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News

zukunftsmusik. forumtheaterproduktion 2016

25.11.2016

zukunftsmusik. forumtheaterproduktion 2016

Aktuelle Projektpräsentation unseres Modellprojekts "Frei(T)Räume Erleben. Wege in einen demokratischen Alltag"

Gestern, am 24.11.2016, fand die Premiere der Forumtheaterproduktion „zukunftsmusik“ 2016 unseres Modellprojekts „Frei(T)Räume Erleben.“ statt. Es ist das Ergebnis einer mehrmonatigen intensiven Arbeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Jugendanstalt Raßnitz am Thema Zukunft. Die am Projekt Beteiligten reflektierten Hindernisse, die möglicherweise den Weg zu einer wünschenswerten Zukunft verstellen könnten. Mit dem Stück stellen sie Fragen und begeben sich gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach verschiedenen Möglichkeiten, diese Hindernisse zu überwinden. Die Zuschauer*innen konnten sich aktiv beteiligen, in die Handlung intervenieren und auf der Bühne ihre Ideen für Veränderung erproben. Die Premiere am Donnerstagabend besuchten andere Inhaftierte aus der Jugendanstalt, Mitarbeiter*innen der Jugendgerichtshilfe, des Jobcenters, Richter, Akteur*innen der Straffälligenhilfe und weitere Interessierte. Am Ende des Stücks applaudierten etwa 100 Zuschauer*innen den engagieren Darstellern.
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zukunftsmusik 2016 (PDF, 0.96 MB)

15.11.2016

Nach Angriffen auf Vorführung des Films „Du weißt schon, wie in Rostock…“ in Köthen

Miteinander e.V. warnt vor neonazistischen Einschüchterungsversuchen

Nach den neonazistischen Angriffen auf eine Vorführung des Films „Du weißt schon, wie in Rostock…“ am vergangenen Samstag auf dem Campus der Fachhochschule Köthen hat Miteinander e.V. vor dem Versuch der extremen Rechten gewarnt, den öffentlichen Raum zu besetzen und die gesellschaftliche Debatte zu dominieren: „Die Angriffe von Neonazis auf die Veranstaltung galten nicht allein den betroffenen jungen Menschen. Sie sollten auch all jene einschüchtern, die sich gegen rechte und rassistische Gewalt engagieren.“
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25.10.2016

Neuer rechter Terror?

Meldungen aus Zivilgesellschaft, Medien und Politik

Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 3.11., um 18 Uhr in den Franckeschen Stiftungen Halle (Saale)

Fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU thematisiert  die Podiumsdiskussion das Phänomen des (neuen?) rechten Terrors und fragt, welche Lehren aus dem NSU-Komplex gezogen wurden. Die Veranstaltung ersetzt die ursprünglich geplante Fachkonferenz zum Thema, die wegen zu geringer Anmeldezahlen ausfallen muss.

Die Podiumsdiskussion ist eine gemeinsame Veranstaltung von Miteinander e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.
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12.09.2016

Frauke Petry hat immer noch ein Ass im Ärmel. Diesmal: Den Begriff „völkisch“ rehabilitieren

Ein Kommentar von Miteinander e.V.

Zur Erinnerung: In der völkischen Bewegung sammelten sich im deutschen  Kaiserreich jene, die Liberalismus und Demokratie ablehnten und für einen militanten Antisemitismus eintraten. Die völkische Bewegung war eine der Quellen der NSDAP. Ob Reichshammerbund, Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund oder der völkische Flügel der Jugendbewegung: Völkische Organisationen waren sowohl Wegbereiter als auch Konkurrenten der nationalsozialistischen Bewegung. Wie die NSDAP kämpften sie für eine homogenes Deutschland unter Ausschluss von Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und anderen Minderheiten.
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05.09.2016

Weltweite Lesung für Demokratie ohne Populismus

Gemeinsame Veranstaltung mit der Stadtbibliothek Magdeburg

Populist*innen sind nicht nur in Deutschland eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek Magdeburg setzen wir ein Zeichen und folgen am 7. September einem Aufruf des "16. internationalen literaturfestivals berlin" zu einer "Weltweiten Lesung für Demokratie ohne Populismus". Am Mittwochnachmittag um 17 Uhr tragen Partner*innen und Förderer der Stadtbibliothek in der Internationalen Bibliothek im Zentralgebäude am Breiten Weg Texte vor und diskutieren zum Thema.
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26.08.2016

Nach dem Schusswaffengebrauch von „Reichsbürgern“ in Reuden:

„Reichsbürger“ Adrian Ursache wurde von militanten Neonazis unterstützt

Immer häufiger verfügen „Reichsbürger“ über enge Kontakte zur militanten Neonazi-Szene oder sind in deren Netzwerke eingebunden. So wurde Adrian Ursache am Tag der polizeilich verzogenen Zwangsräumung von militanten Neonazis aus dem Burgenlandkreis unterstützt. „Es ist ein Alarmsignal, wenn sich rechtsextreme Reichsbürger bewaffnen und gegen die Polizei vorgehen.“, sagte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Freitag in Magdeburg. „Hier handelt es sich nicht nur um vereinzelte Anhänger einer wirren Ideologie, sondern in Teilen um überzeugte Neonazis.“ Begrich ergänzte: „Insgesamt haben die Aktivitäten sogenannter Reichsbürger deutlich zugenommen. Das stellt eine ernstzunehmende Herausforderung nicht nur für staatliche Institutionen dar.“
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22.08.2016

Für ein demokratisches Sachsen-Anhalt der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts

Erklärung zivilgesellschaftlicher Träger

Die Trägerlandschaft in Sachsen-Anhalt mit ihren zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbänden steht für eine demokratische Alltagskultur. Es ist unser erklärtes Ziel, uns stark zu machen für ein Klima, das die Freiheit und die Würde jedes*jeder Einzelnen garantiert. Wir engagieren uns gegen jede Form der Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.
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Für ein demokratisches Sachsen-Anhalt der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts (PDF, 75 KB)

09.08.2016

Bilanz der Arbeitsstelle Rechtsextremismus für 2015

Höchststand bei rechten Demonstrationen und Kundgebungen

Für das Jahr 2015 konstatiert die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. einen Höchststand bei rassistischen und neonazistischen Demonstrationen. Mindestens 184 solcher Aufmärsche fanden 2015 in Sachsen-Anhalt statt. 2014 waren es lediglich 10. Das entspricht einer Steigerung von 1.884 Prozent. Ebenso stark stieg 2015 die Zahl der Kundgebungen von 7 auf 104. „Wir beobachten, dass beim Thema Flüchtlinge die Grenzen zwischen organisierten Neonazis und rassistisch motivierten Demonstranten gefallen sind.“, sagte Torsten Hahnel, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus am Dienstag in Magdeburg. „Die gesellschaftliche Polarisierung in der Debatte über Flucht und Asyl wird von Neonazis als Legitimationsplattform genutzt, und zugleich vorangetrieben.“
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PM: Bilanz der Arbeitsstelle Rechtsextremismus 2015 (PDF, 362 KB)

04.08.2016

Miteinander e.V. kritisiert Freispruch von Hans Püschel

Das Urteil ist fatales Signal an das Milieu der Holocaustleugner.

Miteinander e.V. hat seine Kritik vom Mittwoch am Freispruch Hans Püschels im Falle der Relativierung des Holocausts durch das Oberlandesgericht Naumburg erneuert: „Der Freispruch ist ein fatales Signal an das Milieu der Holocaustleugner und -verharmloser.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins, am Donnerstag in Magdeburg. „Das Urteil öffnet Tür und Tor für die Straffreiheit von Volksverhetzung, wenn sich zukünftig Neonazis die Argumentation des OLG in Naumburg zu eigen machen. Bereits jetzt feiern Rechtsextreme das Urteil als Ende des von ihnen so bezeichneten ‚Schuldkults um den Holocaust` und rufen zu einer neuen Offensive zur Verleugnung des Holocausts auf.“
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Gedenken an Torsten Lamprecht

09.05.2016

Gedenken an Torsten Lamprecht

24 Jahre nach dem Angriff auf die "Elbterrassen"


Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnern wir am Montag, den 9. Mai 2016 um 16.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung an Torsten Lamprecht, der von Neonazis bei einem Angriff auf die "Elbterrassen" tödlich verletzt wurde. Wir laden Sie herzlich zur Gedenkveranstaltung am Torsten-Lamprecht-Weg / Ecke Brücke am Wasserfall ein. Der Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen "Elbterrassen".
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08.04.2016

Kundgebung von „Gemeinsam Stark Deutschland“ in Magdeburg am 9. April

Hintergründe und Einschätzung

Am 9. April von 14-20 Uhr will „Gemeinsam Stark e.V.“ aus dem rechten Hooligan-Umfeld „Gegen linke Gewalt und Asylmissbrauch“ auf dem Domplatz in Magdeburg aufmarschieren. Ob auch ein geplanter „Spaziergang“ durch die Innenstadt stattfinden wird, ist nicht abzuschätzen. Angekündigt sind „Redner aus der Schweiz, Holland und natürlich Deutschland“, namentlich genannt wurde bisher nur Ignaz Bearth aus St. Gallen, ein regelmäßiger Redner bei Pegida und -Ablegern. Zu erwarten sind auch Musikbeiträge von Rechtsrockbands.
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13.03.2016

Nach Wahlerfolg der AfD:

Wir brauchen eine breite Demokratieoffensive

 Nach dem Einzug der AfD als zweitstärkste Fraktion in den Landtag von Sachsen-Anhalt hat Miteinander e.V. eine offensive Auseinandersetzung mit den demokratiefeindlichen Politikangeboten der Partei gefordert. "Politik und Gesellschaft müssen jeden Versuch der AfD im Parlament zurückweisen, die Gesellschaft zu spalten.", sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Sonntag in Magdeburg. "Eine Politik der Diskriminierung und des Hasses darf nicht unbeantwortet bleiben." mehr

08.03.2016

Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung für 2015: 217 rechts und rassistisch motivierte Gewalttaten

Angriffszahlen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt

217 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 316 direkt von den Angriffen Betroffenen hat die Mobile Opferberatung für das Jahr 2015 in Sachsen-Anhalt dokumentiert. Davon waren knapp zwei Drittel rassistisch motiviert. Damit hat sich die Zahl der bekannt gewordenen politisch rechts und rassistisch motivierten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. So hatte die Mobile Opferberatung bis Anfang März 2015 103 Angriffe für das Jahr 2014 registriert, die sich durch Nachmeldungen mittlerweile auf 120 erhöht haben. "Wir haben seit Beginn des unabhängigen Monitorings im Jahr 2003 noch nie so viele Fälle rechter und rassistischer Gewalt registriert wie im vergangenen Jahr.", so eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung. mehr
miteinander<b>thema</b> #3: Die AfD vor den Landtagswahlen

19.02.2016

miteinanderthema #3: Die AfD vor den Landtagswahlen

Aktuelles Themenheft widmet sich der Partei und ihrem Politikangebot

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treten mit der AfD, der NPD und der RECHTEN drei rechte Parteien an. Während die beiden, offen neonazistisch ausgerichteten, Parteien – NPD und RECHTE – bei der Wahl chancenlos bleiben werden, ist der Einzug der AfD so gut wie sicher. Die Partei profitiert derzeit von der gesellschaftlichen Polarisierung in der Debatte um Flüchtlinge. Ihre Kampagnen in Form von Demonstrationen und Kundgebungen sind auf dieses Thema zugeschnitten, wenn sie fordert: „Asylchaos stoppen!“ Ziel ist es, sowohl Wähler_innen zu erreichen, die explizit rassistische Positionen teilen, als auch jene, die – motiviert durch Repräsentationsdefizite – bereit sind, der AfD ihre Stimme zu geben, um die „Altparteien“ abzustrafen. Vor diesem Hintergrund widmet sich unser aktuelles Themenheft der AfD und ihrem Politikangebot.
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1602 miteinanderthema #3 - Die AfD vor den Landtagswahlen - Korrigierte Fassung (PDF, 613 KB)

28.01.2016

Beraterin bei unserer Opferberatung in Magdeburg gesucht

Verlängerter Bewerbungsschluss: 17. Februar 2016

Vorbehaltlich der Finanzierung ist in unserem Projekt „Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt“ ab sofort eine Stelle als Berater_in in Magdeburg zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (angestrebt sind 30 Stunden/Woche). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Der Arbeitsort ist Magdeburg. Die Stelle ist zunächst bis zum 31. Dezember 2016 befristet. Eine Weiterbeschäftigung über den 31.12.2016 hinaus wird angestrebt. Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte ausschließlich per E-Mail bis zum 17. Februar 2016 an: net.gs[ät]miteinander-ev.de.

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Volk - Nation - Identität

25.01.2016

Volk - Nation - Identität

miteinanderaktuell zum AfD-Wahlprogramm

Anfang November 2015 veröffentlichte die AfD Sachsen-Anhalt ihr Programm zur Landtagswahl im März 2016. Mit dem vorliegenden Text soll keine Analyse des AfD-Wahlprogrammes in seiner Gänze vorgenommen werden. Vielmehr konzentriert er sich auf ausgewählte programmatische Schlüsselbegriffe, die die politische Kernidentität der AfD als völkisch-nationalistische Partei widerspiegeln.
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160125 miteinanderaktuell - AfD-Wahlprogramm (PDF, 80 KB)

miteinander<b>aktuell</b> zur AfD

08.01.2016

miteinanderaktuell zur AfD

Grüße an die "Volksgemeinschaft"

In einem Weihnachtsgruß beschwor André Poggenburg, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ganz besonders traditionelle Werte. Auf der Facebook-Seite seines Landesverbands schrieb er: "Gerade in dieser Zeit ist es angebracht einmal über gemeinsame Werte, Verantwortung für die Volksgemeinschaft […] nachzudenken." NS-Begriffe zu Weihnachten! Noch vor Beginn der heißen Wahlkampfphase in Sachsen-Anhalt zeigt sich erneut die völkisch-nationalistische Radikalisierung der AfD. miteinanderaktuell beleuchtet die Hintergründe.
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160108 miteinanderaktuell zur AfD (PDF, 74 KB)

miteinanderthema #2 erschienen

22.12.2015

miteinanderthema #2 erschienen

Modellhafte Bildungsarbeit

Kurz vor Weihnachten präsentieren wir unser zweites Themenheft, das sich unserer Bildungsarbeit insbesondere mit „bildungsfernen“ und/oder rechts-
affinen Jugendlichen widmet. Wir berichten über vergangene und aktuelle Modellprojekte sowie Best-Practice-Beispiele. Und wir diskutieren die Grundbedingungen für eine erfolgreiche Präventions- und Distanzierungsarbeit mit Blick auf den Rechtsextremismus.
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miteinanderthema #2 (PDF, 827 KB)

miteinanderthema #1 erschienen

10.12.2015

miteinanderthema #1 erschienen

Rassistische Mobilisierungen

miteinanderthema ersetzt den bisherigen Newsletter. Künftig wollen wir mit dieser neuen Reihe in loser Folge Themen aus unserer Arbeit und dem gesellschaftlichen Diskurs aufgreifen und vertiefen. Die erste Ausgabe widmet sich der Problematik rassistischer Mobilisierungen. miteinanderthema wird vor allem elektronisch vertrieben und steht auf unserer Homepage als Download zur Verfügung bzw. kann auf Wunsch per Mail versandt werden.
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miteinanderthema #1 - Rassistische Mobilisierungen (PDF, 1.58 MB)

Frei(T)Räume Erleben präsentiert erste Projektproduktion

08.12.2015

Frei(T)Räume Erleben präsentiert erste Projektproduktion

SPIELO. Ein Forumtheaterstück

Wir freuen uns, im Rahmen des Modellprojekts "Frei(T)Räume Erleben" die ersten Forumtheateraufführungen in der Jugendanstalt Raßnitz zu präsentieren. Die Aufführungen finden am 9., 10. und 11. Dezember statt.
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03.11.2015

Nach den rechten Angriffen auf MdL Sören Herbst und Jugendkoordinator der LINKEN Robert Fietzke:

Entschlossenheit gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Nach den Angriffen auf das Arbeits- und Wohnumfeld des Landtagsabgeordneten Sören Herbst und des Jugendkoordinatoren der LINKEN Robert Fietzke hat Miteinander e.V. vor einer weiteren Eskalation rechter und rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt gewarnt: "Die nächtlichen Angriffe sind ein Alarmsignal für die gestiegener Gewaltbereitschaft von rechts.", sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Dienstag in Magdeburg. "Mit Sören Herbst als flüchtlingspolitischer Sprecher der Grünen haben die Täter eine eindeutige Feindbestimmung vorgenommen. Gleiches gilt für Robert Fietzke, der für sein Engagement gegen Neonazis in Magdeburg bekannt ist."
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Rassismus - Antisemitismus - Jugendkultur

28.10.2015

Rassismus - Antisemitismus - Jugendkultur

Handreichung von Argumente und Kultur gegen Rechts e.V.

Unter Mitarbeit von Miteinander e.V. und dem apabiz Berlin ist eine Handreichung für die Bildungsarbeit zur Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus erschienen. Ziel ist es, qualifiziertes pädagogisches Handeln im Umgang mit Rassismus und Antisemitismus zu ermöglichen.
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2015 A&K Rassismus - Antisemitismus - Jugendkultur (PDF, 7.95 MB)

Umfrage

27.08.2015

Umfrage "Diskriminierung in Deutschland 2015"

Hinweis




Am 1. September startet die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die größte Umfrage zum Thema „Diskriminierung in Deutschland“, die es bislang gegeben hat. Bis zum 30. November können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab 14 Jahren zu ihren selbst erlebten oder beobachteten Diskriminierungserfahrungen äußern.

Um zur Umfrage zu gelangen, bitte hier klicken.

