Tag der Erinnerung an Alberto Adriano und alle Opfer rechter Gewalt am 11. Juni 2021

Plakat zum Tag der Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt am 11. Juni 2021Pressemitteilung des Multikulturellen Zentrums Dessau:
Gedenkaktionen in Dessau, Halberstadt, Halle und Magdeburg | Online- und Radioformate

Wie jedes Jahr wird am 11. Juni in Dessau an den Gedenkorten für Alberto Adriano und Hans-Joachim Sbrzesny öffentlich gedacht, auf Einladung des Multikulturellen Zentrums und der Vorbereitungsgruppe zum Tag der Erinnerung. Dazu sind um 14 Uhr an der Stele im Stadtpark und um 15 Uhr an der Parkbank am Hauptbahnhof zivilgesellschaftliche Akteur*innen, engagierte Bürger*innen und Vertreter*innen politischer Parteien oder Institutionen sowie die allgemeine Öffentlichkeit eingeladen. Vor Ort sein werden auch Vertreter*innen der Strukturen der Mobilen Opferberatung in Sachsen-Anhalt in Trägerschaft von Miteinander e.V., des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, des Alternativen Jugendzentrums Dessau und andere, sowie Vertreter*innen der demokratischen Parteien in Land und Kommune und der Stadt Dessau-Roßlau, darunter Oberbürgermeister Kuras. Es gelten die etablierten Hygieneregeln.

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Miteinander e.V. ruft zur Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft auf

Nach dem erneuten Einzug der AfD hat Miteinander e.V. vor der Verstetigung eines zweistelligen rechtsextremen Wählerpotentials gewarnt: „Auch wenn die Mobilisierungsfähigkeit der AfD an ihre Grenzen gestoßen ist“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins in Magdeburg, „konnte die völkisch-nationalistische Partei mehr als 20 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt für sich gewinnen. Und das nicht trotz sondern wegen ihrer Radikalisierung in den zurückliegenden fünf Jahren. Offenbar ist die AfD zum Sprachrohr all jener geworden, die der Demokratie distanziert bis feindlich gegenüber stehen sowie autoritäre und diskriminierende Gesellschaftsentwürfe vertreten.“

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Ostdeutschland und der Rechtsextremismus

Und täglich grüßt die Ostdeutschland-Debatte. Unter diesem Titel haben wir den jüngsten Blog-Beitrag unseres Kollegen David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus veröffentlicht. Anlass sind die Äußerungen des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marcus Wanderwitz, zur „Diktatur-Sozialisation“ der Ostdeutschen.

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Eskalierende Polizeigewalt nach Kundgebung in Merseburg

Miteinander e.V. fordert transparente und umfassende Aufklärung

Am 29.05.2021 haben hunderte Menschen in Halle und Merseburg friedlich für eine offene, Gesellschaft demonstriert und gegen die extreme Rechte protestiert. Nicht zum ersten Mal sorgte die Polizei jedoch für eine Eskalation und bedrohte das zivilgesellschaftliche Engagement: „Stundenlang durfte ein landesweit bekannter Rechtsextremer die Kundgebung in Merseburg stören, die Protestierenden beleidigen und einzelne Engagierte ungestraft abfilmen.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Hier wäre ein Eingreifen der Polizei geboten. Stattdessen wurden Proteste gegen die rechten Störaktionen harsch unterbunden.“

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Demokratie diskutiert

Ankündigung zur Demokratiekonferenz am 2.Juni in MagdeburgDemokratiewerkstatt der Partnerschaft für Demokratie in Magdeburg am 2. Juni 2021

Die Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg lädt mit der Partnerschaft für Demokratie in der Landeshauptstadt Magdeburg wieder zu ihrer jährlichen Demokratiewerkstatt ein. Das Onlineformat will Ressourcen bündeln und Impulse setzen, um demokratisches Handeln in Magdeburg zu fördern.

Zu Beginn der Veranstaltung wird ein neues Vorhaben vorgestellt: Die Hochschule Magdeburg-Stendal erstellt derzeit eine wissenschaftliche Untersuchung zur Situations- und Ressourcenanalyse bezüglich Rassismus und Diskriminierung in Magdeburg und den Umgang damit.

