Aktivierende Erinnerung | Activating Remembrance

Tafel im Gedenken an die Deportationen in Magdeburg„Historische Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement. Ein Werkstattgespräch“

Unter diesem Titel veranstalten wir am 8. Juli 2021 eine Konferenz im Rahmen von MemAct!. Die Arbeitstagung diskutiert Grenzen und Möglichkeiten der historischen Bildung für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Vor dem Hintergrund rechter Diskurserfolge werden aktuelle Herausforderungen für die Gedenkarbeit erörtert. Das Werkstattgespräch bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion der eigenen Praxis. – English version below.

Wir freuen uns auf einen anregenden Nachmittag mit folgendem Programm mit Teilnehmenden aus Deutschland, Polen und dem MemAct!-Projekt:

14.00 Uhr | Begrüßung und Einführung

14.20 Uhr | Herausforderung: Praxis. Reflexionen zur Praxis der historischen Bildung

16.15 Uhr | Standortbestimmung. Grenzen und Möglichkeiten der Gedenkarbeit

Forum I: Gedenkarbeit und zivilgesellschaftliches Engagement

Wie können Geschichte und historische Bildung für aktuelle Debatten nutzbar gemacht werden? Welche historischen Fragestellungen finden sich in aktuellen Diskursen wider? Welche Themen und Ansätze der Gedenkarbeit können für demokratisches Engagement aktivieren? Wo sind Grenzen der Inanspruchnahme für die Diskurse der Gegenwart? Wo muss sich historische Bildungsarbeit überdenken?

Forum II: Angriffe auf die Gedenkarbeit

Wie kann mit diskursiven Angriffen auf die Erinnerungsarbeit umgegangen werden? Wie begründet sich die Erinnerungsarbeit über die NS-Zeit zeitgemäß? Wo ist die Grenze zwischen Hinterfragen und Provozieren in historischer Bildung und Gedenkarbeit?

18.00 Uhr | Schlussbetrachtung

Das Projekt MemAct!

MemAct! diskutiert und entwickelt Modelle der Holocaust Education, die Fragen gesellschaftlicher Verantwortung adressieren. Im Zentrum der Zusammenarbeit und des transnationalen Austausches stehen partizipative Methoden der Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus in Museen, Gedenkstätten und Schulen. MemAct! verknüpft Formen der historischen Bildung mit Interventionen gegen Diskriminierung sowie kritischer Bildungsarbeit gegen Rassismus und Antisemitismus. Projektpartner sind das Galicia Jewish Museum (Polen), Terraforming South (Serbien), EDAH o.z. (Slowakei), Miteinander e.V. (Deutschland) sowie der Verein Schloss Hartheim, die Pädagogische Hochschule Oberösterreich und die Städtischen Museen Linz (Österreich). MemAct! wird durch das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der Europäischen Union unterstützt und von der Abteilung für Kunstvermittlung der Städtischen Museen Linz geleitet.

MemAct! develops methods of Holocaust Education, addressing questions of societal responsibility. The transnational exchange project focuses on participatory ways of teaching about National Socialism in museums, memorials and schools. MemAct! connects methods of historical education with interventions against discrimination as well as critical education about racism and antisemitism. MemAct! is a partnership of the Galicia Jewish Museum (Poland), Terraforming South  (Serbia), EDAH o.z. (Slovakia), Miteinander e.V. (Germany), and Hartheim Castle, Pädagogische Hochschule Oberösterreich, Museums of the City of Linz (Austria). MemAct! is supported by the European Union programm „Europe for citizens” and led by the department of cultural education at the Nordico Linz Museum.

The meeting asks, how Holocaust Education can support challenging current and historical manifestations of antisemitism and right-wing extremism. Against the background of right-wing extremist discourse successes, current challenges for memorial work are also to be discussed. The event presents the opportunity to exchange experiences and reflect as a group on their best practices.

The Program

2.00 pm | Welcome Remarks and Introduction

2.20 pm | Practice Challenges. Reflections on Holocaust Education

4.15 pm | Location Determinations. Limits and Possibilities of Holocaust Education

Panel I: Remembrance and Civil Engagement

Which current topics hold historical continuity that are essential to point out? Which historical topics could shed light on current problems? What are the problems and topics that we have to be aware of? Where do we need to question our own practice?

Panel II: Attacks against Remembrance

How can we deal with (discursive) attacks on our work? How do we justify our work contemporarily?  Where is the line between questioning and provoking, when it comes to Holocaust Education?

6.00 pm  | Final Remarks