Abschied von Hans-Jochen Tschiche



Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, dem 3. Juli, um 14 Uhr auf dem Westfriedhof in Magdeburg statt.
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03.07.2015

Hans-Jochen Tschiche: Ein Mutmacher für die Demokratie

Ein Nachruf

Eines der letzten öffentlichen Fotos zeigt Hans-Jochen Tschiche vor einem Bücherregal sitzend, in welchem sich Gartenratgeber, Kunstbildbände, philosophische Schriften und theologische Werke reihen. Das Bild verrät Hans-Jochen Tschiche als einen, der als Christ, Theologe, Bürgerrechtler und Politiker beständig die Wirklichkeit prüfte an dem, wofür er einstand: demokratische Konfliktfähigkeit, Verantwortung und Solidarität. Diese Tugenden pflegte Hans-Jochen Tschiche unabhängig von Amt oder Mandat. Es war seine Haltung. Er hatte ein feines Gespür dafür, wenn die Rechte von Minderheiten in Bedrängnis gerieten, und trat für sie ein. Damit machte er sich nicht nur Freunde. Als er sich für die Rechte zweier ehemaliger Sexualstraftäter in Insel engagierte, brachte ihm dies vielfältige Anfeindungen ein, die er gelassen zurückwies.
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Miteinander e.V. trauert um Hans-Jochen Tschiche

25.06.2015

Miteinander e.V. trauert um Hans-Jochen Tschiche

Sein Tod ist ein Verlust für die politische Kultur im Land

Wir trauern um Hans-Jochen Tschiche. Wie seine Familie mitteilte, ist er heute in den Morgenstunden verstorben. Über fünfzehn Jahre, von 1999 bis 2014, war er der Vorstandsvorsitzende unseres Vereins und unser Freund. Hans-Jochen Tschiche wusste, dass sich Demokratie nicht einfach verordnen lässt und Ungerechtigkeiten in allen Zeiten bekämpft werden müssen. Er war so selbstverständlich mutig, dass er Menschen inspirieren konnte, das Richtige zu tun. Miteinander e.V. war einer der ersten Beratungs- und Bildungsvereine im Feld der Demokratiearbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Hans-Jochen Tschiche hat seine Autorität, seine Klugheit und seine Überzeugungen für unsere Arbeit eingesetzt und uns mit Gelassenheit gegen Anfeindungen verteidigt.
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08.06.2015

Politische und materielle Solidarität für einen Ort nicht-rechter, alternativer Jugendkultur!

Spendenaufruf für die Betroffenen neonazistischer Angriffe in Bitterfeld

In der Nacht zum 18. April 2015 verübten bislang unbekannte Täter einen Brandanschlag auf einen Wohnwagen auf dem Gelände des Alternativen Kulturwerks (AKW) in Bitterfeld-Wolfen. Nur durch einen glücklichen Zufall hielt sich die Person, die in dem Wohnwagen normalerweise lebt und arbeitet, in dieser Nacht nicht im Wagen auf. Der Wohnwagen wurde durch den Anschlag total zerstört. Das AKW Bitterfeld-Wolfen ist einer der wenigen Orte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, in dem sich Flüchtlinge und nicht-rechte, alternative und antifaschistische Jugendliche und Erwachsene vor rechten Angriffen und rassistischen Diskriminierungen sicher fühlen. Der Wohn- und Arbeitsort von einem Dutzend jungen Frauen und Männern, die durch Kultur- und Werkstattangebote einen nicht-kommerziellen und neonazi-freien Raum geschaffen haben, existiert seit 18 Jahren. Nun ist dieser Raum akut bedroht.
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02.06.2015

Nach Vorstellung des VS-Berichts des Landes Sachsen-Anhalt:

Miteinander e.V. mahnt zu Wachsamkeit gegenüber Neonazismus und rechter Gewalt

Mit Blick auf die im Jahresbericht des Verfassungsschutzes präsentierten Zahlen rechter Straftaten und Konzerte mahnt die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. dazu, die Herausforderungen des Rechtsextremismus für Sachsen-Anhalt nicht zu unterschätzen.

„Tatsächlich ist der leichte Rückgang rechter Gewalttaten und Aktivitäten im letzten Jahr erfreulich.“, sagte Torsten Hahnel, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus am Dienstag in Halle. „Allerdings zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass hieraus kein genereller Trend abzuleiten ist. So haben sich in den letzten Monaten mit Bitterfeld und dem halleschen Stadtteil Silberhöhe neue Brennpunkte rechter Gewalt entwickelt. „Auch die Zahl rechter Demonstrationen ist gestiegen.“, so Hahnel weiter. „In den ersten fünf Monaten 2015 mussten wir bereits 27 Aufmärsche registrieren.“
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Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

20.05.2015

Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Eine kommentierte Lesung aus den Akten von Polizei und Stadtverwaltung

Vor 80 Jahren, am 4. März 1935, beschloss die Stadtverwaltung Magdeburg die Errichtung eines „Zigeunerlagers“ an der Ebendorfer Chaussee. Ab Mai 1935 mussten hier alle Sinti und Roma der Stadt unter widrigen Lebensbedingungen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, die 470 Bewohnerinnen und Bewohner nach Auschwitz deportiert. 340 von ihnen kamen dort ums Leben. Anhand von Akten der Ratsherren und der Polizei wird am Donnerstag, den 21. Mai 2015, um 19 Uhr im Alten Rathaus die Beteiligung der Stadt an der Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation der Sinti und Roma aus Magdeburg nachgezeichnet.
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17.05.2015

Anschläge auf Büros der Linken und Grünen in Bitterfeld

Miteinander e.V. ruft zur Solidarität mit den Betroffenen auf

Miteinander e.V. hat sich am Sonntag zu den Anschlägen auf Parteibüros in Bitterfeld geäußert. "Die mutmaßlich von der rechten Szene ausgehenden Angriffe auf Wahlkreisbüros der Linken und Grünen in Bitterfeld beobachten wir mit Sorge.", sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins. "Es bedarf nun mehr als nur eines deutlichen Zeichens, dass Angriffe auf demokratische Parteien und alternative Jugendliche nicht toleriert werden."
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04.05.2015

"Aber seit dem 9. Mai 1992 ging es um Leben und Tod."

Einladung zum Gedenken an Torsten Lamprecht

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnert am Samstag, 9. Mai 2015 um 16.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung an den Angriff auf die „Elbterrassen“ und den dabei von neonazistischen Skinheads ermordeten Torsten Lamprecht. Gemeinsam mit dem BgR laden wir herzlich zur Gedenkveranstaltung an der Brücke am Wasserfall / Ecke Torsten-Lamprecht-Weg ein. Der Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen "Elbterrassen".
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29.04.2015

15. Todestag von Helmut Sackers

Öffentliche Gedenkveranstaltung am 29. April 2015 in Halberstadt

Die antifaschistische Initiative "Würdiges Gedenken für Helmut Sackers" lädt in Zusammenarbeit mit der "Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt" und dem "Bürgerbündnis gegen Rechts Halberstadt" zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung für Helmut Sackers am 29. April 2015 um 18.00 Uhr in der Wolfsburger Straße 48 in Halberstadt ein.
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05.04.2015

Nach dem Brandanschlag in Tröglitz:

Miteinander e.V. fordert mehr Unterstützung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer_innen

Nach dem Brandanschlag in Tröglitz hat Miteinander e.V. mehr Unterstützung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer_innen in den Kommunen gefordert. „Der Brandanschlag in Tröglitz ist einer von 38 Anschlägen innerhalb der letzten 15 Monate. Ankommende Flüchtlinge sind bundesweit von rassistischer Gewalt bedroht.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Sonntag in Magdeburg: „Glücklicherweise finden sich wie in Tröglitz Initiativen, die sich vor Ort für Flüchtlinge und gegen Rassismus engagieren. Diese brauchen nicht nur den Respekt der Politik, sondern konkrete Unterstützung.“
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Rassismus im PEGIDA-Positionspapier

30.01.2015

Rassismus im PEGIDA-Positionspapier

Zweiter "Impuls aus aktuellem Anlass" zu PEGIDA und ihren Ablegern erschienen

Seit Wochen bestimmen die Demonstrationen der selbsternannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) die gesellschaftlichen Debatten. Im Dezember 2014 hat PEGIDA ein Positionspapier mit 19 Forderungen veröffentlicht. Nachdem wir uns mir "Nazis, Hools und Frustbürger" mit den Akteuren und Hintergründen von MAGIDA beschäftigt haben, veröffentlichen wir mit einem neuen "Impuls aus aktuellem Anlass" einen Debattenbeitrag zum PEGIDA-Programm.
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150130 Impuls aus aktuellem Anlass - Wahlverwandtschaft (PDF, 457 KB)

Nazis, Hools und Frustbürger: MAGIDA

29.01.2015

Nazis, Hools und Frustbürger: MAGIDA

Impuls aus aktuellem Anlass erschienen

Seit November 2014 meldet sich in Magdeburg ein Ableger von PEGIDA unter dem Namen MAGIDA – „Magdeburger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – zu Wort. Am 19. und 26. Januar dieses Jahres haben ihre ersten Kundgebungen mit 600 bzw. 800 Teilnehmenden stattgefunden. Noch ist die weitere Entwicklung nicht abzusehen. Schon jetzt ist aber klar, dass die hier auf der Straße artikulierten Themen und Forderungen längerfristig die Debatten zur Gestaltung einer demokratischen und menschenrechtsorientierten Kultur vor große Herausforderungen stellen. Mit einem Impuls aus aktuellem Anlass gehen wir und das Bündnis gegen Rechts Magdeburg auf die Hintergründe der MAGIDA-Akteure und ihrer Forderungen ein.
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150129 Impuls aus aktuellem Anlass - Nazis, Hools und Frustbürger (PDF, 571 KB)

04.01.2015

Nach den rechten Angriffen in der Nacht zum Sonntag in Magdeburg:

Miteinander e.V. verweist auf den rechten Hintergrund der tatverdächtigen Hooligans und erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen

Nach Medienberichten kam es in der vergangenen Nacht in Magdeburg zu massiven rassistisch motivierten Übergriffen in einer Diskothek und am Hauptbahnhof. Daran soll eine Gruppe rechter Hooligans aus dem Jerichower Land beteiligt gewesen sein. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um den einschlägig bekannten Neonazi Dennis Wesemann aus Stresow und sein neonazistisches Umfeld handeln. Miteinander e.V. verurteilt die rechte Gewalt und erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen: „Auch im neuen Jahr ist Sachsen-Anhalt mit rechts und rassistisch motivierten Gewalttaten konfrontiert.“, erklärte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Sonntag in Magdeburg. „Rechtsextremismus und Rassismus bleiben eine gesellschaftliche Herausforderung. Den Betroffenen der rechten Übergriffe gilt unsere Solidarität und Unterstützung.“
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24.12.2014

Miteinander e.V. wünscht frohe und besinnliche Weihnachten

Herzlichen Dank für Ihr Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Das Engagement vieler Menschen gegen Rassismus und Rechtsextremismus lässt hoffnungsvoll in das nächste Jahr blicken. Haben Sie Dank für Ihre Initiativen und Ihre Impulse für eine lebendige Demokratie. Miteinander e.V. wird auch 2015 all denen zur Seite stehen, die sich für eine demokratische Kultur in Sachsen-Anhalt einsetzen.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.
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Soeben erschienen: Die neueste Ausgabe unseres Newsletters

01.12.2014

Soeben erschienen: Die neueste Ausgabe unseres Newsletters

Thema: 15 Jahre Miteinander e.V.

Vor 15 Jahren gründete sich Miteinander e.V. als Träger von Bildungs- und Beratungsarbeit zur Stärkung der Demokratie. Seitdem konnte sich Miteinander e.V. dank des Engagements seiner Mitarbeiter_innen sowie der vielen Unterstützer_innen und Befürworter_innen in Politik und Gesellschaft zu einem bundesweit anerkannten Fachträger entwickeln. Mit der vorliegenden Ausgabe unserer Impulse nutzen wir daher die Gelegenheit, um auf die Geschichte des Vereins zurückzublicken.
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Impulse #41 (PDF, 1.26 MB)

zukunftsmusik

12.11.2014

zukunftsmusik

Forumtheaterprojekt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der JA Raßnitz und der JVA Herford

Jugendliche und junge Erwachsene aus der Jugendanstalt Raßnitz und der Justizvollzugsanstalt Herford setzten sich mit der Zeit auseinander, die unweigerlich auf sie zukommen wird: ihrer Zukunft. Was sind ihre Wünsche und Träume für die Zeit nach der Entlassung? Wie wollen sie leben? Welche möglichen Hindernisse oder Schwierigkeiten können ihnen begegnen, wenn sie endlich "draußen" sind - und wie können diese überwunden werden?

Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung sind im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen am 26./27.11. in Raßnitz und am 04./05.12. in Herford zu sehen.
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zukunftsmusik (PDF, 1.4 MB)

06.11.2014

Nach der Veröffentlichung des Sachsen-Anhalt-Monitors 2014:

Miteinander e.V. fordert stärkere Anstrengungen bei der Überwindung rassistischer Ressentiments

Vor dem Hintergrund des diesjährigen Sachsen-Anhalt-Monitors mahnt Miteinander e.V. an, den Diskurs über Asyl und Zuwanderung sowie die Praxis von Politik und Verwaltung so zu gestalten, dass rassistische Ressentiments nicht stabilisiert oder gesteigert werden. „Rassistische Ressentiments bleiben ein zentrales Problem auch in Sachsen-Anhalt.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Donnerstag in Magdeburg. „Politik und Zivilgesellschaft müssen ihre Anstrengungen verstärken, um die prinzipielle Offenheit gegenüber Zuwanderung in eine tatsächliche Offenheit gegenüber Flüchtlinge und Migranten umzusetzen.“
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04.11.2014

Versprochen gebrochen. Trotz aktueller Problemlagen weniger Geld für Demokratieprojekte

Pressemitteilung der BAGD und der BAGKR

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) begrüßen die Forderung von Familienministerin Manuela Schwesig an die Haushälter_innen des Bundestags, mehr Gelder für den Kampf gegen Rechtsextremismus zur Verfügung zu stellen: „Nach den Hooligan- und Neonazi-Krawallen in Köln wird einmal mehr deutlich, vor welchen Herausforderungen wir in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus stehen.“, sagte Pascal Begrich, Sprecher der BAGD und Geschäftsführer von Miteinander e.V. in Sachsen-Anhalt am Montag in Berlin. „Hierfür braucht es den Ausbau der zivilgesellschaftlichen Beratungs- und Präventionsprojekte Mit den bisher veranschlagten Mitteln im Bundesfamilienministerium ist dies nicht zu machen.“ Zugleich erinnerte die BAGD anlässlich des morgigen Jahrestags der Selbstenttarnung des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) an das Versprechen der Bundespolitik, die Zivilgesellschaft in ihrem Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu stärken: „Die Beschlüsse des Bundestags und der Regierungsfraktion für die Opferberatung, die Mobile Beratung und präventive Modellprojekte mindestens 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, wurden bis heute nicht umgesetzt.“
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27.10.2014

Auch aus Sachsen-Anhalt mobilisierten neonazistische Hooligans für den Aufmarsch in Köln

Verbindungen zwischen Hooligan- und Naziszene seit langem bekannt

Auch neonazistische Hooligans aus Sachsen-Anhalt haben zum Aufmarsch der Szene am Sonntag in Köln mobilisiert. „Nach unseren Erkenntnissen nahmen unter anderem Neonazis und Hooligans aus Magdeburg, Halle und Weißenfels an den Gewalttätigkeiten in Köln teil.“, sagte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg. „Überdies wurde bereits Tage im Vorfeld in Sachsen-Anhalt über das Internet für die Demonstration geworben." Begrich ergänzte: „Die Berichte der Polizei, wonach Hooligans aus Magdeburg besonders aggressiv aufgetreten seien, finden sich auf einschlägigen Webforen vielfach bestätigt.“
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22.10.2014

Miteinander e.V. erneuert Kritik an EXTRA

Aussteigerprogramm des Landes ist fachlich unzureichend

Mit Blick auf das heute im Innenausschuss des Landtags thematisierte Aussteigerprogramm aus dem Rechtsextremismus hat Miteinander e.V. seine Kritik an der Konzeption des Innenministeriums erneuert. „Die Entscheidung, das Aussteigerprogramm beim Verfassungsschutz anzusiedeln, ist ein Konstruktionsfehler.“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Mittwoch in Magdeburg. „Auch wenn der Leiter des Verfassungsschutzes etwas anderes behauptet – warum sollte das Erkenntnisinteresse des VS in der Arbeit mit Ausstiegswilligen keine Rolle spielen? Die Begleitung von Aussteigern aber darf nicht an das Erkenntnis- oder Verfolgungsprimat der Sicherheitsbehörden gebunden sein.“
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22.09.2014

"Leben in der Wohnungslosigkeit"

Podiumsdiskussion anlässlich des 20. Todesjahres von Eberhart Tennstedt

Datum: 24.09.2014
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Dachverein Reichenstraße e.V., Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg


Am 5. Mai 1994 wurde der wohnungslose 43-jährige Eberhart Tennstedt in Quedlinburg an der Stumpfsburger Brücke von drei rechten jungen Männern in die Bode getrieben und ertrank. Sie wollten ihre Stadt "pennerfrei machen". 20 Jahre später ist über ihn als Person kaum etwas bekannt und auch ein öffentliches Gedenken vor Ort findet nicht statt. Dies wollen die Veranstalter_innen, der Dachverein Reichenstraße e.V. und unsere Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt, ändern und erste Ideen gemeinsam weiterentwickeln.
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Neuer Newsletter erschienen

13.08.2014

Neuer Newsletter erschienen

Thema: Geschlechterreflektierende Bildungsarbeit

Wichtiges Handlungsfeld in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus ist die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen – auch im neuen Bundesprogramm ab 2015. Seit zehn Jahren führt Miteinander e. V. hier modellhaft Projekte durch. So konzipiert unser Modellprojekt RollenWechsel seit 2011 mit der Zielgruppe Projekte, die sowohl die geschlechtsspezifische Sozialisation als auch die Identität(-ssuche) von Jugendlichen kritisch einbeziehen, sich mit rechten und demokratiefeindlichen Einstellungen und Verhaltensweisen auseinandersetzen sowie den Sozialraum der Teilnehmenden berücksichtigen. Mit dieser Ausgabe unserer "Impulse" möchten wir Ihnen Einblicke in das Arbeitsfeld unseres Modellprojekts geben.
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Impulse #40 (PDF, 876 KB)

05.08.2014

Fehlstart EXTRA

Grundsätzlich begrüßt Miteinander e.V. die Initiative des Innenministeriums zu einem Beratungsangebot für Ausstiegswillige aus der rechten Szene, kritisiert aber die geplante Umsetzung des Vorhabens: „Um erfolgreich zu sein, sollte ein Aussteigerprogramm dem Primat einer sozialpädagogischen Praxis und damit einem vertrauensvollem Beratungsverhältnis unterliegen. Es ist fraglich, ob dies gelingen kann, wenn ein solches Angebot an das Innenministerium – und damit an den Zuständigkeitsbereich von Polizei und Verfassungsschutz – gekoppelt ist.“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V., am Dienstag in Magdeburg. „Gerade der Erstkontakt für Ausstiegswillige und deren Angehörige sollte so niedrigschwellig wie möglich und daher bei einer unabhängigen Stelle außerhalb staatlicher Strukturen angesiedelt sein. Offensichtlich hat sich das Innenministerium in dieser Frage gegen entsprechende Empfehlungen der Expertenanhörung im letzten Jahr gestellt.“
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Impuls aus aktuellem Anlass:

