Rechtsextremismus und Rechtspopulismus

Rechtsextreme Lebenswelten

 

Rechtsextreme Lebenswelten haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Bekannte Strukturen, Parteien und Zusammenschlüsse sind zu Gunsten modernerer Organisationsformen in den Hintergrund getreten. Wie tritt Rechtsextremismus heute in Erscheinung? Wie sind rechte Akteur*innen organisiert, und was kennzeichnet ihr Auftreten? Unter diesem Fragenkomplex wird ein Überblick über die konkreten Erscheinungsformen – von kameradschaftlich organisierten Neonazis über moderne Inszenierungen bis hin zur sogenannten Reichsbürgerbewegung – vermittelt. Thematische Fokussierungen sind nach Absprache möglich.

 

Rechtsterrorismus

 

Die Anschläge von Halle und Hanau haben innerhalb nur weniger Monate die extreme Dimension rechter Gewalt erneut offenbart. Schockierend waren und sind dabei nicht nur die Taten allein, sondern auch das Sendungsbewusstsein der Täter. Rechter Terror hat in Deutschland eine schockierende Tradition. Obwohl sich diese aktuellen Taten sehr stark von der Vorgehensweise des sogenannten NSU unterscheiden, die im Geheimen und lange ohne öffentliches Bekenntnis operierten, folgen die Taten der gleichen ideologischen Zielsetzung. Trotz großer Ähnlichkeiten zum pathologischen Wahn im Fall Halle und Hanau wählten die Täter ihre Opfer gezielt aus und dachten so, an eine gesellschaftliche Feindkonstruktion anknüpfen zu können. Im Workshop setzen wir uns mit dem ideologischen Hintergrund des rechten Terrors in Deutschland auseinander und wollen über die Entwicklungen ins Gespräch kommen.

 

Rechtsextremismus in ländlichen Räumen

 

Wir reden über rechte Akteur*innen und Strukturen, beleuchten die spezifischen Herausforderungen für die Präventionsarbeit in ländlichen Räumen und diskutieren Handlungsoptionen für zivilgesellschaftliche Akteur*innen.

 

Die extreme Rechte und der Umweltschutz

 

Rechtsextremismus und Ökologie? Angesichts aktueller rechtspopulistischer Kampagnen gegen Klimaschutz und alternative Energien scheinbar ein Widerspruch. Doch nicht erst die „Identitären“ – von denen das Zitat im Titel stammt – haben die ökologische Frage für sich entdeckt. Von jeher widmen sich Akteure der extremen Rechten dem Thema Umweltschutz – als Heimatschutz. Der Workshop beleuchtet ideologische und historische Hintergründe für die rechte Befassung mit dem Naturschutz. Im Anschluss werden Ansätze für die Auseinandersetzung mit der rechtsextremen Indienstnahme des Themas diskutiert.

 

Argumentieren gegen rechte Parolen

 

Rechtsextreme Parolen begegnen uns in verschiedenen Settings, als Provokation oder Meinungsäußerung, als Erklärungsversuch oder als vermeidliches Totschlagargument. Wie kann ich solchen Parolen argumentativ begegnen? Wie argumentiere ich, wenn mein Gegenüber Faktenwissen nicht akzeptiert? Wo sind Grenzen der Argumentation? Im Fortbildungsangebot erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, anhand von Beispielen aus der eigenen Praxis Reaktionsmöglichkeiten auf rechte Parolen zu besprechen und ggf. zu erproben.