Jahresbilanz der Mobilen Opferberatung 2020

Statisititsche Übersicht zu den rechten Gewalltaten 2020 in Sachsen-AnhaltUnsere Mobile Opferberatung hat heute in Kooperation mit der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten Region Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg ihre Jahresbilanz zu rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen-Anhalt 2020 vorgelegt. Die beiden Beratungsprojekte haben im letzten Jahr 155 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit mindestens 219 direkt Betroffenen registriert. Darunter fällt auch ein versuchter rassistischer Mord an einem 21-jährigen Geflüchteten in Halle (Saale), bei dem die Strafverfolgung von Verharmlosung und Untätigkeit geprägt war. Insgesamt hat sich die Anzahl der bekannt gewordenen rechts, rassistisch und antisemitisch motivierten Angriffe im Vergleich zum Vorjahr – trotz Social Distancing während der Corona-Pandemie – sogar erhöht (2019: 153). Zentrale Motive waren bei den rechten Gewalttaten Rassismus und Hass auf politische Gegner*innen. Insbesondere die Bewegung der Corona-Leugner*innen wirkte als Katalysator für antisemitische Verschwörungserzählungen, Shoa-Relativierung und rechte Gewalt.

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Gemeinsam für eine demokratische Gesellschaft der Vielen!

Logo des Bündnisses Unteilbar Sachsen-AnhaltIm Vorfeld der Landtagswahlen am 6. Juni organisiert das zivilgesellschaftliche Bündnis #unteilbar Sachsen-Anhalt eine Kampagne, um für eine demokratische, solidarische und vielfältige Gesellschaft einzutreten. Als Miteinander e.V. unterstützen wir den Aktions- und Demonstrationsaufruf des Netzwerks. Die Kampagne wird am Samstag, den 10. April 2021 um 13 Uhr auf dem Domplatz in Magdeburg mit einer Auftaktkundgebung eröffnet:

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Podcast zur rechten Kampfsportszene

Ankündigung zur 6. Folge des NDC-Podcasts zu rechtem KampfsportBereits zum sechsten Mal haben wir zusammen mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt einen Podcast produziert. Diesmal dreht sich alles um „Training & Disziplin in nationalsozialistischer Tradition – Die extrem rechte Kampfsportszene“. Wir waren hierzu im Gespräch mit Robert Claus, Herausgeber und Mitautor des Buches „Ihr Kampf. Wie Europas extreme Rechte für den Umsturz trainiert. Die Podacast-Folge kann über Spotify abgerufen werden.

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Zur Vorstellung der PMK-Zahlen Sachsen-Anhalt 2020

„Der 2020 verzeichnete Anstieg bei den antisemitischen Straftaten und Volksverhetzungsdelikten erklärt sich unter anderem aus dem Kontext der Proteste gegen die Corona-Eindämmungsmaßnamen in Sachsen-Anhalt. Diese werden in Halle, Magdeburg und im Burgenlandkreis von Strukturen und Personen der extremen Rechten dominiert und organisiert“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. in Magdeburg.

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Sichtbar gegen Rassismus

Aktionsplakat "Vorsicht Vorurteile" vor dem Magdeburger Rathaus

Dass sich Magdeburg gegen Rassismus positioniert, ist jetzt vor dem Rathaus sichtbar: Gemeinsam mit der Beigeordneten für Soziales, Jugend und Gesundheit, Frau Simone Borris, und weiteren Kooperationspartner*innen brachte unsere Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg heute Bodenaufkleber vor dem Magdeburger Rathaus an, um während der Internationalen Wochen gegen Rassismus alle Vorbeigehenden zum Nachdenken anzuregen. Während die Aufkleber angebracht wurden, blieben schon einige Passant*innen stehen und kamen mit den Akteur*innen ins Gespräch. Passenderweise kommt heute auch der Stadtrat zu seiner Sitzung im Rathaus zusammen. Mit der Aktion beteiligt sich die Partnerschaft für Demokratie der Landeshautpstadt an dem heutigen bundesweiten Aktionstag „Vorsicht Vorurteile“.