08.07.2014

Impuls aus aktuellem Anlass:

Das ZDF-Projekt „Der Rassist in uns“ widerspricht einer emanzipatorischen Bildungsarbeit

Am 10. Juli 2014 zeigt ZDFneo die Dokumentation „Der Rassist in uns“. 39 Freiwillige nehmen an einem vierstündigen Antirassismus-Training teil. Das „Blue-Eyed-Training“ lässt die Teilnehmenden am eigenen Leib erfahren, was Diskriminierung bedeutet. Wissenschaftler_innen verfolgen und kommentieren das Experiment, das mit einer Diskussions- und Reflexionsrunde der Freiwilligen abschließt. Macht das Experiment wirklich deutlich, wie Rassismus funktioniert? Hilft es, Rassismus zu bekämpfen und zurückzudrängen? Wir finden Nein und wollen dies mit unserem neuen Impuls aus aktuellem Anlass begründen.
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140708 Impuls aus aktuellem Anlass - Der autoritäre Charakter (PDF, 259 KB)

02.07.2014

Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Ausstellung vom 7. bis 19. Juli im City Carré Magdeburg

Gemeinsam mit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., dem City Carré Magdeburg und der Fraktion Die LINKE im Landtag zeigen wir vom 7. bis 19. Juli die beeindruckende Ausstellung des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. über die Opfer des NSU. Sie wird am 7. Juli um 17.00 UHr im Erdgeschoss des City Carrés Magdeburg eröffnet. Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ sowie mit der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dessem Auffliegen im November 2011 auseinander.
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01.07.2014

Bundesfamilienministerin stellt neues Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus vor

Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung fordert Aufstockung und Verstätigung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung (BAGD) - in der auch Miteinander e.V. vertreten ist - begrüßt das neue Programm als einen wichtigen Schritt zur Absicherung der bestehenden Projekte und Strukturen. Angesichts der Ausweitung der Themenfelder und Projektvorhaben sind die in Aussicht gestellten 30,5 Millionen Euro jedoch nicht ausreichend. Auch fehlt bisher die Entwicklung einer gesetzlichen Grundlage zur Verstetigung der Förderung.
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BAGD + BAGKR 2014 (PDF, 114 KB)

29.06.2014

Miteinander e.V. zum Rechtrockkonzert in Nienhagen:

Möglichkeiten des Straf- und Ordnungsrechts noch lange nicht ausgeschöpft

Der Verein Miteinander e.V. kritisiert die Einsatzstrategie der Polizei im Rahmen des Rechtsrockkonzerts in Nienhagen: „Aus unserer Sicht kann nicht von einem störungsfreien Ablauf des Konzerts gesprochen werden.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Sonntag in Magdeburg. „Wie im vergangenen Jahr wurden Pressefotografen von anreisenden Neonazis bedroht und tätlich angegriffen. Journalisten wurden mit Fäkalien beworfen und gewalttätig an ihrer Arbeit gehindert, ohne dass die Polizei gegen die Angreifer einschritt.“ Begrich ergänzte: „Darüber hinaus fanden keine konsequenten Kontrollen der Konzertbesucher hinsichtlich des öffentlichen Zeigens verfassungswidriger Symbole statt.“ Neonazis mit eindeutig strafbaren Tätowierungen wurden nicht am Betreten des Konzertgeländes gehindert.
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Miteinander e.V. begrüßt Bemühungen zum Verbot des Rechtsrockkonzerts in Nienhagen

26.06.2014

Miteinander e.V. begrüßt Bemühungen zum Verbot des Rechtsrockkonzerts in Nienhagen

"Impuls" zu Rechtsrock in Sachsen-Anhalt erschienen

In der Debatte um das bevorstehende Rechtsrockkonzert in Nienhagen begrüßt Miteinander e.V. das Verbot durch die Verbandsgemeinde: „Wenn das Verbot vor dem Oberverwaltungsgericht Bestand hätte, wäre dies ein wichtiges Signal, um der Etablierung neonazistischer Konzerte in Sachsen-Anhalt endlich wirksam begegnen zu können“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins, am Donnerstag in Magdeburg. „Es ist in erster Linie dem Engagement der Bürgerinnen und Bürgern aus Nienhagen und den umliegenden Gemeinden zu verdanken, dass es in diesem Jahr offenbar eine gestiegene Sensibilität für den Umgang mit Rechtsrockkonzerten gibt.“
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140626 Impuls aus aktuellem Anlass - Erfolgsmodell Rechtsrock (PDF, 1.47 MB)

14.06.2014

Wir trauern um Reinhard Höppner

Sachsen-Anhalt verliert einen engagierten Demokraten

Am 8. Juni 2014 verstarb nach langer Krankheit Dr. Reinhard Höppner. Heute wird er in Magdeburg beigesetzt.

Als engagierter Christ und Demokrat hatte er maßgeblich Anteil an der politischen Gestaltung Sachsen-Anhalts. Nach dem Wahlerfolg der DVU im April 1998 war Reinhard Höppner bereit, in der Bekämpfung des Rechtsextremismus neue Wege zu gehen. Unter seiner Führung setzte die Landesregierung erstmals nicht nur auf Polizei und Verfassungsschutz, sondern auf die langfristige Aktivierung der zivilgesellschaftlichen Potentiale der Demokratie. So konnten mit Unterstützung der damaligen Landesregierung landesweit regionale Zentren errichtet werden, von denen aus eine mobile Beratung für Demokratie und gegen Rechtsextremismus erfolgte.
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12.06.2014

70 Jahre nach der Errichtung des Konzentrationslagers Polte-Magdeburg

Einladung zum Gedenken an die Opfer

Unweit des Stadtzentrums wird in Magdeburg-Wilhelmstadt, dem heutigen Stadtfeld, ein KZ-Außenlager für Frauen errichtet, dessen erste Häftlinge dort am 14. Juni 1944 eintreffen. In Erinnerung an die Opfer des KZ findet am Samstag, den 14. Juni 2014, um 11 Uhr eine Gedenkveranstaltung in Kooperation der LHS Magdeburg, Miteinander e.V., dem Politischen Runden Tisch der Frauen Magdeburg, der Deutsch-Polnischen- Gesellschaft und dem jüdischen Frauenverein Bereshith e.V. am ehemaligen Tor des Konzentrationslagers in der Liebknechtstraße 65 statt. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
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20.05.2014

Zivilgesellschaftlicher Aufruf

Für ein demokratisches Sachsen-Anhalt und ein demokratisches Europa der Vielfalt

Am 25. Mai 2014 finden bei uns Kommunal- und Europawahlen statt.

Wir – zivilgesellschaftliche Akteure in Sachsen-Anhalt – beobachten seit langem mit Sorge sowohl auf kommunaler als auch auf europäischer Ebene die Gefahr einer rechtspopulistischen Wende.

Wir – Vereine und Verbände, die für Vielfalt und Respekt, Jugend- und Sozialarbeit, Demokratie- und Integrationsförderung, soziale Gerechtigkeit sowie Rechtsextremismusprävention stehen – rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich für ein demokratisches Miteinander einzusetzen und ausgrenzenden Politikansätzen eine klare Absage zu erteilen.

Wir alle haben die Wahl: Am kommenden Sonntag, dem 25. Mai 2014, wird jedes einzelne Kreuz ein Signal für die Europa- bzw. Kommunalpolitik der nächsten Jahre setzen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeit zum Mittun und ermöglichen Sie allen Menschen sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Europa Partizipation an der Demokratie sowie Mitgestaltung an der Gesellschaft.
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20.05.2014

"Du weißt schon, wie in Rostock"

Filmvorführung und Expert_innengespräch

Miteinander e.V. lädt ein zum Release der Dokumentation "'Du weißt schon, wie in Rostock' - Ein Beitrag gegen das Vergessen rechter und rassistischer Gewalt im Sachsen-Anhalt der 1990er Jahre" am 23. Mai um 19.30 Uhr im Thalia Theater Halle.
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Kampagne

01.05.2014

Kampagne "Wir erinnern an Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt"

Mobile Opferberatung startet Kampagnen-Website

Im Rahmen der im Frühsommer 2013 begonnenen Kampagne "Wir erinnern an Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt" hat die Mobile Opferberatung heute eine neue Website freigeschaltet, um an die Schicksale von mindestens 13 Menschen zu erinnern, die seit 1990 aus rassistischen und rechten Motiven getötet wurden. Auf der Website werden diese ausführlich dokumentiert und auch aktuelle Informationen angeboten.
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01.04.2014

Aktionstage gegen Antiziganismus

Veranstaltungen rund um den Internationalen Tag der Roma

Rund um den 8. April, dem Inernationalen Tag der Roma, wollen wir - ein Aktionsbündnis, das sich aus diesem Anlass zusammengeschlossen hat - mit Ver­an­s­tal​tun­gen und Ak­tio­nen in ganz Sach­sen-​An­halt auf die Diskriminierung von Sinti und Roma aufmerksam machen.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Homepage des Aktionsbündnisses. mehr

10.02.2014

Fortbildung für Pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen und Multiplikator_innen in der Bildungsarbeit

Spurensuche: Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus über Regionalgeschichte und Menschenrechtsbildung

efördert durch die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (evz) im Programm "Menschen Rechte Bilden" laden wir zu einer Fortbildung ein - am 17.02.2014 von 9 bis 16 Uhr in der Gedenkstätte „Roter Ochse“ Halle/Saale (Am Kirchtor 20B).

In der Fortbildung werden unterschiedliche Methoden zur kreativen, handlungsorientierten und aktiven Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Nationalsozialismus vorgestellt sowie Einsatz-, Verfahrens- und Vertiefungsmöglichkeiten der einzelnen Zugänge diskutiert. Der Transfer der Erfahrungen der Jugendlichen in den Alltag wird exemplarisch anhand der Themen Zivilcourage und Menschenrechte gezeigt.
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04.02.2014

Restlose Streichung der Extremismusklausel – Jetzt erst recht

Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAKR) begrüßen die Überarbeitung der Extremismusklausel durch Familienministerin Manuela Schwesig (SPD). Sie bleiben jedoch dabei, dass die Klausel restlos gestrichen werden muss und nicht in abgemilderter Form eines „Begleitschreibens“ weiter existieren kann. „Auch das neue ‚Begleitschreiben‘ ist ein deutliches Zeichen des Misstrauens gegenüber der Zivilgesellschaft und gehört abgeschafft. Der politisch motivierte Verdacht, die Misstrauenskultur uns und unseren Partner/innen gegenüber, schwingt noch immer mit." BAGD und BAKR kritisieren insbesondere, dass weiterhin die Kriterien des Verfassungsschutzes zur Überprüfung von Partnern herangezogen werden.
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20.01.2014

Nach dem Naziaufmarsch in Magdeburg:

Miteinander e.V. kritisiert Einsatzstrategie der Polizei

„Der hohe Aufwand, den die Polizei betrieben hat, um den Neonazis einen weitgehend ungestörten Aufmarsch zu ermöglichen, lässt sich nicht rechtfertigen“, kritisierte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V., die Einsatzstrategie. „Dass die Polizei den neonazistischen Veranstaltern im Laufe des Tages drei Aufmarschrouten offeriert und dafür massive Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger in Kauf nimmt, war unverhältnismäßig.“ Anwohner_innen hatten berichtet, die Polizei habe in einigen Stadtteilen das Verlassen der Wohnung untersagen wollen. Die stundenlange Sperrung aller Elbbrücken zu den ostelbischen Stadtteilen sorgte für weitere Empörung. Auch wurden Demonstrant_innen daran gehindert, zu angemeldeten friedlichen Gegenprotesten zu gelangen.
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09.01.2014

Miteinander e.V. unterstützt Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Vielfältige und friedliche Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 18. Januar

Am 18. Januar 2014 wollen erneut Nazis aus ganz Deutschland in Magdeburg aufmarschieren. Mit ihrem „Gedenken“ an die Opfer des Luftangriffs vom 16. Januar 1945 wollen sie den Nationalsozialismus rehabilitieren. Der Vernichtungscharakter der deutschen Kriegsführung wird verschwiegen und der Holocaust verharmlost. Zugleich dient der Aufmarsch den Nazis zur Inszenierung ihrer heutigen menschenverachtenden Auffassungen.

Miteinander e.V. - u.a. auch Träger der Koordination des BgR - unterstützt den Aufruf des Bündnis gegen Rechts zu vielfältigen und friedlichen Protesten gegen den Naziaufmarsch.
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15.01.2014

Vor dem Aufmarsch der Rechten am Samstag in Magdeburg:

Neonazis bedrohen Protestakteure – Scheiben eines Cafés eingeworfen – Solidarität mit den Betroffenen

Pressemitteilung von Miteinander e.V. und Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Im Vorfeld des Aufmarsches der rechtsextremen "Initiative gegen das Vergessen" am kommenden Samstag in Magdeburg drohen Neonazis Akteuren und Unterstützer_innen der Gegenproteste mit Gewalt. Im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichten die Neonazis einen Stadtplan mit markierten Orten in Stadtfeld-Ost. Dort soll, "Mobi-Material an die Frau und an den Mann gebracht werden." In der vergangenen Nacht waren die Scheiben des Cafés „Strudelhof“ eingeworfen worden, nachdem die Betreiber in ihren Fenstern und auf Facebook ihre Teilnahme am Protest gegen den Neonazi-Aufmarsch angekündigt hatten. Auch andernorts in sozialen Netzwerken und im Internet finden sich derzeit zahlreiche Kommentare und Drohungen von Neonazis unter Pressemeldungen zu den Protesten.
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23.12.2013

Herzliche Grüße zum Jahreswechsel

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Förderinnen und Förderer, liebe Mitglieder des Vereins!

Wir senden Ihnen einen Gruß sowie unseren Dank für Ihre Unterstützung und Begleitung der Arbeit von Miteinander e.V. im zu Ende gehenden Jahr. Wir blicken auf ein ereignis- und arbeitsreiches 2013 zurück, in dem Erfolge ebenso zu verzeichnen sind, wie bleibende Herausforderungen in der Arbeit für eine lebendige Demokratie.
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04.11.2013

Mobile Beratung und Opferberatung gegen Rechtsextremismus in Sachsen stehen vor dem Aus

Falsche Signale im 2. Jahr nach dem Auffliegen des NSU

Pressemitteilung des Kulturbüro Sachsen e.V. und des RAA - Sachsen e.V.

Die Arbeit der Mobilen Beratungsteams gegen Rechts in Sachsen des Kulturbüros Sachsen e.V. sowie der Opferberatung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt des RAA Sachsen e.V. steht aufgrund fehlender Kofinanzierung durch den Freistaat Sachsen vor dem Aus.
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23.11.2013

Wir nehmen die Politik beim Wort - Für eine Umsetzung der Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses

Forderungen an die Koalitionsgespräche von CDU und SPD

„Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus fordern wir die Aufnahme eines Gesetzesvorhabens zur dauerhaften Förderung von Bildungs- und Beratungsprojekten für Demokratie in die Koalitionsverhandlungen“, sagte Pascal Begrich am Mittwoch in Magdeburg. „Auch die zukünftige Bundesregierung muss die von Kanzlerin Merkel gemachte Zusage, alle Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses umzusetzen, einhalten. Ziel muss es sein, Opferberatungsstellen und Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus sowie Präventionsprojekte zu stärken und in allen Bundesländern auszubauen. Dafür ist es dringend notwendig, die bisher geplanten Fördermittel zu verdoppeln.“
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02.10.2013

Re:Visited - Rassismus in Deutschland

Vom Alltag als Flüchtling und von Todesopfer rechter Gewalt

Miteinander e.V. zeigt am 3. Oktober 2013 ab 19 Uhr den Film „Revision“ mit anschließender Podiumsdiskussion im „Zazie Kino & Bar“ (Kleine Ullrichstraße 22, Halle/ Saale).

Angesichts der aktuellen Proteste gegen Flüchtlinge in Deutschland fühlen sich viele Beobachter_innen an die Zeit vor 20 Jahren erinnert, als die rassistische Stimmung im Land regelmäßig zu Brandanschlägen und Morden führte. Wir wollen an diesem Abend auf eine Spurensuche gehen, die uns vom Jahr 1992 bis in die Gegenwart führt.
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30.09.2013

Nach neonazistischem Konzert am Samstag in Tangerhütte:

Sachsen-Anhalt muss endlich umdenken

Nach einem – aus Sicht der Neonnazi-Szene erfolgreich verlaufendem – Rechtsrock-Konzert in Tangerhütte hat Miteinander e.V. erneut ein Umdenken der Landespolitik im Umgang mit solchen Ereignissen gefordert: „Nach unseren Erkenntnissen konnte das Konzert erst gegen Ende des geplanten Verlaufs durch die Polizei abgebrochen werden. Alle vier geladenen Bands konnten ihren Auftritt realisieren.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins, am Montag in Magdeburg. „Erneut stellt sich die Frage, ob die politische Linie im Umgang mit diesen Konzerten dem rechtsextremen Charakter solcher Veranstaltungen angemessen ist.“
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Impuls aus aktuellem Anlass

27.09.2013

Impuls aus aktuellem Anlass

Stellungnahme von Miteinander e.V. zum Umgang mit Rechtsrockkonzerten

Seit einigen Jahren entwickelt sich Sachsen-Anhalt zu einem beliebten Veranstaltungsort für Reochtsrockkonzerte und –festivals. Jüngstes Beispiel ist das NPD-Fest „In Bewegung“ am 10. August diesen Jahres in Berga mit etwa 900 Teilnehmenden. Für den 12. Oktober 2013 ist ein weiteres neonazistisches Konzert in Kämeritz bei Zerbst angekündigt. Angesichts dieser Entwicklung fand am 26. September 2013 eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Inneres und Sport des Landtages von Sachsen-Anhalt statt. Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. war eingeladen, und aus ihrer Sicht über Anforderungen insbesondere an Politik und Verwaltung im Umgang mit neonazistischen Musikevents zu berichten.
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130927 Aus aktuellem Anlass - Stromsperre - Zum Umgang mit Rechtsrockkonzerten (PDF, 676 KB)

13.09.2013

Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende entgegentreten!

