strömungen. Die feministische Bewegung wurde aktuell auch immer wieder von Personen angegriffen, die sich als solche verstehen, aber sich offen LGBTQI+-feindlich und rassistisch äußern. Auch hierauf nehmen wir Bezug: Es braucht die Solidarität zwischen Feminist*innen mit oftmals unterschiedlichen Lesarten und Erklärungsansätzen. Und es ist notwendig, Antirassismus, Antifaschismus und Feminismus zusammenzudenken.

#Bildungshappen. Folge 09: Naturschutz ist Heimatschutz?

Die extreme Rechte und die Ökologie

Titelbild: Bildungshappen Folge 9Von jeher widmen sich Akteur*innen der extremen Rechten dem Thema Umweltschutz – als Heimatschutz, aufgeladen mit völkischen und antisemitischen Ideen. Aktuell finden Öko-Rechte vor allem in Zusammenhang mit der Anastasia-Bewegung oder völkischen Siedlungsprojekten öffentliche Beachtung. Auf den ersten Blick wirken sie harmlos; im Hippie-Outfit und im eigenen Gemüsegarten geben sie sich als ökologisch bewusste Nachbar*innen. Über die ideologischen Hintergründe rechtsextremer Naturschutzbewegungen und deren Gefahr für eine demokratische Gesellschaft haben wir in der neunten Folge unseres Podcasts mit Jonas Duhme, Fachreferent zum Thema Rechtsextremismus und Ökologie, gesprochen.

Wir erinnern an die ermordeten Sint*izze und Rom*nja aus Magdeburg

Gedenkstele für die ermordeten Sinti und Roma aus Magdeburg

Am 1. März 2022 jährt sich zum 79. Mal die Deportation der Sint*izze und Rom*nja aus dem „Zigeunerlager“ am Holzweg/Silberberg in Magdeburg nach Auschwitz. Dort wurden 340 von ihnen – Kinder, Frauen und Männer – ermordet. Ihrer möchten das BgR Magdeburg und Miteinander e.V. zusammen mit der Stadtbibliothek an diesem Tag gedenken:

              • 16.00 Uhr | Gedenkkundgebung | Namensstele am Florapark
              • 17.00 Uhr | Filmvorführung: „Was mit Unku geschah“ | Stadtteilbibliothek Florapark
              • 19.30 Uhr | Kommentierte Lesung: Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sint*izze und Rom*nja im Nationalsozialismus | Zentralbibliothek

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Wir gedenken der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau

Plakat zum zweiten Jahrestags der rassistischen Morde in Hanau am 19. Februar 2022Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu: Das sind die Namen jener Menschen, die am 19. Februar 2020 in Hanau ermordet worden sind. Menschenhass und Rassismus waren die Motive des Täters. Zum zweiten Jahrestag der rechtsterroristischen Morde gedenken wir der Opfer und rufen zur Teilnahme an den Gedenkkundgebung des Antirassistischen Netzwerks Sachsen-Anhalt am 19. Februar 2022 um 15.30 Uhr am Steintor in Halle (Saale) auf.

Wir schließen uns den Forderungen der Initiative 19. Februar nach angemessener Erinnerung, sozialer Gerechtigkeit für die Betroffenen, lückenloser Aufklärung und politischen Konsequenzen an.

Gemeinsam wollen wir der Opfer gedenken, den Betroffenen zuhören und daran erinnern: Rassismus tötet. Gemeinsam wollen wir dafür kämpfen, dass dieser Satz morgen nur noch Geschichte ist.

