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30.09.2013

Nach neonazistischem Konzert am Samstag in Tangerhütte:

Sachsen-Anhalt muss endlich umdenken

Nach einem – aus Sicht der Neonnazi-Szene erfolgreich verlaufendem – Rechtsrock-Konzert in Tangerhütte hat Miteinander e.V. erneut ein Umdenken der Landespolitik im Umgang mit solchen Ereignissen gefordert: „Nach unseren Erkenntnissen konnte das Konzert erst gegen Ende des geplanten Verlaufs durch die Polizei abgebrochen werden. Alle vier geladenen Bands konnten ihren Auftritt realisieren.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins, am Montag in Magdeburg. „Erneut stellt sich die Frage, ob die politische Linie im Umgang mit diesen Konzerten dem rechtsextremen Charakter solcher Veranstaltungen angemessen ist.“

Begrich ergänzte: „Es darf nicht sein, dass Neonazis beinahe ungestört ein Konzert durchführen sowie anschließend im Internet den Abend feiern und die Polizei verhöhnen.“ Mit Blick auf ein für den 12. Oktober in einem Ortsteil von Zerbst angemeldetes Rechtsrock-Konzert forderte Miteinander e.V. die Behörden auf, ein mögliches Verbot sorgsam zu prüfen bzw. in den Auflagen konsequenter den offen neonazistischen Charakter der Veranstaltung zu berücksichtigen: „Das Beispiel anderer Bundesländer zeigt, dass es durchaus einen Handlungsspielraum für eine Verhinderung oder einen frühzeitigen Abbruch von neonazistischen Konzerten gibt. Dieser Spielraum sollte auch in Sachsen-Anhalt konsequenter genutzt werden.“

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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