Miteinander e.V. unterstützt Aufruf der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, der Amadeu Antonio Stiftung, Pro Asyl und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Pressemitteilung der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste: 180 Prominente aus Kirchen, Politik, Gewerkschaften und Wissenschaft unterstützen den dringenden Appell Rassistischen Kampagnen gegen Flüchtlinge und Asylsuchende entgegen zu treten!: „Wir fordern eine Politik, die Flüchtlinge schützt und nicht zur Zielscheibe rassistischer Hetze werden lässt: Für ein Recht von Asylsuchenden auf dezentrale Unterbringung, Bewegungsfreiheit und gleichrangigen Zugang zu Beschäftigung.“
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Rassistischen Kampagnen entgegentreten! (PDF, 96 KB)

22.08.2013

Zivilgesellschaftliche Arbeit gegen Rechtsextremismus ausbauen - Rassismus in staatlichen Strukturen und in der Gesellschaft bekämpfen

Presseerklärung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGK+R) zur Veröffentlichung des NSU-Abschlussberichtes des Deutschen Bundestages

Die Empfehlungen im gemeinsamen Teil des NSU-Abschlussberichts (Abschnitt VII. Kontinuierliche Unterstützung für Demokratieförderung) sind richtungsweisend und müssen unverzüglich in die Praxis überführt werden.

Dabei sollte die kommende Bundesregierung ihr besonderes Augenmerk auf die Schaffung einer sinnvollen Programmstruktur, die die aktuelle Zerfaserung beendet, legen und mindestens eine Verdoppelung der heutigen Fördersumme auf 65 Mio. € vornehmen. Im NSU-Abschlussbericht heißt es dazu: „Doch rassistische Gewalt und vielfältige neonazistische Aktivitäten sind ein gesamtdeutsches Problem von dessen Ausmaß in den westlichen Bundesländern sich der Ausschuss ein eindrückliches Bild verschaffen konnte. Allerdings fehlen hier, mit den in den ostdeutschen Ländern vergleichbare flächendeckende Beratungsstrukturen […]. Das ist auch unter Berücksichtigung der Unterschiede bei den Pro-Kopf-Fallzahlen rechtsextremer und rassistischer Gewalt zu wenig.“
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12.08.2013

Erneut Rechtsrockkonzert in Sachsen-Anhalt

Beratungsprojekte fordern länderübergreifende Strategie

Am vergangenen Wochenende führte die Thüringer NPD eine Großveranstaltung mit 900 Teilnehmer_innen in Berga (Sachsen-Anhalt) durch. Der Blick auf die Autokennzeichen der anreisenden Neonazis machte die bundesweite Bedeutung der Veranstaltung eindrucksvoll deutlich. Die Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt haben daher eine länderübergreifende Strategie für die Auseinandersetzung mit neonazistsichen Konzerten gefordert, da zu befürchten ist, dass sich Sachsen-Anhalt zunehmend zur grenzübergreifenden Veranstaltungsfläche für gewaltbereite Neonazis entwickelt.
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Sommerausgabe unserer Impulse erschienen

22.07.2013

Sommerausgabe unserer Impulse erschienen

Themenschwerpunkt des Newsletters: Zivilcourage

Es geschieht immer wieder – an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten. Menschen werden beleidigt und bedroht, kommen in Konflikte oder geraten aneinander. Ressentiments und Feindseligkeit steigern sich zu körperlicher Gewalt. Nach jedem rassistischen Angriff, nach jeder öffentlichen Auseinandersetzung ergeht in vielen Sonntagsreden die Aufforderung, Zivilcourage zu üben. Doch was heißt das praktisch? Im Schwerpunkt der Sommerausgabe unseres Newsletters gehen wir dieser Frage nach.
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Impulse #39 (PDF, 889 KB)

12.07.2013

Miteinander e.V. kritisiert Umgang mit neonazistischen Graffiti in Salzwedel

In den letzten Monaten sind im Stadtgebiet von Salzwedel wiederholt Graffiti mit neonazistischen Inhalten aufgetreten. Trotz mehrfacher Informationen an die Stadt, sind bislang nicht alle Graffiti entfernt worden. Hierzu erklärte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Donnerstag in Magdeburg: „Die Stadt sollte prüfen, wie die Graffiti möglichst schnell entfernt werden können. Denn es handelt sich hier um mehr als um eine ärgerliche Schmiererei im öffentlichen Raum. Präsenz und Inhalt neonazistischer Graffitis bestimmen das Bild einer Stadt in der Öffentlichkeit und prägen einen Sozialraum. Neonazistische Graffiti zu ignorieren ist ein falsches Signal im Umgang mit dem Rechtsextremismus.“
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04.07.2013

Zehn Jahre Regionales Zentrum Nord

Miteinander e.V. gratuliert zum Jubiläum seines Büros in Salzwedel

Vor zehn Jahren eröffnete Miteinander e.V. in Salzwedel ein Projektbüro. Die dort angesiedelten Vereinsprojekte arbeiten seitdem in den Bereichen der politischen Bildungs- und Beratungsarbeit mit dem Fokus auf Demokratieförderung sowie der Bekämpfung des Rechtsextremismus. In den letzten Jahren ist es dem Verein gelungen, sein Engagement in der Region kontinuierlich auszubauen. Miteinander e.V. entwickelte das Projektbüro zu einem Regionalen Zentrum für die Förderung von Demokratie und Weltoffenheit in der Altmark, der Börde und dem Jerichower Land. Neben einer intensiven Bildungs- und Beratungsarbeit engagiert sich der Verein auch in der Netzwerk- und Antidiskriminierungsarbeit.
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Jugendtheatergruppe

01.07.2013

Jugendtheatergruppe "Skurriler Pasch" präsentiert: LOCKENKOPF HOCH 2

Ein Theaterprojekt des Modellprojektes RollenWechsel (Miteinander e.V.) in Kooperation mit der Sekundarschule „An der Weinstraße“ Höhnstedt

Premiere: Freitag, 5. Juli 2013, 20.00 Uhr
2. Vorstellung: Sonntag, 7. Juli 2013, 16.00 Uhr

Theater Mandroschke Halle/Saale (Rudolf-Ernst-Weise-Str. 4/6)

Was wäre wenn es mich auf einmal doppelt gebe? Die Jugendtheatergruppe Skurriler Pasch stellte sich diese Frage und entwickelte eine moderne Verwechslungskomödie – inspiriert durch den Kinderbuchklassiker „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner.
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24.05.2013

Miteinander e.V. kritisiert Umgang des Landes mit Rechtsrock-Konzert

Neonazistischer Konzertorganisator Malina führt Politik und Kommunen vor

In der Debatte um das Zustandekommen eines neonazistischen Konzertes, das morgen in Nienhagen stattfindet, hat Miteinander e.V. das Verfahren der Genehmigung kritisiert. „In den zurückliegenden Wochen hat der Neonazi Oliver Malina die von seinen Planungen betroffenen Kommunen regelrecht vorgeführt.“, sagte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus am Freitag in Magdeburg. „Die Kommunen Nienhagen, Groß Germersleben und Groß Nauendorf sind in der Bearbeitung der Anträge Malinas allein gelassen worden.
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Die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt 2012

22.05.2013

Die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt 2012

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus zieht Bilanz

Miteinander e.V. hat am Mittwoch in Magdeburg seine Bilanz zur Entwicklung des Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt für das Jahr 2012 vorgestellt: Entgegen der öffentlichen Erwartungen zeigte sich die extreme Rechte im letzten Jahr mobilisierungs- und kampagnenfähig. Die strukturelle und finanzielle Krise der NPD hatte keinen Einfluss auf die Aktivität neonazistischer Gruppierungen. Eine steigende Zahl von Rechtsrock-Konzerten und Aufmärschen sowie die Präsenz im Web 2.0 zeugen von einer anhaltenden Attraktivität des Neonazismus.
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130522 Impuls aus aktuellem Anlass - Die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt 2012 (PDF, 524 KB)

30.04.2013

„Seit ´33 arbeitsfrei“ - Wie Neonazis den 1. Mai instrumentalisieren

AREX-Hintergrundpapier von 2011 auch heute noch aktuell

Seit Beginn der 1990er Jahre bemühen sich Neonazis den 1.Mai inhaltlich zu besetzen und als zentralen Aufmarschtermin zu etablieren. Diese Versuche sind Teil einer spektrenübergreifenden Strategie soziale Fragen mit neonazistischen Inhalten zu beantworten. So sind sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Nazi-Aufmärsche - u.a. in Erfurt und Berlin - geplant.

Im April 2011 veröffentlichte die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. ein Hintergrundpapier, in dem die historische Bedeutung des 1. Mai für die extreme Rechte beleuchtet wird. Die Ausführungen des Papiers sind auch 2013 noch aktuell.
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AREX-Hintergrundpapier 2/2011 (PDF, 486 KB)

29.04.2013

"Streiten mit Neonazis?"

Dritte überarbeitete und aktualisierte Auflage der Broschüre erschienen

Wieder erhältlich: unsere Broschüre "Streiten mit Neonazis? Zum Umgang mit öffentlichen Auftritten der extremen Rechten". Mit der vorliegenden - überarbeiteten und aktualisierten - Auflage kommen wir dem Wunsch vieler Menschen nach, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren. Ihnen und ihrem Engagement für eine demokratische Gesellschaft ist diese Broschüre gewidmet.
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Neue Ausgabe unseres Newsletters erschienen

23.04.2013

Neue Ausgabe unseres Newsletters erschienen

Themenschwerpunkt: Die NSU-Debatte

Am 6. Mai beginnt in München der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Wir nehmen mit der Frühjahrsausgabe unserer Impulse den Prozess zum Anlass, einige Aspekte der Aufarbeitung des NSU-Skandals näher zu beleuchten.
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Impusle #38 (PDF, 1.72 MB)

19.04.2013

Miteinander e.V. kritisiert Politik des Innenministeriums

Engagement gegen Rechtsextremismus braucht Informationen

Mit Blick auf den bekanntgewordenen möglichen Ausweichort für ein neonazistisches Skinheadkonzert in Groß Naundorf bei Wittenberg hat Miteinander e.V. die Informationspolitik des Innenministeriums erneut kritisiert. "Offenkundig war den Behörden der mögliche neue Veranstaltungsort bereits länger bekannt. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Einwohner von Groß Nauendorf hinsichtlich der Gefahren, die von einem Neonazikonzert ausgehen, im Unklaren gelassen werden“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Freitag in Magdeburg.
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09.04.2013

Verkauf des Schlosses Groß Germersleben an einen neonazistischen Konzertveranstalter

Miteinander e.V. kritisiert Informationspolitik des Landes Sachsen-Anhalt

In der Debatte um den Erwerb des Schlosses in Groß Germersleben durch den Neonazi Oliver Malina hat Miteinander e.V. dem Land Sachsen-Anhalt Defizite vorgeworfen: „Oliver Malina ist ein über Sachsen-Anhalt hinaus bekannter neonazistischer Konzertveranstalter“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Anscheinend war der Kommunalverwaltung weder Malinas Kaufabsicht noch dessen rechtsextremer Hintergrund bekannt. Zumindest das Land hätte die Aktivitäten Malinas im Blick haben müssen. Nachdem ein bisheriger Veranstaltungsort in Nienhagen nicht mehr zur Verfügung steht, war davon auszugehen, dass Malina nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten würde.“ Bereits 2010 hatten Neonazis das Schloss Trebnitz erworben. Damit verfügen Rechtsextreme mittlerweile über zwei Großimmobilien in Sachsen-Anhalt.
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14.03.2013

626 Fälle politisch rechts motivierter Gewalt in Ostdeutschland

Anstieg der rassistischen Gewalttaten Besorgnis erregend

Die Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt haben für das ver­gangene Jahr in den neuen Bundesländern und Berlin insgesamt 626 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 999 direkt Betroffenen dokumentiert. Dies waren rund 11 Prozent weniger, als die Beratungsstellen bis März 2012 für das Vorjahr dokumentiert hatten (2011: 706). Statistisch gesehen ereignen sich somit in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag.
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13.03.2013

"Die Bundesregierung muss Verantwortung für eine dauerhafte Förderung des Engagements gegen Rechtsextremismus übernehmen."

Gutachten im Auftrag von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen erklärt dauerhafte Förderung für verfassungsrechtlich möglich

"Eine langfristige, dauerhafte Finanzierung der Arbeit gegen Neonazismus und für Demokratieforderung ist verfassungsrechtlich möglich." Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten, das die Staatsrechtler Prof. Dr. Ulrich Battis (HU Berlin) und Joachim Grigoleit (TU Dortmund) im Auftrag von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen gegen Rechtsextremismus erstellt haben und das heute veröffentlicht wurde. Die Förderung der Initiativen gegen Rechtsextremismus unterliege laut dem Gutachten "staatlicher, insbesondere aber gesamtgesellschaftlicher Verantwortung". Zur Wahrnehmung dieser Verantwortung bedürfen die Träger "eines gewissen Maßes an Finanzsicherheit".
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Gutachten zur Verstetigung Demokratiearbeit (PDF, 276 KB)

28.01.2013

80 Jahre danach: Machtübernahme der Nationalsozialisten und Erinnerungskultur in Magdeburg

Veranstaltung am 2. Februar 2013

80 Jahre nach dem Machtantritt der NSDAP in Deutschland erinnern wir gemeinsam mit der LINKEN Sachsen-Anhalt auf einer Tagung an die Ereignisse, die zur Etablierung eines beispiellosen Terror- und Mordregimes führten. Den historischen Rückblick wollen wir mit der Fragestellung nach Bedingungen und Faktoren von Demokratieakzeptanz verbinden. Die Tagung mit anschließendem Stadtrundgang beginnt am Samstag, den 2. Februar, um 10.30 Uhr im Forum Gestaltung Magdeburg (Brandenburger Str. 10).
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80 Jahre danach - Machtübernahme der Nationalsozialisten und Erinnerungskultur in Magdeburg (PDF, 275 KB)

28.01.2013

Neonazis verhöhnen in Dessau Opfer des Nationalsozialismus

Polizei versagt im Umgang mit der Provokation

Neonazis haben am Sonntag das Andenken der Opfer des Nationalsozialismus in Dessau gestört. Sie nutzten die Gedenkstunde der Stadt zur Werbung für einen rechten Aufmarsch im März. „Bereits die Teilnahme von Neonazis verhöhnt die vom NS-Regime Ermordeten. Dass die Neonazis anschließend für ein im Internet veröffentlichtes Foto vor dem Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus posierten und dies mit zynischen Kommentaren bei Facebook unterlegten, ist eine unerträgliche Provokation“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg. „Die Opfer der Nationalsozialismus haben allen Anspruch auf ein würdevolles und ungestörtes Gedenken.“
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16.01.2013

Pressemitteilung des BgR Magdeburg:

Bündnis gegen Rechts zieht kritische Bilanz des Polizeieinsatzes am 12. Januar

Nach Auswertung eigener Beobachtungen auf der „Meile der Demokratie“ und bei den Protesten im Stadtgebiet sowie Augenzeugenberichten zieht das Bündnis gegen Rechts Magdeburg eine kritische Bilanz der polizeilichen Einsatzstrategie am 12. Januar in Magdeburg:

Die Polizei kam an diesem Tag den Interessen der Neonazis weiter entgegen als unter Beachtung des Versammlungsrechts notwendig. Insbesondere die von den Neonazis angemeldete Zwischenkundgebung vor dem soziokulturellen Zentrum LIZ war eine durch die Neonazis kalkulierte politische Provokation, der ohne Grund nachgegeben wurde.
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15.01.2013

Miteinander e.V. verurteilt Schändung der Gedenkstätte in Gardelegen

Zusammenhang mit Neonazi-Aufmarsch in Magdeburg nicht ausgeschlossen

Miteinander e.V. hat die gestern bekannt gewordene Schändung der Mahn- und Gedenkstätte „Isenschnibber Feldscheune“ in Gardelegen verurteilt: „Hier handelt es sich offensichtlich um eine bewusste Provokation aus der rechtsextremen Szene“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Dienstag in Magdeburg. Einen Zusammenhang mit dem Aufmarsch von Neonazis am vergangenen Wochenende in Magdeburg hält Begrich nicht für ausgeschlossen. „Während in Magdeburg der Vernichtungskrieg der Wehrmacht geleugnet wird, werden in Gardelegen dessen Opfer verhöhnt.“ Er fügte hinzu: „Aus der Erfahrung wissen wir, dass Rechtsextreme auf dem Rückweg von Demonstrationen und Konzerten oftmals Straftaten begehen.“
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Trauermarsch und Feuerschein

09.01.2013

Trauermarsch und Feuerschein

Impuls zum bevorstehenden Nazi-Aufmarsch in Magdeburg erschienen

Der Vernichtungskrieg, den Deutschland – beginnend mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 – in viele Länder der Welt getragen hatte, kehrte als Krieg der Alliierten gegen die Nazibarbarei hierher zurück: Magdeburg wurde am 16. Januar 1945 durch alliierte Bomber schwer zerstört. Dieses Ereignis ist Neonazis seit langem Anlass, in der Stadt einen „Trauermarsch“ mit tausend und mehr Teilnehmer_innen zu inszenieren. Auch 2013 haben Rechtsextreme für den 12. und den 19. Januar Demonstrationszüge angemeldet.

Miteinander e.V. veröffentlicht hierzu einen Text, der Inhalt und Form der Nazi-Aufmärsche in Magdeburg analysiert.
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Trauermarsch und Feuerschein (PDF, 217 KB)

Winterausgabe der Impulse erschienen

19.12.2012

Winterausgabe der Impulse erschienen

Themenschwerpunkt: Rassismus

Zwanzig Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen und ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU-Terrors widmet sich die Nummer 37 unseres Newsletters dem Thema Rassismus. Wir blicken auf die 1990er Jahre als Jahrzehnt der tödlichen rechten Gewalt und schauen auf die Kontinuitäten des Rassismus bis in die Gegenwart. Außerdem ziehen wir ein erstes Resümee über die geschlechterreflektierende Arbeit unseres Projekts RollenWechsel.
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Impulse #37 (PDF, 885 KB)

Impuls aus aktuellem Anlass

30.11.2012

Impuls aus aktuellem Anlass

Eine kritische Analyse des Sachsen-Anhalt-Monitors 2012

Im aktuellen Sachsen-Anhalt-Monitor bescheinigen die Autor_innen der Studie, dass sich das „ohnedies nicht weit verbreitete Ausmaß an Fremdenfeindlichkeit […] in den letzten drei Jahren in Sachsen-Anhalt abermals abgeschwächt“ hätte. Noch eine Woche zuvor hatte eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung ein alarmierendes Anwachsen des Rassismus in Ostdeutschland ausgewiesen.

