Gedenken an die deportierten Jüdinnen:Juden

Gedenkplatte vor dem Hauptbahnhof Magdeburg mit der Inschrift: "Hier verschwand ein Mensch. Deportation 1942-1944".Vor 80 Jahren, am 14. April 1942, ging von Magdeburg aus der erste Deportationszug mit etwa 1.000 Jüdinnen und Juden aus der Region Magdeburg-Anhalt in das Warschauer Ghetto. Bis Januar 1944 sollten sechs weitere Züge nach Theresienstadt und Auschwitz folgen.

Das Bündnis gegen Rechts, der Förderverein Neue Synagoge und das Forum Gestaltung laden zum Gedenken ein – am Vorabend des 80. Jahrestags der ersten Deportation am Mittwoch, den 13. April 2022, um 17 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof. Die musikalische Umrahmung übernimmt Martin Müller. Zum Infektionsschutz bitten wir die Teilnehmenden um die Nutzung einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung und die Wahrung des Mindestabstandes.

Im Anschluss an das Gedenken (ca. 18.30 Uhr) wird im Forum Gestaltung (Brandenburger Straße 9-10) der Dokumentarfilm „Nacht und Nebel“ (Frankreich 1955, Regie: Alain Resnais. Mit Texten von Jean Cayrol/Paul Celan. Musik von Hanns Eisler).

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Jahresbilanz unserer Mobilen Opferberatung 2021

Statistische Grafiken zur Jahresbilanz 2021 der Mobilen OpferberatungRechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Sachsen-Anhalt auf hohem Niveau des Vorjahres

156 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 213 direkt Betroffenen hat unsere Mobile Opferberatung für das Jahr 2021 in Sachsen-Anhalt registriert. Damit wurden alle zwei bis drei Tage Menschen angegriffen und zum Teil erheblich verletzt, weil sie als nicht zugehörig, von vermeintlich geltenden Normen abweichend, unerwünscht und minderwertig angesehen wurden. Zudem ist weiterhin von einer hohen Anzahl nicht angezeigter und auch der Mobilen Opferberatung nicht bekannt gewordener, politisch rechts motivierter Angriffe auszugehen, die bislang in keiner Statistik auftauchen.

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Es dürfen keine Doppelstrukturen entstehen

Pressemitteilung unseres Bundesverbands Mobile Beratung zum angekündigten Aktionsplan gegen Rechtsextremismus

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat einen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus mit zehn Maßnahmen vorgelegt. Geplant ist unter anderem, Rechtsextreme schneller aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen und Menschen im Umgang mit Verschwörungserzählungen zu unterstützen. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) begrüßt die Initiative, warnt aber davor, Doppelstrukturen zu schaffen.

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#Bildungshappen. Folge 10: Antifeminismus

Warum Antifeminismus und Rechtsextremismus zusammen besprochen werden müssen

#Bildungshappen. Folge 10. HinweisgrafikAntifeminismus ist ein zentrales Ideologieelement der extremen Rechten, das auch den Rechtsterroristen des Anschlags am 9. Oktober in Halle angetrieben hat. Folge 10 unseres Podcast widmet sich den Zusammenhängen zwischen Antifeminismus von Rechtsextremismus. Hierzu haben wir mit unserer Referentin Lena Lehmann von der Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus gesprochen. Wir erläutern u.a., warum die extreme Rechte ein Problem mit emanzipierten Frauen hat und informieren über die verschiedenen antifeministischen Strömungen. Die feministische Bewegung wurde aktuell auch immer wieder von Personen angegriffen, die sich als solche verstehen, aber sich offen LGBTQI+-feindlich und rassistisch äußern. Auch hierauf nehmen wir Bezug: Es braucht die Solidarität zwischen Feminist*innen mit oftmals unterschiedlichen Lesarten und Erklärungsansätzen. Und es ist notwendig, Antirassismus, Antifaschismus und Feminismus zusammenzudenken.

#Bildungshappen. Folge 09: Naturschutz ist Heimatschutz?

Die extreme Rechte und die Ökologie

Titelbild: Bildungshappen Folge 9Von jeher widmen sich Akteur*innen der extremen Rechten dem Thema Umweltschutz – als Heimatschutz, aufgeladen mit völkischen und antisemitischen Ideen. Aktuell finden Öko-Rechte vor allem in Zusammenhang mit der Anastasia-Bewegung oder völkischen Siedlungsprojekten öffentliche Beachtung. Auf den ersten Blick wirken sie harmlos; im Hippie-Outfit und im eigenen Gemüsegarten geben sie sich als ökologisch bewusste Nachbar*innen. Über die ideologischen Hintergründe rechtsextremer Naturschutzbewegungen und deren Gefahr für eine demokratische Gesellschaft haben wir in der neunten Folge unseres Podcasts mit Jonas Duhme, Fachreferent zum Thema Rechtsextremismus und Ökologie, gesprochen.

