Zum Prozessauftakt gegen Adrian Ursache

Gefahren der Reichsbürgerbewegung offen benennen und dafür sensibilisieren

Heute beginnt in Halle der Prozess gegen Adrian Ursache, den selbsternannten „Reichsbürger“ aus Reuden. Aus diesem Anlass erinnert Miteinander e.V. daran, dass die Dimension der Reichsbürgerbewegung von Behörden und Öffentlichkeit über Jahre unterschätzt wurde. „Die sehr heterogene Reichsbürgerbewegung hat fließende Übergänge in den Neonazismus und weist seit Jahren eine hohe Gewaltbereitschaft gegenüber Vertretern des Staates auf. Es ist notwendig, die von der Reichsbürgerbewegung ausgehenden Gefahren offen zu benennen.“, so David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg.

Begrich ergänzte: „Um beispielsweise die Mitarbeiter von kommunalen Ämtern vor der Konfrontation mit Reichsbürgern zu schützen, braucht es eine kontinuierliche Sensibilisierung und Schulung zur Vermittlung von Handlungssicherheit.“

Immer häufiger verfügen „Reichsbürger“ über enge Kontakte zur militanten Neonazi-Szene oder sind in deren Netzwerke eingebunden. So wurde Adrian Ursache am Tag der polizeilich verzogenen Zwangsräumung von militanten Neonazis aus dem Burgenlandkreis unterstützt.