Unser "Impuls aus aktuellem Anlass" setzt sich kritisch mit den Wertungen des Sachsen-Anhalt-Monitors auseinander.

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121130 Aus aktuellem Anlass (PDF, 216 KB)

21.11.2012

Sachsen-Anhalt-Monitor 2012

Miteinander e.V. kritisiert fehlende Wahrnehmung des Phänomens Rassismus in Sachsen-Anhalt

Der Sachsen-Anhalt-Monitor verweist auf gravierende Defizite in der Wahrnehmung rassistischer Phänomene im Alltag. So waren 55% der Befragten der Meinung, dass „Ausländer_innen“ in Sachsen-Anhalt nie oder nur selten diskriminiert werden. „Vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Verbreitung von rassistischen Einstellungen, rechter Gewalt und Diskriminierung stellt sich hier eine besondere Herausforderung für die Gesellschaft.“, so Geschäftsführer Pascal Begrich am Mittwoch in Magdeburg. „Ereignisse der letzten Tage wie die Beschimpfung und Bedrohung einer Gruppe von Flüchtlingen in einem Bus in Halberstadt oder der Angriff auf einen chinesischen Studenten in Köthen zeugen erschreckend vom Alltag des Rassismus in Sachsen-Anhalt.“ Darüber hinaus verweist die Studie auf weitere alarmierende Befunde in der sachsen-anhaltischen Bevölkerung. So ist die Zustimmung zu antisemitischen Aussagen im Vergleich zu 2009 wieder gestiegen. Jede_r vierte Befragte meint, dass „Moscheen nicht in Deutsche Städte passen“. „Auch wenn die Verfasser der Studie es anders sehen, Entwarnung kann nicht gegeben werden“, fügte Begrich hinzu.
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„Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

06.11.2012

„Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“

Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion in Dessau, Halle und Magdeburg

Miteinander e.V. zeigt den Dokumentarfilm „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“, der auf der Berlinale 2012 seine Premiere feierte. Der Film verschafft einen einmaligen Einblick in legal und illegal organisierte Neonazikonzerte. Mit versteckter Kamera hat der Filmemacher die Veranstaltungen an entlegenen Orten festgehalten – in einer Atmosphäre zwischen Hassparolen, Gewalt und Alkoholexzessen.

Bei den Veranstaltungen am 14.11. in Dessau, am 15.11. in Halle (Saale) und am 16.11. in Magdeburg wird der Peter Ohlendorf, Produzent des Films, anwesend sein.


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Flyer "Blut muss fließen" (PDF, 1.75 MB)

02.11.2012

Amnesien und Nebelkerzen

Ein Jahr versuchte Aufarbeitung des rassistischen NSU-Terrors

Gemeinsame Pressekonferenz von "Miteinander e.V.", "Kulturbüro Sachsen e.V." und "MOBIT – Mobile Beratung in Thüringen für Demokratie, gegen Rechtsextremismus e.V.":

Ein Jahr nach der Aufdeckung der Terrorgruppe NSU sind die Defizite der Aufarbeitung der Mordtaten evident. Die gesellschaftliche Debatte über das Gefahrenpotential des Rechtsextremismus und die Reichweite von Rassismus währte nur kurz. An ihre Stelle trat die in vier parlamentarischen Untersuchungsausschüssen geführte Aufarbeitung des Versagens der Sicherheitsbehörden. Diese fördert zwar immer wieder exemplarische Skandale zu Tage, hat jedoch keine darüber hinausgehende diskursive Wirkung in der Gesellschaft. So bleibt der in Staat und Zivilgesellschaft vorfindliche Rassismus als konstitutives Moment für den NSU-Terror unterbelichtet. Die Zuweisung der Aufarbeitung der NSU-Morde an die scheinbar zuständigen Institutionen wie Polizei, Justiz und Parlament weicht der Herausforderung, welche der NSU-Terror für die Demokratie darstellt, aus. So ist ein Jahr nach der Aufdeckung des NSU nicht nur die juristische Aufarbeitung defizitär.
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01.11.2012

Das Problem heißt Rassismus – Schluss mit der Vertuschung!

Bündnis gegen Rechts Magdeburg und Magdeburg Nazifrei beteiligen sich am bundesweiten Aktionstag des „Bündnis gegen das Schweigen“ - Miteinander e.V. ruft zur Teilnahme auf

"Pannenserie", "Kommunikationsprobleme«, "eine Reihe von unglücklichen Zufällen": Auch zwölf Monate nach Bekanntwerden der Taten des NSU-Trios und seiner Unterstützerinnen und Unterstützer werden die Strukturen, die diese Terror- und Mordserie ermöglichten und seine Aufklärung verhinder(te)n verharmlost und heruntergespielt.

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg beteiligt sich gemeinsam mit Magdeburg Nazifrei an dem bundesweiten Aktionstag, zu dem das "Bündnis gegen das Schweigen" aufruft, und protestiert damit gegen den gesellschaftlichen sowie institutionellen Rassismus. Daher findet am Sonntag, den 4. November, ab 14:00 Uhr eine Kundgebung auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof statt.
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11.10.2012

Zur Debatte um Ursachen des Rechtsextremismus in den neuen Ländern

Miteinander e.V. widerspricht Haseloff und verweist auf die ostdeutsche Verantwortung

Miteinander e.V. hat der Einschätzung des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt widersprochen, nach welcher es sich bei der Entwicklung des Rechtsextremismus in Ostdeutschland um ein aus dem Westen importiertes Problem handle. "Das ist eine verkürzte Darstellung, die so in die Irre führt", so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Donnerstag in Magdeburg.

"Die Eskalation rechter Gewalt in den neuen Ländern nach 1990 hat verschiedene Ursachen. Diese liegen zuallererst in der ostdeutschen Gesellschaft. Rassistische Positionen in der Bevölkerung und der Politik trafen auf gewaltbereite Neonazis und staatliche Ignoranz."
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24.09.2012

Neonazis und Bürger_innen demonstrieren in Insel Hand in Hand

Miteinander e.V. ruft Zivilgesellschaft zu eindeutiger Positionierung gegen Neonazis auf

Am vergangenen Freitag demonstrierten etwa 50 Neonazis gemeinsam mit Bürger_innen aus Insel und Umgebung gegen zwei ehemalige Sexualstraftäter, die seit Juli letzten Jahres in Insel wohnen. Dabei kam es nach der Rede eines bekannten Funktionärs der Jungen Nationaldemokraten zu offenen Zustimmungsbekundungen durch die Bürger_innen. Im Anschluss lud eine Inseler Bürgerin die anwesenden Rechtsextremen auf eine geplante Kundgebung in Insel am kommenden Freitag ein. Darüber hinaus wurde die Teilnahme von Einwohner_innen aus Insel am Neonazi-Aufmarsch in Stendal am 29. September angekündigt.
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21.09.2012

Verfassungsschutz die Entscheidungsgewalt über Gemeinnützigkeit entziehen!

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2013"

Seit Wochen laufen Organisationen und Initiativen der Umwelt-, Friedens-, Kultur- und Demokratiebewegung gegen die geplante Änderung der Abgabenordnung Sturm. Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, dass Vereine automatisch ihre Gemeinnützigkeit verlieren, wenn sie in einem Bericht des Verfassungsschutzes als “extremistisch” genannt werden. Die Initiativen, die zum großen Teil auf öffentliche Fördermittel und Spenden angewiesen sind, verlieren so ihre finanzielle Grundlage. Ihnen droht das Aus!
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20.09.2012

Änderungen der Extremismusklausel durch das Bundesfamilienministerium unbefriedigend

BAGD und BAGKR erwarten vollständige Streichung der Klausel

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) äußern sich in einer gemeinsamen Erklärung zu der am Freitag bekannt gewordenen Änderung der Extremismusklausel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

In ihrer Erklärung heißt es: "Mit großer Genugtuung stellen wir fest, dass der von der Zivilgesellschaft beschrittene Weg erfolgreich war. Das Bundesfamilienministerium musste aufgrund des 18 Monate währenden politischen Drucks zahlloser Initiativen die Extremismusklausel verändern und den als 'Bespitzelungsparagraphen' bezeichneten Passus streichen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Zivilgesellschaft auch unter hoher Belastung solidarisch zusammen steht und so demokratiestärkend wirkt. Bedauerlich dabei ist, dass erst der juristische Weg die Bundesregierung zum Einlenken zwang, wo doch gesellschaftliche Aushandlungsprozesse als Korrektiv den Königsweg demokratischer Entscheidungsfindung darstellen."
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19.09.2012

Neonazistische Strukturen in Sachsen-Anhalt in neuem Licht

Miteinander e.V. fordert rückhaltlose Aufklärung möglicher Verbindungen zum NSU

Angesichts der neuen Erkenntnisse über mögliche Verbindungen von führenden Neonazis aus Sachsen-Anhalt zum NSU und der Diskussion über die Rolle von V-Leuten hat Miteinander e.V. eine Neubewertung neonazistischer Aktivitäten und Strukturen in Sachsen-Anhalt seit den 1990er Jahren gefordert.

Zu klären ist, ob neben dem als V-Mann des Bundesverfassungsschutzes verdächtigten Thomas R. weitere Personen aus dem neonazistischen „Blood & Honour“-Netzwerk in Sachsen-Anhalt tiefer in die Vorgänge um den NSU eingebunden waren, als bisher bekannt. „Wir sehen starke Indizien dafür, dass ‚Blood & Honour‘-Aktivisten aus Sachsen-Anhalt den NSU aktiv unterstützt haben“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins Miteinander. „Die seit zehn Monaten im Raum stehende Behauptung, Sachsen-Anhalt sei von den Aktivitäten der NSU unberührt geblieben, ist nicht zu halten."
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14.09.2012

NSU-Debatte in Sachsen-Anhalt:

Miteinander e.V. fordert Aufklärung und Transparenz

In der Diskussion um mögliche Verbindungen der Terrorgruppe NSU zu Neonazis aus Sachsen-Anhalt hat Miteinander e.V. mehr Transparenz und eine offene Debatte über die Versäumnisse im Kampf gegen den Rechtsextremismus in den 1990er Jahren gefordert. „Es ist mehr als blauäugig zu glauben, eine rechtsterroristische Gruppe mit organisatorischer Basis in Thüringen und Sachsen habe einen Bogen ausgerechnet um Sachsen-Anhalt gemacht“, sagte Miteinander-Geschäftsführer Pascal Begrich am Freitag in Magdeburg.
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Rosa, Blau, Braun

10.09.2012

Rosa, Blau, Braun

Fachtag zu geschlechterreflektierender Präventionsarbeit

In der Auseinandersetzung mit neonazistischen Einstellungen und Handlungen gerät die Frage des Geschlechts oft aus dem Blick. Dies will unser Projekt RollenWechsel ändern und veranstaltet deshalb gemeinsam mit dem Projekt "Mut vor Ort" der AGJF Sachsen e.V. am 15. Oktober in Leipzig diesen Fachtag.

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121015 FT_RosaBlauBraun_Flyer_WEB (PDF, 1.5 MB)

Lichtenhagen als Zäsur

27.08.2012

Lichtenhagen als Zäsur

Neuer Impuls aus aktuellem Anlass erschienen

Vor 20 Jahren eskalierten im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen die Angriffe eines rassistischen Mobs auf die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und eine benachbarte Vertragsarbeiter_innen-Unterkunft zum größten Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte. Faktenreich und detailliert fielen die medialen Rückblicke auf das Pogrom aus. Weitgehend ausgeblendet blieb aber der Kontext des Ereignisses im Verlauf des Jahres 1992.
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120827 Lichtenhagen als Zaesur - Impuls aus aktuellem Anlass (PDF, 399 KB)

Vierter Todestag von Rick Langenstein

13.08.2012

Vierter Todestag von Rick Langenstein

Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft zur Gedenkveranstaltung auf

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft alle Magdeburgerinnen und Magdeburger am Donnerstag, den 16. August 2012 zu einer Gedenkstunde für den vor vier Jahren von einem Neonazi getöteten Rick Langenstein auf. Die Kundgebung mit einer Kranzniederlegung beginnt um 16.00 Uhr am Pallasweg, Ecke Hektorweg im Stadtteil Reform. Der Gedenkstein dort wurde wenige Meter vom Tatort entfernt auf öffentlichem Grund aufgestellt.
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AntiDiskriminierungsNetzwerk Sachsen-Anhalt

01.08.2012

AntiDiskriminierungsNetzwerk Sachsen-Anhalt

Neues Projekt bei Miteinander e.V. begonnen

Im Juni hat das Büro des AntiDiskriminierungsNetzwerks Sachsen-Anhalt in Salzwedel seine Arbeit zur Bekämpfung von individueller, struktureller und institutioneller Diskriminierung aufgenommen.

Mit Diskriminierung meinen wir abwertende Äußerungen und Handlungen entlang der oftmals zugeschriebenen Vielfaltsmerkmale von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Beeinträchtigung, sozialem Milieu, Lebensstil, Weltanschauung, Lebensalter und sexueller Orientierung.

Kontakt
Tel:  03901 / 30 64 30
Fax: 09301 / 30 64 32
Mail: antidis.net@miteinander‐ev.de

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9. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

27.07.2012

9. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

Eröffnung am Dienstag, den 31. Juli

In der kommenden Woche beginnt das 9. Internationale Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg. Eine internationale Gruppe mit Teilnehmenden aus Weißrussland, Tschechien, Moldawien und Deutschland wird dazu in Prettin erwartet. Veranstalter des Sommerlagers sind Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und der Verein Miteinander. Kooperationspartner ist die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.
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26.07.2012

Berufung im Verfahren gegen die Extremismusklausel

Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung sieht der Berufungsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen entspannt entgegen und fordert eine Rückkehr zur politischen Auseinandersetzung

Der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat, nach Angaben von dapd, Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden eingelegt. Dieses hatte im April 2012 entschieden, dass die Extremismusklausel rechtswidrig ist.

Anlass des Verfahrens war die Weigerung des Pirnaer Vereins AKuBiZ (Alternatives Kultur- und Bildungszentrum e.V.) im Jahr 2011, die Extremismusklausel zu unterzeichnen. Daraufhin wurden ihm Fördermittel für ein Projekt nicht ausgezahlt, das an ein Außenlager des KZ-Flossenbürg in Königstein (Sächsische Schweiz) erinnern sollte. Der Verein klagte daraufhin gegen die Extremismusklausel und bekam vor dem Verwaltungsgericht Dresden Recht.

Timo Reinfrank von der Amadeu Antonio Stiftung für die BAGD: "Wir sehen der nächsten Instanz in Bautzen entspannt entgegen. Mehrere Gutachten und das Verwaltungsgericht Dresden haben bereits die Rechtswidrigkeit der Extremismusklausel bestätigt. Wir hoffen, dass Frau Schröder endlich von der Extremismusklausel Abstand nimmt. Die Familienministerin sollte sich fragen, was ihr wichtiger erscheint, das Fördern des Engagements gegen demokratiefeindliche Einstellungen oder das Beschwören rechtswidriger Formeln."
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11.07.2012

Analyse des Verfassungsschutzes Sachsen-Anhalt greift zu kurz

Gefahr des Rechtsextremismus resultiert vor allem aus dessen gesellschaftlicher Reichweite

Miteinander e.V. hat die inhaltliche Akzentsetzung des Verfassungsschutzberichtes des Landes Sachsen-Anhalt für das Jahr 2011 kritisiert. Mit Blick auf die Ereignisse in Insel und die dortige Rolle rechtsextremer Aktivist_innen sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins: „Die alleinige Benennung von rechtsextremen Strukturen lässt keine Rückschlüsse auf die gesellschaftliche Reichweite rechtsextremer Deutungsangebote zu. Hier ist der Blick des Verfassungsschutzes auf das Phänomen verkürzt. Das über Monate zu beobachtende Interaktionsverhältnis zwischen Bürgerprotest und Neonazis in Insel hat zu einer verhängnisvollen Aufwertung rechtsextremer Positionen geführt.“
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Impulse #36 erschienen

11.07.2012

Impulse #36 erschienen

Themenschwerpunkt: Rassismus und Sport

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe unseres Newsletters beschäftigt sich mit den Herausforderungen von Rassismus und Rechtsextremismus im Sport und mit Beispielen, wie diesen begegnet werden kann.
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Impulse #36 (PDF, 818 KB)

Aus aktuellem Anlass:

04.06.2012

Aus aktuellem Anlass:

Hintergründe zur Eskalation der Proteste in Insel

Am Abend des 1. Juni 2012 haben Bürger_innen und Neonazis nach einer Spontandemonstration versucht, in Insel gewaltsam in das Haus zweier ehemaliger Sexualstraftäter einzudringen. Der Polizei gelang es nur mühsam eine Stürmung des Hauses zu verhindern. Der Eskalation am vergangenen Freitag ging eine sich über Monate hinziehende Interaktion zwischen protestierenden Bürger_innen und Neonazis voraus.

Mit einem "Impuls aus aktuellem Anlass" berichten wir über die Hintergründe der Ereignisse. Das Dokument können Sie hier kostenlos downloaden.

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Impuls aus aktuellem Anlass: Eskalation in Insel (PDF, 410 KB)

03.06.2012

Nach den Ausschreitungen von Einwohnern und Neonazis in Insel:

Miteinander e.V. sieht neue Stufe der Eskalation

Miteinander e.V. hat die Ausschreitungen am vergangenen Freitagabend in Insel scharf kritisiert. „Die Ereignisse stellen eine neue Stufe der Eskalation dar“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Sonntag in Magdeburg. „Was sich in Insel abspielt, erinnert an Szenen der Menschenjagd und ist völlig inakzeptabel.“ Begrich erinnerte in diesem Zusammenhang an die eskalierende Rolle von Organisatoren der Proteste und hinzukommenden Neonazis in dem Konflikt. „Wenn, wie am Freitag offenkundig geschehen, Anwohner und Neonazis zusammen versuchen, das Haus der betroffenen ehemaligen Straftäter zu stürmen, ist dies ein Akt der Selbstjustiz, der nicht hingenommen werden darf.“

„Jetzt braucht es ein deutliches Zeichen, dass das Recht auf Sicherheit und Unversehrtheit des Lebens ohne Ausnahme für alle Bürgerinnen und Bürger gilt.“ Zugleich fordert Begrich zur Solidarität nicht nur mit den Betroffenen der Ausschreitungen auf, sondern auch mit jenen Bewohnern von Insel, die bereits in der Vergangenheit mutig für den Schutz der beiden Männer eintraten.
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16.05.2012

Rassismus, NSU und die Stille im Land

Öffentliches Hearing am 2.Juni in der Akademie der Künste Berlin

Mehr als sechs Monate ist es her, dass sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst enttarnte. Seitdem wird staatlicherseits viel diskutiert, nur eines nicht: der Rassismus innerhalb der Gesellschaft und der staatlichen Institutionen. Auch führte bisher das Versagen der Ermittlungen der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit der rassistischen Mordserie zu keinen Konsequenzen. Mit dem Hearing „Schweigen und Verschweigen. NSU, Rassismus und die Stille im Land“ wird einer kritischen Öffentlichkeit, Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt sowie den Personen, die sich seit Jahren intensiv mit neonazistischen Strukturen beschäftigen, ein Forum geboten.

