Miteinander e. V. fordert ein entschlossenes Eintreten für eine offene Gesellschaft

Nach den Kommunal- und Europawahlen hat Miteinander e. V. vor einer Stigmatisierung der ostdeutschen Bundesländer gewarnt: „Statt sich auf die Stimmen von Hatern und Wutbürgern zu konzentrieren, sollten wir jenen zuhören, die sich tagtäglich für eine offene Gesellschaft einsetzen.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins. „Es braucht mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für Bürgermeister*innen und kommunale Abgeordnete, für ehrenamtlich Engagierte und Kulturschaffende, für alle, die sich auch unter schwierigen Bedingungen für eine vielfältige und solidarische Alltagskultur stark machen. Ihnen gilt gerade in diesen Tagen unser Dank und unsere Solidarität.“

Begrich ergänzte:  „Mittlerweile verfügt der Rechtspopulismus in Ostdeutschland über ein stabiles Wählerpotential. Mit den Erfolgen bei den Kommunalwahlen wird er sich wohlmöglich dauerhaft auf allen parlamentarischen Ebenen verankern. Dieser Herausforderung für die Demokratie in einer offenen Gesellschaft müssen wir uns stellen – ohne pauschale Zuschreibungen gegenüber den Ostdeutschen, sondern mit differenzierten Analysen und beständigem Engagement.“