Fortbildungsreihe gestartet

Für Mitarbeiter*innen des Strafvollzuges sowie der staatlichen und der freien Straffälligenhilfe hat Anfang März eine interne digitale Fortbildungsreihe des Fachzentrums Radikalisierungsprävention in Vollzug und Straffälligenhilfe Sachsen-Anhalt“ (FRaP) begonnen. Gemeinsam mit dem Landesverband für Kriminalprävention und Resozialisierung Sachsen-Anhalt e.V. und dem Multikulturellen Zentrum Dessau e.V.  haben wir einen Katalog von Online-Fortbildungsangeboten aus den Bereichen religiös begründeter und rechtsextremer Radikalisierungsprävention sowie aus dem Themenbereich Resozialisierung zusammengestellt. Die Themensetzung beruht auf einer systematischen Bedarfsabfrage in den sachsen-anhaltischen Strukturen des Strafvollzugs und der Straffälligenhilfe.

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Zum strafrechtlichen Schutz gegen sog. Feindeslisten

Stellungnahme zum „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches – Verbesserung des strafrechtlichen Schutzes gegen sogenannte Feindeslisten“. Pressemitteilung des VBRG und des BMB

Seit langem fordern engagierte Demokrat:innen, Initiativen und die im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V. (VBRG) zusammengeschlossenen unabhängigen Opferberatungsstellen sowie die im Bundesverband Mobile Beratung e.V. (BMB) zusammengeschlossenen Mobilen Beratungsteams , dass die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden die Bedrohungen durch neonazistische und extrem rechte „Feindes“- bzw. „Todeslisten“ wesentlich ernster nehmen müssen.

Die Bundesregierung will die Veröffentlichung von sogenannten Feindeslisten nunmehr unter Strafe stellen. Als Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.) gemeinsam mit dem Bundesverband Mobile Beratung (BMB e.V.) nehmen wir hierzu Stellung.

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Spendenaufruf für den Kiez Döner in Halle

Der antisemitische, rassistische und frauenfeindliche Anschlag vom 09.10.2019 in Halle ist inzwischen mehr als ein Jahr her. Doch die Erinnerungen sind noch immer nah. Wir kehren täglich an den Kiez Döner als einen Ort des Geschehens zurück. Denn für uns ist weiterhin klar: Der Kiez Döner bleibt! Er muss trotz der schwierigen Umstände erhalten bleiben, um den Attentäter nicht siegen zu lassen. Er muss bleiben, für diejenigen, die um Jana L. und Kevin S. trauern. Er muss bleiben, als Arbeitsort und Einkommen für die Betreibenden und Angestellten. Und er muss bleiben als ein Ort der Solidarität.

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Landheld*innen goes Digital

Für Fachkräfte der Schul-, Jugend- und Sozialarbeit bieten wir ab dem 11. Februar 2021 Online-Seminare im Themenfeld Rechtsextremismus und Radikalisierung an. Neben der Vermittlung von Wissen dienen die digitalen Angebote vor allem auch dem Fachaustausch der Teilnehmenden. Mit einer maximalen Dauer von 60 Minuten sind die Seminare kurzweilige Qualifizierungseinheiten. Die Workshops werden jeweils zweimal zu festen Terminen angeboten und können unabhängig voneinander besucht werden. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldung finden sie auf der Homepage unseres Modellprojekts Landheld*innen.

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Wir sind weiter für euch da.

Ankündigung: Trotz Lockdown: Wir sind weiter für euch da.Angesichts der Corona-Pandemie gilt weiterhin: Um andere und uns zu schützen, haben wir alle Veranstaltungen und Bildungsprojekte abgesagt – ebenso wie weitgehend die direkte Beratung von Betroffenen rechter Gewalt und Akteur*innen für die offene Gesellschaft. Aber wir bleiben aktiv: Wir beraten per Telefon, Mail oder Livechat. Wir informieren und qualifizieren – mit Hintergründen und Analysen, mit Web-Seminaren, unserem Podcast und anderen Formen des digitalen Austauschs. Wir danken euch und Ihnen für Verständnis und Unterstützung. Bleiben wir auch 2021 engagiert, solidarisch und gesund. Bleiben wir #bestaendigfuerdemokratie.