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15.05.2012

"otto greift ein" wieder am 5. Juni 2012

Nächster Workshop für Zivilcourage in Magdeburg im Opernhaus

Mutig sein kann man einüben.
In Magdeburg gibt es dazu derzeit ein kostenfreies Angebot mit Trainings für Zivilcourage. Der bereits dritte Abend dieser Art wird am 5. Juni im Opernhaus stattfinden.
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10.05.2012

Miteinander e.V. zieht Bilanz zur Entwicklung des Rechtsextremismus 2011

Stabilisierung der neonazistischen Szene auf hohem Niveau

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus beim Verein Miteinander hat am Donnerstag ihre Erkenntnisse zur Entwicklung des Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt im letzten Jahr vorgestellt. Demnach ging die Mehrzahl der Aktivitäten 2011 vom parteiunabhängigen Rechtsextremismus aus. Die NPD und ihre Jugendorganisation, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), haben nach dem knapp verpassten Einzug in den Landtag hingegen an Einfluss verloren.
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10.05.2012

Zahl der offiziell anerkannten Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt auf sieben angestiegen

Mobile Opferberatung: Wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Die Ende November 2011 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der rassistischen Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ von Innenminister Holger Stahlknecht initiierte Überprüfung von neun Tötungsverbrechen auf einen politisch rechten Hintergrund ist abgeschlossen. Heute erstattete er dem Innenausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt einen Bericht über die Ergebnisse. So erkennen die sachsen-anhaltischen Behörden nunmehr sieben von insgesamt zwölf vom Tagesspiegel und der ZEIT dokumentierten, politisch rechts motivierten Tötungsverbrechen sowie einen weiteren Verdachtsfall als solche an.
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08.05.2012

Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Torsten Lamprecht

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnert am Mittwoch, den 9. Mai 2012 um 17:00 Uhr an den 1992 von neonazistischen Skinheads ermordeten Torsten Lamprecht. Die Gedenkveranstaltung findet an der „Brücke am Cracauer Wasserfall“ / Ecke Burchardstraße statt. Dieser Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen „Elbterassen“, die vor zwanzig Jahren von Rechtsextremen überfallen wurden.
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03.05.2012

Nach dem Wochenende rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. fordert konsequenten Umgang mit Rassismus auf Volksfesten

Der Verein Miteinander ist besorgt über die zahlreichen rassistischen Angriffe und Beleidigungen gegen Migrant_innen der letzten Tage in Sachsen-Anhalt. "Diese Häufung rassistischer Taten zeugt von einer bedrohlichen Dynamik von Rassismus und Neonazismus in unserem Bundesland“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Donnerstag in Magdeburg. „Die Straftaten vom Wochenende müssen nicht allein als Sicherheitsdefizit bewertet werden sondern als Ausdruck eines bei solchen Gelegenheiten immer wieder zu Tage tretenden Rassismus.“
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26.04.2012

Verwaltungsgericht Dresden erklärt Extremismusklausel für komplett rechtswidrig

Pressemitteilung von AKuBiZ e.V., Amadeu Antonio Stiftung, BAGD und BAGKR

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Dresden hat nach heutiger Verhandlung die Extremismusklausel des Bundes in Gänze für rechtswidrig erklärt. Geklagt hatte das Alternative Kultur- und Bildungszentrum (AKuBiz e.V.) aus Pirna.

Steffen Richter, Vorsitzender des AKuBiZ e.V.: "Bei aller Freude über das Urteil, so ist es traurig, dass wir es überhaupt erstreiten mussten. Die Extremismusklausel ist eine aktive Behinderung der wichtigen Arbeit gegen Rechts vor Ort. Die Auffassung des Gerichts bestätigt, dass Demokratiearbeit nicht mit Misstrauen begegnet werden darf."

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung (BAGD), der größte Zusammenschluss von Initiativen im Bereich von Demokratieförderung und Engagement gegen rechte Ideologien und Neonazis zeigt sich hoch erfreut über die wegweisende Entscheidung.
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DVD für den Schulunterricht erschienen

25.04.2012

DVD für den Schulunterricht erschienen

Risse. Über das Helfen in einer hilflosen Zeit

Die DVD ist ein Ergebnis unseres Projekts "Geschichte(n) Würde(n) Leben". Gemeinsam mit der Jugendtheatergruppe "Karambolage" in Zeitz entstand ein Theaterstück. Die gekürzte Fassung des Stücks ist als Material für den Unterricht zu sehen. Teil 1 zeigt das Schicksal eines jüdischen Arztes in Zeitz. Inhalt von Teil 2 sind die Erinnerungen zweier ehemaliger Häftlinge des KZ-Außenlagers "Wille". Das Projekt wurde von der Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" gefördert.
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Impulse #35 erschienen

16.04.2012

Impulse #35 erschienen

Schwerpunktausgabe der Früjahrsausgabe des Vereinsnewsletters: Schule

Am 31. Mai nun geht das Projekt Horizont 21 – Demokratie leben und lernen in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Ende. Drei Jahre war Miteinander e.V. in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. in Sachen Demokratieentwicklung in Schule und Gemeinwesen aktiv. „Demokratie leben und lernen“ – kurz und bündig bringt der Projektname unser Grundverständnis zum Ausdruck: Begreift man Demokratie nicht nur als Staats- und Gesellschafts- sondern auch als Lebensform, gehört zur Demokratiebildung notwendigerweise auch eine Erfahrungsdimension. Soll sie Teil der Alltagskultur werden, muss Demokratie nicht nur erlernt sondern auch erlebt werden. Die Frühjahrsausgabe der Impulse widmet sich mit ihrem Themenschwerpunkt "Schule" dieser Herausforderung in der Praxis.
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Impulse #35 (PDF, 693 KB)

16.04.2012

Auftakt von "Otto greift ein" am 19. April

In Magdeburg startet ein neues Projekt für mehr Zivilcourage in der Stadt

Das Zivilcourageprojekt "Otto greift ein" will Menschen in Magdeburg dabei helfen, in Konfliktsituationen handlungsfähig zu sein und gewaltfrei einzugreifen.Dazu werden monatlich wiederkehrende, kostenfreie Workshops angeboten.

Der erste wird mit einem offiziellen Auftakt durch den Schirmherrn, Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, am 19. April ab 18:00 Uhr im Hegel-Gymnasium stattfinden.

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12.04.2012

Blackbox Abschiebung

Ausstellungseröffnung am 13. April 2012 in Halle (Saale)

Am Freitag, den 13. April 2012 wird um 19.00 Uhr mit einem Vortrag des Romano Drom e.V. zum Thema „Europas größte Minderheit – über die Abschiebeproblematik von Roma und Sinti“ die Ausstellung "Blackbox Abschiebung im Thalia Theater Halle (Saale) eröffnet. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Heimat, Migration und Abschiebung auseinander. Sie ist bis zum 3. Mai 2012 in Halle zu sehen.
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Blackbox Abschiebung Begleitprogramm (PDF, 2.41 MB)

Neue Broschüre erschienen:

11.04.2012

Neue Broschüre erschienen:

Geschichte(n) Würde(n) Leben - Eine Projektdokumentation

Die Broschüre dokumentiert ein einjähriges Modellprojekt, das Miteinander e.V. im Burgenlandkreis 2011 durchführte. Es wurde gefördert von der Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" im Programm "Menschen Rechte Bilden".

Durch den Einsatz kultur- und theaterpädagogischer Methoden in Verbindung mit politisch-historischem Arbeiten konnte eine theoretische Auseinandersetzung mit praktischer Betätigung kombiniert werden. Jugendliche beschäftigten sich selbstständig mit der Geschichte und den Geschichten des Nationalsozialismus in ihrer Region und dem Wirken von Menschenrechtsverteidiger_innen.
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GeschichteN WürdeN Leben (PDF, 5.44 MB)

27.03.2012

"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland"

Ein Rückblick auf 10 Jahre und ein Seitenblick nach Sachsen-Anhalt am 4. April um 18:00 Uhr in der Ratsdiele des Alten Rathauses Magdeburg

Ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld zur Forschung über Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen im Alten Rathaus in Magdeburg am 4. April um 18:00 Uhr.
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120404 Flyer_Vortrag_Andreas_Zick (PDF, 145 KB)

19.03.2012

Nach der Anschlagsdrohung gegen ein Wahlkreisbüro der LINKEN:

Miteinander e.V. ist besorgt über gestiegene Zahl der Übergriffe auf Wahlkreisbüros demokratischer Parteien

Die verbalen Drohungen vom zurückliegenden Wochenende gegen ein Wahlkreisbüro der Partei DIE LINKE in Schönebeck-Salzelmen geben Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Wahlkreisbüros demokratischer Parteien im Land. "Die Zahl der Angriffe von Rechtsextremen auf Wahlkreisbüros demokratischer Parteien hat in den zurückliegenden Monaten zugenommen. Das Scheiben eingeschlagen, die Einrichtung beschädigt und Bedrohungen hinterlassen werden ist nicht hinnehmbar", sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg.
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Frühjahrsausgabe der „informationen“ der Mobilen Opferberatung erschienen

19.03.2012

Frühjahrsausgabe der „informationen“ der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunkt: "Betrofffene vor Ort stärken"

Soeben ist die Frühjahrsausgabe 2012 der „informationen“ der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt mit dem Schwerpunktthema „Betroffene vor Ort stärken“ erschienen. Der Newsletter steht auf der Homepage der Opferberatung als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung und kann auch als kostenlose Printausgabe unter der E-Mail-Adresse opferberatung.sued@miteinander-ev.de bestellt werden.

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„Demokratie hin oder her ...“ - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

14.03.2012

„Demokratie hin oder her ...“ - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

Dokumentation des Projekts HORIZONT 21 erschienen

Zum Abschluss des dreijährigen Xenos-Projekt "Horizont 21 - Demokratie lernen und leben in Sachsen und Sachsen-Anhalt" ist die Dokumentation "Demokratie hin oder her - Erfahrungen mit Demokratieentwicklungen im ländlichen Raum" erschienen. In sieben Beiträgen setzen sich die Mitarbeiter_innen des Projekts mit verschiedene Aspekten des Projektverlaufs auseinander.
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14.03.2012

Nach dem rechten Überfall in Mücheln

Miteinander e.V. kritisiert Gewerkschaft der Polizei

Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit einem rassistisch motivierten Übergriff auf einen türkischen Imbissbesitzer und seine Familie hat Miteinander e.V. die Gewerkschaft der Polizei kritisiert: „Die von GdP-Chef Petermann geäußerte Kritik, es handle sich im Falle Mücheln um ein Versagen der Polizeiführung geht am Kern des offenkundig fehlerhaften Einsatzes vorbei“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Mittwoch in Magdeburg.
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05.03.2012

Mobile Opferberatung veröffentlicht Jahresbilanz 2011

Rechte Gewalt weiterhin auf sehr hohem Niveau / Angriffe auf politische Gegner_innen nahezu vervierfacht

Für das Jahr 2011 hat die Mobile Opferberatung in Kooperation mit der Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten – Region Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg insgesamt 132 politisch rechts motivierte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt registriert. Davon waren mindestens 195 Menschen direkt betroffen. Bei 95 Prozent der dokumentierten Fälle handelt es sich um Körperverletzungsdelikte (125). Daneben wurden drei Brandstiftungen, zwei Nötigungen bzw. Bedrohungen mit schwerwiegenden Folgen sowie zwei räuberische Erpressungen in die Statistik aufgenommen.
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Hintergründe

20.02.2012

Hintergründe

Neonazismus und Demokratiefeindlichkeit in Sachsen-Anhalt

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. veröffentlicht ihre gesammelten Analysepapiere seit 2008 und liefert darin auch eine Einschätzung zum Phänomen "NSU".  Der Sammelband liefert damit in kompakter Form eine wichtige Grundlage zum Verständnis von Demokratiefeindlichkeit und Neonazismus in Sachsen-Anhalt. Die Publikation kann zu einer Schutzgebühr von 3 Euro (zzgl. Versandkosten) bei uns bestellt werden.
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Quellen des Terrors (PDF, 224 KB)

An die Opfer rechter Gewalt Erinnern

09.02.2012

An die Opfer rechter Gewalt Erinnern

Rede anlässlich des Gedenkens an den von Neonazis ermordeten Frank Böttcher

Etwa 50 Menschen nahmen am 08.02.2012 an einer Kundgebung des Büdnis gegen Rechts Magdeburg teil, die an die Ermordung Frank Böttchers durch Neonazis vor 15 Jahren erinnerte. David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., hielt die Gedenkrede, die wir hier dokumentieren:
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06.02.2012

15. Todestag von Frank Böttcher:

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg lädt zum Gedenken ein

In der Nacht zum 8. Februar 1997 wurde der 17jährige Frank Böttcher von einem Rechtsextremen ermordet, als er an einer Haltestelle in Neu-Olvenstedt wartete. Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnert daran am Mittwoch, den 8. Februar 2012, um 16.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung. Die Magdeburger Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an dieser Gedenkveranstaltung am Gedenkstein neben der Straßenbahnhaltestelle „Klinikum Olvenstedt“ zu beteiligen.
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09.01.2012

Märtyrerstadt Magdeburg?

Podiumsgespräch am 12. Januar 2012 in der Stadtbibliothek Magdeburg über Erinnerung an den Luftkrieg und die NS-Zeit

Die Zerstörung weiter Teile der Magdeburger Innenstadt im Zuge des alliierten Luftkrieges gegen Nazi-Deutschland am 16. Januar 1945 gehört zu den einschneidenden Ereignissen der städtischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Im Vorfeld des Jahrestages der verheerenden Bombennacht sowie der kommenden „4. Meile der Demokratie“ lädt daher die Stadtbibliothek Magdeburg gemeinsam mit dem Verein Miteinander zu einem öffentlichen Podiumsgespräch am 12. Januar um 19:30 Uhr in die Zentralbibliothek am Breiten Weg ein. Unter dem Titel „Märtyrerstadt Magdeburg?“ wird dann die lokale Erinnerung an den Luftkrieg und die NS-Zeit im Blickpunkt stehen.
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09.01.2012

Erklärung der Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Dessau zum Polizeieinsatz am Rande der Oury-Jalloh-Gedenkdemonstration

Bestürzung ob der Verletzungen des Aktivisten Mouctar Bah am Rande der Demonstration

Lückenlose, transparente und zeitnahe Aufklärung des Polizeieinsatzes gefordert
Ereignisse haben beginnenden Dialog in Dessau-Roßlau schwer geschadet


Die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt (OBS Dessau) und das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt (Projekt gegenPart) haben mit tiefer Bestürzung und großem Bedauern Medienberichte zur Kenntnis genommen, wonach der bekannte Menschenrechtsaktivist Mouctar Bah nach einem Polizeieinsatz am Rande der Oury-Jalloh-Gedenkdemonstration „Break the Silence“ am 07. Januar 2012 so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss.
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08.01.2012

Zu den Protesten in Insel:

Neonazis hatten freie Hand

Miteinander e.V. hat den Verlauf der Proteste am Samstag in der Altmarkgemeinde Insel kritisiert. "Es ist offenkundig, dass Neonazis bei der gestrigen Demonstration in Insel freie Hand hatten." sagte David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus des Vereins am Sonntag in Magdeburg. Entgegen der Ankündigung des Ortsbürgermeisters von Bismarck, sich an die Auflagen der Behörden zu halten und Distanz zu den Neonazis zu wahren, ist es offenkundig zu einem gemeinsamen Protest von Bürger_innen und Rechtsextremen gekommen. "Die Teilnahme von Neonazis an den Protesten bedeutet eine erneute Eskalation des Konflikts zu Lasten der betroffenen ehemaligen Straftäter", so Begrich. "Unabhängig von der Legitimität des Protests ist die Duldung von Neonazis und der unter ihrer Leitung ins Werk gesetzte Vorstoß gegen polizeiliche Auflagen inakzeptabel. Wer organisierten Neonazis die Federführung seiner Veranstaltung überlässt, diskreditiert seinen Protest."
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Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

03.01.2012

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Gesicht zeigen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg!

So heißt das Motto, unter dem wir, das Bündnis gegen Rechts Magdeburg, zusammen mit der Stadt und inzwischen über 200 Unterstützer_innen zu bunten und friedlichen Protesten am 14. Januar 2012 aufrufen.

Lassen Sie uns den Neonazis, die an diesem Tag das Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs für ihre Zwecke missbrauchen wollen, gewaltfrei mit Zivilcourage und Entschlossenheit entgegentreten!
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Flyer: Am 14.01. Gesicht zeigen (PDF, 1.35 MB)

23.12.2011

Miteinander e.V. wünscht frohe Weihnachten

Auch im neuen Jahr gilt es, sich der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus zu stellen und eine demokratische Alltagskultur zu stärken. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir Impulse für eine lebendige Demokratie geben. Hierfür werden wir weiterhin Analysen zur extremen Rechten liefern sowie über Demokratiefeindlichkeit und Menschenverachtung aufklären. Wir werden weiterhin Menschen vor Ort in ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus begleiten und Betroffene rechter Gewalt unterstützen. Wir werden weiterhin die kritische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus fördern sowie in unseren Projekte Demokratie erlebbar machen.

