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Geschlechterreflektierende Pädagogik und Rechtsextremismusprävention

Die Kategorie Geschlecht und die damit verbundene Vorstellung „wahrer“ Männer und „echter“ Frauen ist im Rechtsextremismus elementar. Sie bietet eine ordnende und orientierende Funktion im Konstrukt der „deutschen Volksgemeinschaft“. Diese Geschlechterbilder, welche als natürlich vorgegeben verstanden werden, spielen in rechtsextremer Kindererziehung eine zentrale Rolle. Die stereotypen Rollenzuschreibungen verheißen Klarheit und können als Motive in der Hinwendung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur rechtsextremen Szene dienen. Nicht zuletzt zeigen extrem rechte Kampagnen gegen Gleichstellungspolitiken und Gender-Theorien Schnittstellen mit antifeministischen Diskursen in der so genannten Mitte der Gesellschaft.

Demzufolge braucht eine gelingende Präventionsstrategie gegen Rechtsextremismus eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von Geschlecht und den damit verbundenen Anforderungen.

Unsere Referentinnen der Kompetentzstelle Eltern und Rechtsextremismus werfen im Workshop der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V. werfen einen Blick auf Geschlechterrollen in rechtsextremer Ideologie und Lebenswelt, auf Vorstellungen von Volk, Familie und Erziehung und antifeministische Erscheinungsformen. Anhand von Übungen diskutieren wir die Bedeutung geschlechterreflektierender Ansätze in der pädagogischen Arbeit. Der Workshop findet am 17. Oktober in Döbeln statt. Weitere Information finden sich bei der agif.