Wir erinnern an die ermordeten Sint*izze und Rom*nja aus Magdeburg

Gedenkstele für die ermordeten Sinti und Roma aus Magdeburg

Am 1. März 2022 jährt sich zum 79. Mal die Deportation der Sint*izze und Rom*nja aus dem „Zigeunerlager“ am Holzweg/Silberberg in Magdeburg nach Auschwitz. Dort wurden 340 von ihnen – Kinder, Frauen und Männer – ermordet. Ihrer möchten das BgR Magdeburg und Miteinander e.V. zusammen mit der Stadtbibliothek an diesem Tag gedenken:

              • 16.00 Uhr | Gedenkkundgebung | Namensstele am Florapark
              • 17.00 Uhr | Filmvorführung: „Was mit Unku geschah“ | Stadtteilbibliothek Florapark
              • 19.30 Uhr | Kommentierte Lesung: Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sint*izze und Rom*nja im Nationalsozialismus | Zentralbibliothek

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Wir gedenken der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau

Plakat zum zweiten Jahrestags der rassistischen Morde in Hanau am 19. Februar 2022Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu: Das sind die Namen jener Menschen, die am 19. Februar 2020 in Hanau ermordet worden sind. Menschenhass und Rassismus waren die Motive des Täters. Zum zweiten Jahrestag der rechtsterroristischen Morde gedenken wir der Opfer und rufen zur Teilnahme an den Gedenkkundgebung des Antirassistischen Netzwerks Sachsen-Anhalt am 19. Februar 2022 um 15.30 Uhr am Steintor in Halle (Saale) auf.

Wir schließen uns den Forderungen der Initiative 19. Februar nach angemessener Erinnerung, sozialer Gerechtigkeit für die Betroffenen, lückenloser Aufklärung und politischen Konsequenzen an.

Gemeinsam wollen wir der Opfer gedenken, den Betroffenen zuhören und daran erinnern: Rassismus tötet. Gemeinsam wollen wir dafür kämpfen, dass dieser Satz morgen nur noch Geschichte ist.

Querdenkern und Neonazis Grenzen setzen, Demokratie schützen

Nach der gestrigen Demonstration von „Querdenker*innen“ und Neonazis in Halberstadt fordert Miteinander e.V. ein Umdenken bei Polizei und Politik: „Dieser Aufzug vor dem Wohnhaus des Halberstädter Oberbürgermeisters Daniel Szarata stellt eine bedrohliche Grenzüberschreitung dar.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Eine solche Eskalation muss Konsequenzen haben – für die Beteiligten sowie die polizeiliche und politische Einschätzung der ‚Corona-Proteste‘.“

„Unsere Solidarität gilt Daniel Szarata, seiner Familie und allen Engagierten, die von Akteuren der ‚Corona-Proteste‘ bedroht werden.“, so Pascal Begrich weiter. „Nicht erst die Ereignisse in Halberstadt haben Radikalisierung und Bedrohungspotential der Proteste deutlich gemacht. Kommunalpolitiker*innen, Journalist*innen und Kritiker*innen der wöchentlichen Aufzüge geraten immer wieder ins Visier von ‚Querdenken‘ und der extremen Rechten. Sie müssen wirksam geschützt werden.“

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25. Todestag von Frank Böttcher

Gedenstein für Frank Böttcher in MagdeburgEinladung zum Gedenken

Vor 25 Jahren, am 8. Februar 1997, wurde der 17jährige Frank Böttcher von einem gleichaltrigen Neonazi getötet. Er wurde angegriffen, weil der Täter sich provoziert fühlte – vom Haarschnitt und der Kleidung des jungen Punks. Er musste sterben, weil Neonazis Minderheiten und alternative Jugendkulturen zum Feind erklärt haben. Daran und an die Kontinuität von Menschenhass und rechter Gewalt wird am 08.02.2022 mit zwei Veranstaltungen um 16 Uhr (Gedenkkundgebung) und 19 Uhr (Online-Talk) erinnert.

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Polizei beim Coronaprotest

Ankübndigung Twiiter-Space: Die Polizei beim CoronaprotestTwitter-Space des Kulturbüros Sachsen

am 12.01.2022 um 20.30 Uhr

Nachdem das Kulturbüro Sachsen in seinem letzten Twitter-Space eine Bestandsaufnahme zu den Corona-Protesten in Sachsen versucht haben, soll jetzt noch einmal der Blick geschärft werden:

Von Zwönitz bis Hamburg – in Dörfern, kleinen Städten und Metropolen wird nach wie vor gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert. Was als „Spaziergang“ deklariert wird, sind oft nicht angemeldete Aufmärsche, die gegen derzeit gültige Auflagen verstoßen. Wie geht die Polizei mit diesem kollektiven Rechtsbruch um? Beamt*innen werden teilweise von den Demonstrierenden angegriffen. Andere sympathisieren auch mit dem Protest und lassen die Leute laufen.

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