Wir bedanken uns bei allen Mitstreiter_innen, Kooperationspartner_innen und Förderern für die Unterstützung unserer Arbeit 2011. Wir bedanken uns bei allen, die sich in diesem Jahr gegen Rechtsextremismus engagiert haben. Wir wünschen Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit und ein erfolgreiches neues Jahr!
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Impulse #34 erschienen

23.12.2011

Impulse #34 erschienen

Themenschwerpunkt: Rechtsextremismus und Medien

Nach Bekanntwerden der rechten Terrorserie hob eine zwei Wochen andauernde mediale Debatte über die den notwendigen Umgang mit rechter Gewalt und rechtsterroristischen Strukturen an, die sich schnell zu einem sicherheitspolitischen Diskurs entwickelte. Dass die öffentliche Aufarbeitung des Themas medialen und politischen Konjunkturen unterworfen ist, verdeutlichen die Artikel zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe unseres Newsletters.
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Impulse #34 (PDF, 595 KB)

19.12.2011

Mobile Opferberatung kritisiert Prüfung der Tötungsverbrechen in Sachsen-Anhalt durch das Innenministerium als „Nebelkerze“

Längst fällige Anerkennung des rechten Tatmotivs wird Angehörigen von Todesopfern rechter Gewalt weiter verwehrt

Das Innenministerium Sachsen-Anhalts hat in der vergangenen Woche erklärt, die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt habe sich nach der Überprüfung von acht Tötungsdelikten aus den Jahren 1993 bis 2008 nicht verändert. Diese acht Fälle werden hingegen von der Mobilen Opferberatung sowie von ZEIT und Tagesspiegel als politisch rechts motivierte Tötungsdelikte gewertet.
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16.12.2011

"Nichts für uns - ohne uns"

Handreichung stellt Beispiele für Jugendbeteiligung vor

Das dreijährige Projekt "Horizont 21 - Demokratie leben und lernen" geht im März 2012 zu Ende. Abschließend und im Sinne einer Fortführung der bewährten demokratiefördernden Ansätze stellt die Handreichung "Nichts für uns - ohne uns - Jugendbeteiligung in Schule und Gemeinwesen" ausgewählte Projekte der Beteiligung von Jugendlichen vor.
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Handreichung_Webversion (PDF, 9.62 MB)

Winterausgabe des Newsletters der Opferberatung erschienen

07.12.2011

Winterausgabe des Newsletters der Opferberatung erschienen

Themenschwerpunkt: Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt

Anfang Dezember ist die Herbst/Winterausgabe der "informationen erschienen. Der Newsletter der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V. steht auf der Projekthomepage der Opferberatung zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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Rechtsrock – Begleitmusik für Mord und Totschlag

21.11.2011

Rechtsrock – Begleitmusik für Mord und Totschlag

Die Rechtsrockband „Giggi und die braunen Stadtmusikanten“ und ihr Song „Döner Killer“

Dass Rechtsrockbands Gewalt verherrlichen und ihre Songs immer wieder Mordaufrufe gegenüber politischen und weltanschaulichen „Gegnern“ enthalten, ist nicht neu. Vielmehr ist die Ästhetisierung von Gewalt konstitutiv für das Genre. Die Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ jedoch veröffentlichte im Jahr 2010 einen Song, der – vor dem Hintergrund der jüngst bekannt gewordenen rechtsextremen Mordserie – Fragen aufwirft.
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111121 Aus aktuellem Anlass: Rechtsrock - Begleitmusik für Mord und Totschlag (PDF, 307 KB)

Was jetzt zu tun ist

21.11.2011

Was jetzt zu tun ist

Appell der Mobilen Beratungsteams und Opferberatungsprojekte gegen Neonazis

Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn wir seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen Gelegenheitstätern warnen, sind wir geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der rassistischen Mordserie. Wir verlangen jetzt eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.
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Aus aktuellem Anlass: Was jetzt zu tun ist (PDF, 329 KB)

21.11.2011

Neonazi-Namensliste für Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. bittet Landesregierung um Aufklärung

Nach dem Bekanntwerden der Existenz einer von Neonazis geführten Liste mit Namen und Adressen von Personen und Institutionen aus Sachsen-Anhalt bittet der Verein Miteinander e.V. die Regierung Sachsen-Anhalts um Aufklärung.
"Auch wenn es sich nicht um eine sogenannte Todesliste handeln sollte, ist die Verunsicherung bei potentiellen Opfern rechter Gewalt groß." so David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V.
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21.11.2011

Nach den Enthüllungen zur rechtsextremen Mordserie

Ostdeutsche Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus fordern Demokratieoffensive


Die in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätigen Träger von Beratungsprojekten gegen Rechtsextremismus haben eine Umorientierung der gegenwärtigen Diskussion über Rechtsterrorismus gefordert. „Aus der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Debatte muss eine Debatte über eine neue Demokratieoffensive werden“, erklärten die drei Träger aus aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf einer Pressekonferenz in Leipzig.
„Für die Auseinandersetzung mit rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt bedarf es keiner neuen Sicherheitsarchitektur sondern der gezielten Unterstützung von Projekten und Initiativen im Kampf gegen Rechtsextremismus.“

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15.11.2011

Presseerklärung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung

Bundeskanzlerin Merkel soll sich bei Opfern des rechten Terrors entschuldigen!

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) fordert die Bundeskanzlerin auf, sich bei den Angehörigen der Todesopfer der neonazistischen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ sowie den überlebenden Opfern der Nagelbombenanschläge in Köln für das komplette Versagen der Ermittlungsbehörden zu entschuldigen. „Unser Mitgefühl gehört den Opfern und ihren Angehörigen“, erklärten Sabine Seyb von der Opferberatung Reach Out und Pascal Begrich von Miteinander e.V. für die BAGD in Berlin. „Eine derartige Entschuldigung würde deutlich machen, dass das jahrelange Leiden der Familien endlich wahrgenommen wird.“ Hier müsse sich die Bundeskanzlerin an der norwegischen Regierung und deren Reaktion auf die Attentate in Oslo und Utoya orientieren. „Neonazistische Gewalt und Terror basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen. Die Bundesregierung muss jetzt deutlich machen, dass alle Menschen unabhängig von Hautfarbe und Herkunft geschützt werden.“
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14.11.2011

Mobile Opferberatung bei Miteinander e.V. zu Auswirkungen von Rechtsterrorismus und rechter Gewalt

Verharmlosung und Entpolitisierung rechter Gewalt durch politisch Verantwortliche und Sicherheitsbehörden haben neonazistischen Terror mitbefördert

„Viele Opfer rechter Gewalt mussten in den letzten Jahren erlebt, wie Sicherheitsbehörden und politisch Verantwortliche rechte Gewalt und rassistischer Angriffe verharmlost, entpolitisiert und geleugnet haben,“ sagt eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung anlässlich der aktuellen Meldungen über die rassistischen Morde durch den so genannten „Nationalsozialistischen Untergrund“. Mit dieser Haltung wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass die neonazistische Terrororganisation „NSU“ über ein Jahrzehnt unbehelligt von staatlicher Verfolgung morden konnte. Dafür ist noch nicht einmal eine direkte Aufbauhilfe durch den Verfassungsschutz notwendig.
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Engagement gegen Rechtsextremismus verstärken

14.11.2011

Engagement gegen Rechtsextremismus verstärken

Abschlusserklärung der Fachkonferenz der BAG Kirche und Rechtsextremismus

Zum Abschluss der ersten Fachkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus unter dem Motto "Das Ganze verändern - nicht nur die Nische", die am 11. und 12. November in Lutherstadt Wittenberg stattfand, erklärten die über 90 Teilnehmer_innen aus Kirche und Zivilgesellschaft:

Angesichts des tödlichen rassistischen Terrors militanter Neonazigruppierungen wie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) um die drei Thüringer Neonazis Uwe M., Uwe B. und Beate Z. und alltäglicher rechter Gewalt, fordern wir das innerkirchliche und gesellschaftliche Engagement gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu verstärken.
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Impulse aus aktuellem Anlass

20.10.2011

Impulse aus aktuellem Anlass

Konzert der rechten Neofolk-Band "Death in June"

Anfang der Woche wurde einer breiten Öffentlichkeit durch einen Bericht der Mitteldeutsche Zeitung die Tatsache bekannt, dass die rechte Neofolk-Band „Death in June“ in der Lutherstadt Eisleben im Rahmen ihrer Europatour 2011 ihr einziges Konzert in Deutschland gibt. Zuvor war die Band u.a. in Helsinki und Moskau aufgetreten. Das Konzert ist mit 800 Karten ausverkauft.
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Aus aktuellen Anlass: Die rechte Neofolk-Band "Death in June" (PDF, 378 KB)

X-leben soll schöner werden

19.10.2011

X-leben soll schöner werden

Ein Forumtheaterstück von Miteinander e.V. und TheaterDialog

„X-leben soll schöner werden“ ist ein Forumtheaterstück, mit dem wir Fragen stellen und Diskussionen anregen wollen. Wir suchen den Dialog mit dem Publikum und laden ein, sich in die Handlung einzumischen.

Premiere ist am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 20.30 Uhr in der theatrale Halle/Saale, Waisenhausring 2. Weitere öffentliche Aufführungen finden am 21. Oktober um 20.30 Uhr in der theatrale Halle/Saale und am Donnerstag, den 3. November um 20 Uhr im Kulturzentrum Reichenstraße, Quedlinburg, statt. Gern möchten wir Sie zu einer der Veranstaltungen begrüßen.
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Flyer X-leben soll schöner werden (PDF, 560 KB)

Herbstausgabe der „Impulse“ erschienen

19.10.2011

Herbstausgabe der „Impulse“ erschienen

Thema: Geschichte macht Politik

Vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung in Deutschland und der notwendigen Auseinandersetzung mit den geschichtspolitischen Interventionen der extremen Rechten steht unsere Arbeit immer auch im Spannungsfeld zwischen dem Fortwirken der Geschichte und den heutigen Herausforderungen an eine demokratische Kultur. Diesem Spannungsfeld widmet sich die aktuelle Ausgabe unserer „Impulse“.
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Newsletter #33 (PDF, 633 KB)

12.10.2011

Bündnis für ein solides Landesprogramm:

Haushaltsaufstellung der Landesregierung schränkt Ausgestaltung eines Landesprogramms für Demokratie ein

Wir – lokale und überregionale Akteure in der Demokratiearbeit – haben das Vorhaben der Landsregierung, ein Landesprogramm für Demokratie zu entwickeln, erfreut zur Kenntnis genommen. Inzwischen sind mehrere Monate vergangen, ohne dass für uns eine Umsetzung entsprechender Beschlüsse erkennbar wird oder bisher dabei wie angekündigt zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine in die Erarbeitung des Landesprogramms einbezogen worden sind.

Im Gegenteil: Die Landesregierung sieht in ihrem Entwurf zum Landeshaushalt 2012/13 sogar Kürzungen des Förderetats in den Handlungsfeldern Demokratiestärkung und Rechtsextremismusprävention vor. Offenkundig existiert hier eine Diskrepanz zwischen den Beschlüssen zur Entwicklung eines Landesprogramms und den Haushaltsplanungen. Noch bevor die Diskussion über ein Landesprogramm begonnen hat, wird damit der Spielraum für eine zukünftige Umsetzung eingeschränkt.
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06.10.2011

Wir bekennen nicht, wir handeln! Demokratie braucht Vertrauen.

Neue Kampagne gegen die "Extremismusklausel"

Die Bundearbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD), ein bundesweiter Zusammenschluss von Trägern der Demokratiearbeit, startet heute eine neue Kampagne gegen die "Extremisklausel":

Wir bekennen nicht, wir handeln!
Demokratie braucht Vertrauen.


Die politische Einflussnahme staatlicher Behörden auf die Demokratie- und Menschenrechtsarbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen und Fachträger hat insbesondere seit dem Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung ein inakzeptables Ausmaß angenommen.
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04.10.2011

Zu den Protestaktionen in Insel

Offener Brief an Bürgermeister von Bismarck

der Verlauf der Proteste gegen die Ansiedlung von zwei ehemaligen Sexualstraftätern am vergangenen Freitag, den 30. September 2011, veranlasst uns zu diesem offenen Brief.

Zweifellos ist die Thematik dazu angetan, die Sorgen der Menschen um das Wohl insbesondere der Kinder zu wecken. Doch alle berechtigten Ängste der Einwohner und Einwohnerinnen von Insel dürfen unserer Auffassung nach nicht zur Aufgabe des Ziels führen, zu einem Ausgleich des Rechts der Bevölkerung auf Schutz vor Straftaten sowie den Grundrechten der in Rede stehenden ehemaligen Straftäter zu gelangen. In gleichem Maße, in dem die Bevölkerung einen Anspruch auf Schutz vor Straftaten hat, erwerben entlassene Häftlinge einen Anspruch auf Resozialisierung und regelkonforme Rückkehr in die Gesellschaft. Dass dies nicht allein in Ihrer Verantwortung als Bürgermeister liegt, ist durch die Stellungnahmen der Ministeriums der Justiz und des Ministeriums des Inneren zu Tage getreten.
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Das Ganze verändern - nicht nur die Nische

30.09.2011

Das Ganze verändern - nicht nur die Nische

Erste Fachkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus in Wittenberg

Die Konferenz am 11./12. November in Lutherstadt Wittenberg soll erstmalig einen Ost-West-Fachaustausch von Multiplikator_innen aus Wissenschaft, NGOs, Initiativen, kirchlicher Basisarbeit in Seelsorge sowie Jugend- und Erwachsenenbildung und kirchlichen Leitungsgremien in Gang setzen.


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BAGKR_Konferenz_Einladung (PDF, 542 KB)

Rechtsrock-Konzerte als Spiegel neonazistischer Erlebniswelten

23.09.2011

Rechtsrock-Konzerte als Spiegel neonazistischer Erlebniswelten

Neues Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus erschienen

Das aktuelle Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. beleuchtet anhand von Fallbeispielen die Bedeutung neonazistischer Konzerte für die extreme Rechte  in Sachsen-Anhalt und die Herausforderungen für kommunale Verwaltungen im Umgang mit solchen Ereignissen.
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AREX-Hintergrundpapier 03-2011 (PDF, 464 KB)

02.09.2011

Fachtag zu Demokratischen Internventionen online

politikorange dokumentiert den gestrigen Fachtag

Der interaktive Fachtag zu Demokratischen Interventionen in schulischer und außerschulischer Jugend- und Bildungsarbeit, der gestern auch unter Beteiligung von Miteinander e.V. in Magdeburg durchgeführt wurde, ist bereits jetzt dokumentiert:
Ein Redaktionsteam von politikorange hat den Tag begleitet und seine Ergebnisse unter http://politikorange.wordpress.com online gestellt.
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Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene

25.08.2011

Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene

Lesung mit Andrea Röpke

Am Dienstag, den 13. September 2011, stellt Andrea Röpke um 19.30 Uhr in der Stadtbibliotke Magdeburg ihr Buch "Mädelsache! Frauen in der rechtsextremen Szene" vor. Zusammen mit Andreas Speit hat sie akribisch die Aktivitäten von Frauen in der extremen Rechte und deren Eindringen in die "Mitte der Gesellschaft" beleuchtet.
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FREI SEIN

17.08.2011

FREI SEIN

Projektbroschüre erschienen

Die Broschüre „FREI SEIN - Eine theatrale Recherche mit jungen Erwachsenen und jugendlichen Freigängern“ dokumentiert das Projekt „FREI SEIN“ welches Miteinander e.V. in Kooperation mit TheaterDialog zwischen August und November 2010 durchführte.


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Frei sein (PDF, 1.13 MB)

12.08.2011

Dritter Todestag von Rick Langenstein

Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft für den 16. August um 16 Uhr zur Gedenkveranstaltung auf

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft alle Magdeburgerinnen und Magdeburger am Dienstag, den 16. August 2011, zu einer Gedenkstunde für den vor drei Jahren von einem Neonazi getöteten Rick Langenstein auf. „Die Ermordung Rick Langensteins erinnert an die tödliche Dimension rechter Gewalt“, so Pascal Begrich vom Bündnis gegen Rechts. „Seit 1990 haben in Deutschland 137 Menschen durch politisch rechts motivierte Straftaten ihr Leben verloren.“ Begrich verwies in diesem Zusammenhang auch an Thorsten Lamprecht und Frank Böttcher, die 1992 bzw. 1997 in Magdeburg Opfer rechter Gewalt wurden. Die Kundgebung mit einer Kranzniederlegung beginnt um 16.00 Uhr am Pallasweg, Ecke Hektorweg im Stadtteil Reform.
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10.08.2011

Nach Beteiligung an den Protesten gegen einen Nazi-Aufmarsch am 19.02. in Dresden:

Sächsische Polizei durchsucht Räumlichkeiten der Jungen Gemeinde in Jena-Stadtmitte

Im Zusammenhang mit Ausschreitungen wegen eines geplanten Neonazi-Aufmarsches am 19. Februar in Dresden fand am frühen Mittwochmorgen eine Razzia in den Räumlichkeiten der Jungen Gemeinde Jena-Stadtmitte statt. David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., kommentierte das unglaubliche Vorgehen gegen engagierte Demokrat_innen für Radio Corax in Halle:
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03.08.2011

Schändung der Gedenkstätte in Salzwedel

Miteinander e.V. vermutet Propagandaaktion der rechten Szene

Im Kontext der Schändung einer Gedenkstätte für KZ-Opfer in Salzwedel hat der Verein Miteinander auf den rechtsextremen Tatkontext verwiesen. "Nach der Aufhebung des Grabes des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess im bayerischen Wunsiedel sucht die rechtsextreme Szene bundesweit gerade nach Möglichkeiten, Aufsehen zu erregen.", sagte David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Mittwoch in Magdeburg.
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21.07.2011

Landesregierung auf dem Irrweg – Beratungsprozess eine Farce! Trägerlandschaft vor dem Kollaps?

Initiativkreis der Trägerlandschaft kritisiert Haushaltsentscheidungen der Landesregierung

Mit den am 21. Juli vorgestellten Haushaltszahlen des Ministeriums für Arbeit und Soziales werden finanzielle Tatsachen geschaffen, die weder fachlich noch strukturell begründet sind! Während die Landesregierung eigene steigende Personalkosten sowie erhöhte Aufwendungen bei Energie und anderen Dienstleistungen zu unabweisbarem Mehrbedarf erklärt, werden dieselben Ausgabenpositionen bei den Trägern zu „freiwilligen Leistungen“ definiert, die angesichts der Haushaltssituation – leider – nicht berücksichtigt werden können!
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21.07.2011

Sommerausgabe der "informationen" der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunktthema: „Rechter Lifestyle und Gewalt“.

