Im Schatten der Wende

Rassismus und Neonazismus in Zeiten des Umbruchs

Hrsg.: Miteinander e.V./Arbeitsstelle Rechtsextremismus, 2. korr. und erw. Auflage, Magdeburg und Halle (Saale) 2015, 64 Seiten.

Im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit für zeithistorische Ereignisse steht aus Anlass des 25. Jubiläums, die Zeit des Umbruchs in der DDR und der Wiedervereinigung. Diese Zeit wird von zahlreichen Menschen in den östlichen Bundesländern als ein befreiender Aufbruch in Politik, Gesellschaft, Kultur und Alltag erinnert, der mit einem Zugewinn an Lebensqualität verbunden war.

Angesichts dessen gerät aus dem Blick, dass und in welcher Weise die Zeit der frühen 1990er Jahre nicht nur für den Aufbruch in die Demokratie stand. Im Schatten der Erinnerung an Wende und Wiedervereinigung stehen der massive Anstieg rassistischer Gewalt, die temporäre Hegemoniefähigkeit einer rechten Jugendkultur und die Wahlerfolge rechter Parteien in den 1990er Jahren. Die vorliegende Streitschrift wendet sich bewusst diesen Schattenseiten zu. Sie beschreibt, wie im Zuge des gesellschaftlichen Umbruchs (nicht nur) in Ostdeutschland Menschen marginalisiert und diskriminiert wurden.

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