Streiten mit Neonazis?

Zum Umgang mit öffentlichen Auftritten von Rechtsextremisten

Hrsg.: Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. / Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Magdeburg und Halle (Saale) 2008, 2. überarbeitete und aktualisierte Auflage.

Neonazistische Gruppen in Sachsen-Anhalt sind in den zurückliegenden Monaten zunehmend dazu übergegangen, Veranstaltungen zu den verschiedensten Themen zu besuchen und sich dort auch zu Wort zu melden. Ziel ist es dabei, die gesellschaftliche Ächtung rechtsextremer Positionen zu umgehen und sich als scheinbar legitimer Partner in politischen Aushandlungsprozessen und bei Diskussionen darzustellen. Diese so genannte Strategie der Wortergreifung ergänzt das bisher bekannte Aktionsspektrum der extremen Rechten.

Diese Broschüre hat das Ziel, über die Strategie der öffentlichen Auftritte von Neonazis zu informieren, und anhand ausgewählter programmatischer Inhalte der NPD und der so genannten Freien Kameradschaften nachzuweisen, dass organisierte Neonazis, unter welchem Namen sie auch auftreten mögen, kein Dialogpartner demokratischer Institutionen, Vereine und Parteien sein können. Es gilt, sich mit den Inhalten rechtsextremer Politikangebote auseinander zu setzen, ohne sich von ihren Akteur/innen die Form diktieren zu lassen. Weltanschaulich gefestigte Neonazis sind Argumenten nicht zugänglich; sie wollen vielmehr Aufmerksamkeit erregen, politisch Andersdenkende durch ihre Präsenz einschüchtern und sich gegenüber ihrer eigenen Klientel in Szene setzen.

Schließlich will die Broschüre konkrete Handlungsanleitungen zur Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung geben, die von Neonazis zum Zwecke der Selbstdarstellung missbraucht werden könnte.

 

Download:

Streiten_mit_Neonazis_2008