Mit den "Informationen der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt" informiert die Opferberatung regelmäßig über ihre Arbeit, rechte Gewalt und Gegenmaßnahmen. Die Sommerausgabe des Newsletters widmet sich dem Thema "Rechter Lifestyle und Gewalt".
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Mobile Opferberatung_Newsletter Nr ( 34, 230 KB)

15.07.2011

Rechtsrockkonzert am morgigen Samstag in Sachsen-Anhalt

Bands entstammen z.T. dem militanten „Blood & Honour“-Umfeld

Am kommenden Samstag, dem 16.07.2011, soll im sachsen-anhaltinischen Ort Nienhagen (Verbandsgemeinde Vorharz) ein international besetztes Rechtsrockkonzert stattfinden, zu dem weit mehr als 1.000 Teilnehmer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden. „Ein Konzert dieser Dimension hat es in Sachsen-Anhalt seit langem nicht mehr gegeben.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. heute in Magdeburg. „Sowohl die angekündigten Bands als auch die Veranstalter lassen keinen Zweifel daran, dass es sich hier um ein Konzertereignis von und für Neonazis handelt.“
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8. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

14.07.2011

8. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

Offizielle Eröffnung am Dienstag, 19. Juli 2011 um 9 Uhr im Rathaus von Prettin

In der kommenden Woche beginnt das 8. Internationale Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg. Eine internationale Gruppe mit Teilnehmenden aus Russland, Lettland, Moldawien, Ukraine, Weißrussland und Deutschland wird dazu in Prettin erwartet. Bürgermeisterin Helga Welz wird die Gäste am Dienstag, den 19. Juli 2011 um 9 Uhr im Prettiner Rathaus begrüßen und das Sommerlager offiziell eröffnen.
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Mehr als zwei Jahre nach der protestreichen Eröffnung

14.07.2011

Mehr als zwei Jahre nach der protestreichen Eröffnung

Prozessauftakt wegen Räumungsklage gegen den Thor-Steinar-Laden

Am heutigen 14.07.2011, um 14.00h beginnt am Landgericht Halle (Saale) der Prozess um die Räumungsklage gegen das Ladengeschäft "Oseberg" in der halleschen Leipziger Strasse, in dem seit dem 4. Juni 2009 Kleidung und Accessoires der Marke Thor Steinar verkauft werden.
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13.07.2011

Zur Veröffentlichung des sachsen-anhaltischen Verfassungsschutzberichts für 2010

Miteinander e.V. sieht weiterhin Bedarf für eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus

Der heute durch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht vorgestellte Landesverfassungsschutzbericht für das Jahr 2010 bestätigt es erneut: Sachsen-Anhalt ist eine Hochburg rechter Gewalt und der extremen Rechten. Mit 1176 rechts motivierten Straftaten nimmt Sachsen-Anhalt weiterhin einen Spitzenplatz im Vergleich mit den anderen Bundesländern ein.
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01.07.2011

Nach der Veröffentlichung der Zahlen rechter Gewaltstraftaten durch den Bundesverfassungsschutz

Rechtsextreme Gefahr unverändert hoch

In der Debatte um einen vom Bundesinnenministerium erfassten numerischen Anstieg jener rechts motivierten Gewalttaten in Sachsen- Anhalt, die vom BKA als Staatsschutzdelikte bewertet werden, hat der Verein Miteinander auf das unverändert hohe Gefährdungspotential durch die rechtsextreme Szene im Land verwiesen.
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01.07.2011

PM der Mobilen Opferberatung: Bundesamt für Verfassungsschutz hat politisch rechts motivierte Gewalt nur ansatzweise erfasst

Aussteigerprogramme sind keine Lösung

„Die Zahlen des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Ausmaß rechter Gewalt bilden die Realität nur ansatzweise ab“, erklärt eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung anlässlich der heutigen Vorstellung des Bundesverfassungsschutzberichtes 2010. „Die spezifischen  Opferberatungsprojekte in den neuen Bundesländern und Berlin dokumentieren seit Jahren – und auch für 2010 – ein wesentlich höheres Aufkommen politisch rechts und rassistisch motivierter Gewalt.“ Für 2010 hatten die Beratungsstellen für die neuen Bundesländer und Berlin insgesamt 704 politisch rechts motivierte Gewalttaten registriert.
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28.06.2011

Sachsen-Anhalts Innenminister schlägt "Radikalenerlass" vor

Miteinander e.V. lehnt Vorschlag ab

In der Debatte um einen von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht vorgeschlagenen „Radikalenerlass“ hat sich Miteinander e.V. zum Vorschlag des Ministers ablehnend geäußert.

„Die Erfahrungen aus Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass dies ein ungeeignetes Mittel ist, Funktionsträger der NPD von gesellschaftlich verantwortungsvollen Positionen fern zu halten.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Dass der Innenminister nach Möglichkeiten sucht, die Unterwanderung demokratischer Institutionen durch Rechtsextreme zu unterbinden, ist zu begrüßen. Doch Erlasse und Vorschriften ersetzen nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Reichweite rechtsextremer Politikangebote.“
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28.06.2011

Demokratie vor Ort stärken: Landeskonferenz am 29. Juni in Weißenfels

Gemeinsame Presseerklärung der Träger im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Welche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus insbesondere im ländlichen Raum gibt es? Über welche Erfahrungen und Potentiale im Engagement für Demokratie verfügen lokal handelnde Akteure in Sachsen-Anhalt? Diese und mehr Fragen stehen im Mittelpunkt der Landeskonferenz „Demokratie vor Ort stärken“ am 29. Juni in Weißenfels.

Mehr als 150 Teilnehmer/-innen aus Verbänden, Vereinen, Netzwerken und lokalen Bündnissen sowie aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft diskutieren unter anderem Themen wie „Zivilgesellschaftliches Engagement wecken, stärken und anerkennen“, „Sport frei! von Rechtsextremismus?!“ oder „Demokratie braucht Integration – Engagement von Migrant/-innen vor Ort“.
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28.06.2011

Demokratie vor Ort stärken: Landeskonferenz am 29. Juni in Weißenfels

Gemeinsame Presseerklärung der Träger im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Welche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus insbesondere im ländlichen Raum gibt es? Über welche Erfahrungen und Potentiale im Engagement für Demokratie verfügen lokal handelnde Akteure in Sachsen-Anhalt? Diese und mehr Fragen stehen im Mittelpunkt der Landeskonferenz „Demokratie vor Ort stärken“ am 29. Juni in Weißenfels.

Mehr als 150 Teilnehmer/-innen aus Verbänden, Vereinen, Netzwerken und lokalen Bündnissen sowie aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft diskutieren unter anderem Themen wie „Zivilgesellschaftliches Engagement wecken, stärken und anerkennen“, „Sport frei! von Rechtsextremismus?!“ oder „Demokratie braucht Integration – Engagement von Migrant/-innen vor Ort“.
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30.05.2011

Kirchentag in Dresden beschäftigt sich mit dem Thema Rechtsextremismus

Miteinander e.V. beteiligt sich an den Aktivitäten der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Vom 1. bis 4. Juni findet in Dresden der 31. Evangelische Kirchentag statt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, in der Miteinander e.V. aktiv mitarbeitet, präsentiert sich dort mit einem eigenen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten (Standnr. V4 E02) und einem interessanten Veranstaltungsprogramm.
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Kirchentag 2011 BAG_Kirche_und_Rechtsextremismus (PDF, 68 KB)

15.05.2011

Breiter Protest gegen Neonaziaufmarsch in Salzwedel

Am gestrigen Samstag wurde ein Aufmarsch von ca. 150 Neonazis in der Hansestadt Salzwedel durch vielfältigen und lautstarken Protest begleitet. Einem breiten Bündnis von Parteien, Gewerkschaften, Kirche, Jugendarbeit, Antifa und weiteren Gruppen gelang es, den Aufmarsch der Rechtsextremen u.a. durch Sitzblockaden zu verkürzen. Die vorgesehene Route des Aufmarsches musste daher geändert werden. Miteinander „zeigt sich jedoch enttäuscht von der Einsatzleitung der Polizei, die den Rechtsextremen doch noch den Weg auf einer anderen Route frei räumte“. Doch auch auf der Ersatzroute mussten die Neonazis aufgrund der Proteste immer wieder kurzzeitig stoppen. Auch jenseits des Aufzugs gab es im gesamten Innenstadtgebiet vielfältige Kundgebungen und Aktionen, bei denen Rechtsextremismus thematisiert und den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wurde.
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12.05.2011

Brandsätze auf Linksalternative - Demoanmelder aus Rockerszene

Miteinander e.V. fordert Verbot des Naziaufmarsches am 14. Mai in Salzwedel

Nach einem Brandanschlag auf das soziokulturelle Zentrum "AZ Kim Hubert" nur zwei Tage vor dem geplanten Naziaufmarsch setzt sich Miteinander e.V. für ein Verbot der rechten Versammlung am kommenden Samstag ein. Da aufgrund der Tatumstände der vorherigen Angriffe auf das AZ auch dieses Mal von rechten Tätern ausgegangen werden muss, fordert Miteinander Konsequenzen gegen die militanten Neonazis.

Pascal Begrich Geschäftsführer des Vereins Miteinander e.V. dazu: "Wir sind entsetzt angesichts der aktuellen Vorkommnisse und sehen dem Aufmarsch und dem damit zusammenhängenden Gewaltpotential mit großer Sorge entgegen. Wir fordern die Polizeidirektion als Versammlungsbehörde auf, die Konsequenz aus den Vorfällen der letzten Zeit zu ziehen und den Naziaufmarsch zu verbieten"
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12.05.2011

Zwei Tage vor Neonaziaufmarsch: Brandanschlag auf linkes Zentrum in Salzwedel

Täter_innen nehmen Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf

Eine Sprecherin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V.: „Aufgrund mehrerer rechter Angriffe aus das Zentrum in diesem und dem letzten Jahr ist von einem Zusammenhang mit dem Neonaziaufmarsch am Samstag in Salzwedel auszugehen.“

In der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr wurde das Autonome Zentrum „Kim-Hubert“ (AZ) in Salzwedel von Unbekannten mit drei Brandsätzen angegriffen. Eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung betont: „Zur Tatzeit befanden sich mehrere Personen im Gebäude, in dem von außen erkennbar Licht brannte. Es ist davon auszugehn, dass die Täter_innen Körperverletzungen und Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf nahmen. Nur durch Glück und umsichtiges Handeln der Anwesenden kam niemand zu Schaden, allerdings richteten die Brandsätze Schaden an der Fassade an.“

Einer der Flaschenbrandsätze traf zwischen zwei Fenster und richtete dort Sachschaden an, die andern trafen unmittelbar vor dem Haus auf dem Bordstein auf - unweit eines leicht entflammbaren Haufens Plastikmüll, der an einer benachbarten Hauswand lehnte.

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AREX-Hintergrundpapier 2/2011 erschienen

28.04.2011

AREX-Hintergrundpapier 2/2011 erschienen

Wie Neonazis den 1. Mai instrumentalisieren

Im aktuellen Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus wird die historische Bedeutung des 1. Mai für die extreme Rechte beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird die aktuelle Argumentation der Nazis gegen die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Arbeitnehmerfreizügigkeit als das enttarnt, was sie ist: kein Ausdruck eines modernen Politikverständnis' sondern eine Deutung, die in der Traditionslinie des historischen Nationalsozialismus steht.

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AREX-Hintergrundpapier 2/2011 (PDF, 486 KB)

Halle blockt. Naziaufmarsch am 1.Mai verhindern!

18.04.2011

Halle blockt. Naziaufmarsch am 1.Mai verhindern!

Aufruf des Bündnisses "Halle gegen rechts"

Unter dem Motto „Halle blockt. Naziaufmarsch verhindern“ hat das Bündnis "Halle gegen Rechts" es sich zum Ziel gesetzt, den von Neonazis geplanten Aufmarsch am 1.Mai in Halle zu verhindern. Miteinander e.V. und zahlreichen weitere Organisationen und Einzelpersonen unterstützen den Aufruf des Bündnisses.



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Aufruf_Halle blockt (PDF, 143 KB)

Bühne frei für Respekt

19.04.2011

Bühne frei für Respekt

Broschüre dokumentiert Praxiserfahrungen des dreijährigen Modellprojekts

Das dreijährige Modellprojekt „Bühne frei für Respekt“ beim Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. lief Ende Dezember 2010 planmäßig aus. Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten Jugendlichen sind nun in der Broschüre „Bühne frei für Respekt – Praxiserfahrungen eines Modellprojektes“ zusammengefasst.
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Bühne frei für Respekt_Broschüre (PDF, 12.66 MB)

18.04.2011

Frühjahrsausgabe des Newsletters der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunktthema: "Ausgrenzungsdiskurse und zunehmende Entsolidarisierung"

Mit den "Informationen der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt" informiert die Opferberatung regelmäßig über ihre Arbeit, rechte Gewalt und Gegenmaßnahmen. Die Frühjahrsausgabe des Newsletters widmet sich dem Thema "Ausgrenzungsdiskurse und zunehmende Entsolidarisierung".
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Mobile Opferberatung_Newsletter Nr. 33 (PDF, 246 KB)

28.03.2011

Theaterprojekt sucht interessierte Teilnehmer/innen!

"Darüber spricht man nicht" - ein Forumtheaterprojekt zum ganz alltäglichen Rechtsextremismus

Für ein Theaterprojekt zusammen mit TheaterDialog suchen wir aktive Menschen ab 18 Jahren mit und ohne Schauspielerfahrung, die gemeinsam mit uns ein Forumtheaterstück entwickeln und in Sachsen-Anhalt auf Tour gehen wollen.
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FRATT - Fighting Racism through Theatre

27.03.2011

FRATT - Fighting Racism through Theatre

Neues internationales Theaterprojekt bei Miteinander e.V.

Theater hat die Kraft Wirklichkeiten in Frage zu stellen, es schafft den Raum zum ausprobieren von Alternativen zu Bestehenden, Todgeschwiegenes aufzudecken und zu bearbeiten…
Im Frühling dieses Jahres startet das internationale Projekt „FRATT - Fighting Rascism through Theatre” im Rahmen des Programms der Europäischen Union „Fundamental rights and citizenship“.

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NPD verpasst Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt

21.03.2011

NPD verpasst Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. sieht demokratische Kultur gestärkt

Miteinander e.V. hat sich erleichtert über das Scheitern der NPD bei den Landtagswahlen gezeigt. „Der Sonntag war ein guter Tag für die demokratische Kultur in Sachsen-Anhalt“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Montag in Magdeburg. „Das Scheitern der NPD ist ein Erfolg für die vielen Einzelpersonen, Initiativen und demokratischen Parteien, die sich in den vergangenen Wochen gegen die NPD und ihre menschenverachtende Propaganda engagiert haben.“
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17.03.2011

Gewaltphantasien des Spitzenkandidaten Heyder offenbaren erneut das Selbstverständnis der NPD als neonazistische Kampfpartei

Die jetzt bekannt gewordenen Foreneinträge, die dem NPD-Spitzenkandidaten Matthias Heyder zugeschrieben werden, zeigen nach Auffassung von Miteinander e.V. den neonazistischen Charakter der NPD.

„Gewaltphantasien und die Anwendung von Gewalt nicht nur gegenüber dem politischen Gegner sind in der rechtsextremen Szene nicht die Ausnahme sondern die Regel“, erklärte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins Miteinander. „Erscheinungsbild und Propaganda der extremen Rechten sind von jeher durch Menschenverachtung und eine Ästhetisierung politischer Gewalt geprägt.“ Dies findet seinen traurigen Beleg nicht zuletzt in der Statistik rechter Gewaltstraftaten und Morde. So sind seit 1990 allein in Sachsen-Anhalt zwölf Menschen durch Rechtsextreme getötet worden.
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Miteinander e.V. veröffentlicht Handreichung zur „Schulhof-CD“ der NPD

15.03.2011

Miteinander e.V. veröffentlicht Handreichung zur „Schulhof-CD“ der NPD

Der Verein Miteinander e.V. hat am Dienstag in Magdeburg eine Handreichung zur pädagogischen Auseinandersetzung mit der von der NPD seit Wochenbeginn verteilten "Schulhof-CD" veröffentlicht. Die neonazistische Partei hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, in der letzten Wahlkampfwoche in Sachsen-Anhalt rund 10.000 "Schulhof-CDs" zu verteilen. Nach Informationen der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. hat die Verteilung vor den Schulen in einigen Regionen des Landes begonnen.
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Argumentationshilfe gegen die Schulhof-CD 2011 (PDF, 396 KB)

21.02.2011

Mobile Opferberatung zieht Jahresbilanz 2010

Anstieg bei rassistischen Gewalttaten um nahezu 50 Prozent

Für das Jahr 2010 hat die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V. insgesamt 101 politisch rechts motivierte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt registriert. Davon waren mindestens 176 Menschen direkt betroffen. In 85 Prozent der Fälle handelt es sich um Körperverletzungsdelikte (86). Demgegenüber gab das Innenministerium heute 80 politisch rechts motivierte Gewaltstraftaten für 2010 bekannt, davon 65 Körperverletzungsdelikte (81 Prozent). Die Diskrepanz zwischen den Zahlen erklärt sich u.a. dadurch, dass die Mobile Opferberatung auch Gewalttaten dokumentiert, die nicht zur Anzeige gebracht wurden sowie in Einzelfällen auch Bedrohungen/Nötigungen (9) und Sachbeschädigungen (1), wenn diese mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen verbunden waren.
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10.02.2011

Hintergrundpapier 1/2011

Grenzen der Bewegung - Krise rechtsextremer Demonstrationspolitik?

Für Mitte Februar ruft die neonazistische Szene, wie seit vielen Jahren zu verschiedenen Demonstrationen in Dresden auf. Der Aufmarsch in Dresden hatte sich über Jahre zum größten „Event“ des europäischen Neonazi-Netzwerkes entwickelt. Im vergangenen Jahr gelang es erstmals einem breiten Bündnis von Nazigegner/innen diesen Aufmarsch zu verhindern und den Organisator/innen somit eine empfindliche Niederlage zu bescheren.
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AREX Hintergrundpapier 1-2011 Demonstrationspolitik (PDF, 189 KB)

24.1.2011

Extreme Zeiten

Sechs gute Gründe gegen die "Extremismuserklärung" zu protestieren

Miteinander e.V. schließt sich einem Protestaufruf der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., des Kulturbüros Sachsen e.V, der Opferperspektive Brandenburg e.V. sowie des Vereins Demokratische Kultur in Berlin e.V. gegen die "Extremismusklausel" an:

Derzeit sind viele Träger von Projekten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus mit der Tatsache konfrontiert, dass das Bundesfamilienministerium im Rahmen der Förderung aus dem neuen Bundesprogramm “Toleranz fördern – Kompetenz stärken” das Unterzeichnen einer so genannten Demokratieerklärung gegen Extremismus verlangt.
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Extremismuserklärung (PDF, 22 KB)

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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