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Radikalisierung als Programm

Titelseite miteinanderakutell vom 28. Mai 2021

Die AfD vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt

Am 23. März 2021 hat die AfD Sachsen-Anhalt unter dem Titel „Alles für unsere Heimat!“ ihr Programm zur Landtagswahl am 6. Juni vorgelegt. Auf 62 Seiten entfaltet es eine politische Agenda, die den Prozess der Radikalisierung der Partei in Rhetorik und Inhalt deutlich widerspiegelt. Mit unserer neuesten Ausgabe von miteinanderaktuell wollen wir anhand ausgewählter Themen und Politikfelder des Wahlprogramms Inhalte, Ziele und Leitbilder der AfD in Sachsen-Anhalt analysieren.

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Historische Bildung goes Digital

Einblick in den digitalen Workshop zum Thema ActionboundUnser Projekt „Landheld*innen“ unterstützt junge Menschen bei der Umsetzung innovativer Ideen in ihrem Umfeld. Bereits im letzten Jahr haben wir in Salzwedel Jugendliche bei der Entwicklung und Umsetzung eines Actionbound zur Geschichte des jüdischen Lebens während des Nationalsozialismus begleitet. Gestern dann stellten die Projektreferent*innen im Rahmen eines digitalen Workshops das Tool Actionbound Schüler*innen der AG Stolpersteine des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Gardelegen vor. Die AG, die sich kontinuierlich mit den Biographien jüdischer Bürger*innen der Hansestadt und ihrem Schicksal in der NS-Zeit auseinandersetzt, möchte ihre Erkenntnisse in einem Actionbound präsentieren. Wir freuen uns, sie bei der Bearbeitung begleiten zu dürfen.

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Auftaktkonferenz für MemAct!

Grafik zur Auftaktkonferenz MemAct!Mit einer internationalen Konferenz am 20. und 21. April 2021 präsentiert sich das europäische Projekt MemAct! Memory, Agency and the Act of Responsibility der Öffentlichkeit. Die digitale Veranstaltung befasst sich mit den Herausforderungen der Holocaust Education in einer Zeit des wachsenden Rechtsextremismus und dadurch gefährdeter Demokratien. Alle Informationen zum Konferenzprogramm und zur Anmeldung finden sich hier.

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Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2020

Statisititsche Übersicht zu den rechten Gewalltaten 2020 in Sachsen-AnhaltUnsere Mobile Opferberatung hat heute in Kooperation mit der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Region Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg ihre Jahresbilanz zu rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen-Anhalt 2020 vorgelegt. Die beiden Beratungsprojekte haben im letzten Jahr 155 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit mindestens 219 direkt Betroffenen registriert. Darunter fällt auch ein versuchter rassistischer Mord an einem 21-jährigen Geflüchteten in Halle (Saale), bei dem die Strafverfolgung von Verharmlosung und Untätigkeit geprägt war. Insgesamt hat sich die Anzahl der bekannt gewordenen rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr – trotz Social Distancing während der Corona-Pandemie – sogar erhöht (2019: 153). Zentrale Motive waren bei den rechten Gewalttaten Rassismus und Hass auf politische Gegner*innen. Insbesondere die Bewegung der Corona-Leugner*innen wirkte als Katalysator für antisemitische Verschwörungserzählungen, Shoa-Relativierung und rechte Gewalt.

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Gemeinsam für eine demokratische Gesellschaft der Vielen!

Logo des Bündnisses Unteilbar Sachsen-AnhaltIm Vorfeld der Landtagswahlen am 6. Juni organisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis #unteilbar Sachsen-Anhalt eine Kampagne, um für eine demokratische, solidarische und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Als Miteinander e.V. unterstützen wir den Aktions- und Demonstrationsaufruf des Netzwerks. Die Kampagne wird am Samstag, den 10. April 2021 um 13 Uhr auf dem Domplatz in Magdeburg mit einer Auftaktkundgebung eröffnet:

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