Heute, am 9. Januar 2026, jährt sich der rassistische Angriff auf einen Schüler in Pömmelte bei Schönebeck/Elbe zum zwanzigsten Mal. Der Angriff löste damals überregional Entsetzen aus. Den Begriff „Baseballschlägerjahre“ für die rassistische Gewalt der 1990er und 2000er Jahre gab es da noch nicht. Aber dass rechte Jugendliche einen 12jährigen Schüler aus rassistischen Motiven über eine Stunde lang quälen und erniedrigen, ohne dass dies im örtlichen Umfeld der Tat jemand bemerkt haben will und dem Einhalt gebot, konnten viele nicht fassen.
Das Geschehen vor 20 Jahren an der Bushaltestelle in Pömmelte ist Beleg dafür, dass die Kontinuität rassistischer und rechts motivierter Gewalt zu keinem Zeitpunkt unterbrochen war. Die Ausdrucksformen des jugendkulturellen Neonazismus haben sich gewandelt. Geblieben ist dessen empathielose und ideologisch motivierte Gewaltbereitschaft, die den Tod ihrer Opfer in Kauf nimmt.
Wir erinnern mit einem Blogbeitrag an den rassistischen Angriff und seine Folgen.