Querdenkern und Neonazis Grenzen setzen, Demokratie schützen

Nach der gestrigen Demonstration von „Querdenker*innen“ und Neonazis in Halberstadt fordert Miteinander e.V. ein Umdenken bei Polizei und Politik: „Dieser Aufzug vor dem Wohnhaus des Halberstädter Oberbürgermeisters Daniel Szarata stellt eine bedrohliche Grenzüberschreitung dar.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Eine solche Eskalation muss Konsequenzen haben – für die Beteiligten sowie die polizeiliche und politische Einschätzung der ‚Corona-Proteste‘.“

„Unsere Solidarität gilt Daniel Szarata, seiner Familie und allen Engagierten, die von Akteuren der ‚Corona-Proteste‘ bedroht werden.“, so Pascal Begrich weiter. „Nicht erst die Ereignisse in Halberstadt haben Radikalisierung und Bedrohungspotential der Proteste deutlich gemacht. Kommunalpolitiker*innen, Journalist*innen und Kritiker*innen der wöchentlichen Aufzüge geraten immer wieder ins Visier von ‚Querdenken‘ und der extremen Rechten. Sie müssen wirksam geschützt werden.“

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25. Todestag von Frank Böttcher

Gedenstein für Frank Böttcher in MagdeburgEinladung zum Gedenken

Vor 25 Jahren, am 8. Februar 1997, wurde der 17jährige Frank Böttcher von einem gleichaltrigen Neonazi getötet. Er wurde angegriffen, weil der Täter sich provoziert fühlte – vom Haarschnitt und der Kleidung des jungen Punks. Er musste sterben, weil Neonazis Minderheiten und alternative Jugendkulturen zum Feind erklärt haben. Daran und an die Kontinuität von Menschenhass und rechter Gewalt wird am 08.02.2022 mit zwei Veranstaltungen um 16 Uhr (Gedenkkundgebung) und 19 Uhr (Online-Talk) erinnert.

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Polizei beim Coronaprotest

Ankübndigung Twiiter-Space: Die Polizei beim CoronaprotestTwitter-Space des Kulturbüros Sachsen

am 12.01.2022 um 20.30 Uhr

Nachdem das Kulturbüro Sachsen in seinem letzten Twitter-Space eine Bestandsaufnahme zu den Corona-Protesten in Sachsen versucht haben, soll jetzt noch einmal der Blick geschärft werden:

Von Zwönitz bis Hamburg – in Dörfern, kleinen Städten und Metropolen wird nach wie vor gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert. Was als „Spaziergang“ deklariert wird, sind oft nicht angemeldete Aufmärsche, die gegen derzeit gültige Auflagen verstoßen. Wie geht die Polizei mit diesem kollektiven Rechtsbruch um? Beamt*innen werden teilweise von den Demonstrierenden angegriffen. Andere sympathisieren auch mit dem Protest und lassen die Leute laufen.

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Spaziergang: Ein kleine politische Etymologie

Warum „Querdenken“ und extreme Rechte bei den „Corona-Protesten“ von Spaziergängen reden

Die gegenwärtig mit großer Reichweite in die Öffentlichkeit drängenden Proteste gegen die Corona-Maßnahmen besetzen gezielt Begriffe in ihrem Sinne. Ihre Demonstrationen bezeichnen die Organisator*innen als „Spaziergang“ und legen nahe, es handle sich nicht um politische Versammlungen. Die Organisator*innen begeben sich damit in eine Tradition extrem rechter Akteure vor allem in Ostdeutschland. Bereits Pegida hatte den Begriff „Spaziergang“ zur Selbstbeschreibung ihrer Demonstrationen genutzt. Den Protest als Spaziergang zu bezeichnen, zielt dabei auf viererlei:

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„Corona-Proteste“ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind Motor der Radikalisierung

Titelblatt der Einschätzung zu den Corona-Protesten in OstdeutschlandDie Träger und Projekte der Mobilen Beratung aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Kulturbüro Sachsen e.V., Miteinander e.V. und MOBIT) haben heute eine gemeinsame Einschätzung zu dem Protestgeschehen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erleben derzeit eine wachsende Protestmobilisierung im Zeichen der Corona-Krise und entwickeln sich zum Motor einer bundesweiten Radikalisierung der Pandemie-Leugner*innen-Szene. Die Demonstrationen stellen eine große Herausforderung für zivilgesellschaftliche Akteur*innen dar, die sich vor Ort für eine demokratische Kultur engagieren.

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