Nach der Urteilsverkündigung im Halle-Prozess

Gestern ging der Prozess gegen den Attentäter von Halle (Saale) zu Ende. Wir gedenken Jana Lange und Kevin Schwarze. Unsere Solidarität gilt ihren Angehörigen und allen Betroffenen des Anschlags – den vom Täter Verletzten in Halle und Wiedersdorf, der jüdischen Gemeinde und dem Kiez-Döner. Unsere Solidarität gilt allen, die durch rechte Gewalt und Rechtsterrorismus bedroht werden. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen von Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus in Halle, Sachsen-Anhalt und anderswo.

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Gemeinsame Pressemitteilung zur Urteilsverkündung im Halle-Prozess am 21.12.2020

Zur Urteilsverkündung im Prozess zum mörderischen antisemitisch, rassistisch und misogyn motivierten Attentats in Halle (Saale) stellen der Verband der Opferberatungsstellen, der Bundesverband derRecherche-und InformationsstellenAntisemitismus (Bundesverband RIAS)e.V., OFEK e.V. –Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie die prozessbegleitenden Dokumentations-und Rechercheplattformen NSU Watch, Zentrum für demokratischer Widerstand e.V. –democ.de und Belltower News die Forderungen der Überlebenden des Attentats durch die gemeinsame Veröffentlichung ihrer Schlussworte in den Mittelpunkt. Und sie erinnern an eine der zentralen Bittender Überlebenden: dass die Berichterstattung auf die Namensnennung des Täters verzichtet und dabei dem Beispiel der neuseeländischen Medien zum Christchurch Attentat folgt.

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Aufruf zur Kundgebung

Solidarität mit den Betroffenen – keine Bühne dem Täter

Plakat zur Solidaritätskundgebung am 21. Dezember 2020Ein breites antirassistisches Bündnis ruft anlässlich der Urteilsverkündung im Prozess gegen den Attentäter von Halle am 21. Dezember ab 8 Uhr zu einer Kundgebung auf. Wir dokumentieren dem Aufruf und laden herzlich zur Teilnahme ein. Alle Informationen, auch mit Blick auf die Corona-bedingten Beschränkungen, findet ihr beim Antirassistischen Netzwerk Sachsen-Anhalt.

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#Bildungshappen. Folge 8: stay#dorfkind

Rechtsextremismus und der ländliche Raum

#Bildungshappen. Folge 8In der achten Folge unseres Podcasts kommen wir mit dem Modellprojekt „stay#dorfkind“ über ländliche Räume und Rechtsextremismus“ ins Gespräch. Wir reden über rechte Akteur*innen, beleuchten die spezifischen Herausforderungen für die Präventionsarbeit und diskutieren Handlungsoptionen für zivilgesellschaftliche Akteur*innen in ländlichen Räumen.

Rechter Hass auf der Straße und im Netz

Digitales Podiumsgespräch am 19. November 2020 um 18 Uhr

Was führt dazu, dass sich Menschen radikalisieren? Was treibt Menschen vom Hass im Internet zur Gewalt auf die Straße? Ist rechte Radikalisierung ein männliches Problem? Gibt es wirklich den Rechtsterroristen als „einsamen Wolf“? Welche Rolle hat zivilgesellschaftliches Handeln in der notwendigen Auseinandersetzung? Wie lässt sich zivilgesellschaftliches Engagement stärken und verstetigen? Über diese und andere Fragen diskutieren wir mit Judith Goetz (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus), Andreas Speit (Journalist), Rachel Spicker (Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus, Amadeu Antonio Stiftung), Ricarda Milke (stellv. Geschäftsführerin Miteinander e.V.) und Valentin Hacken (Sprecher Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage). Dem Gespräch kann via YouTube gefolgt werden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage statt.

#Bildungshappen. Folge 7: Wider die „Corona-Diktatur“

Die Radikalisierung der Proteste gegen die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung

Ankündigung Podcast Folge 7Die sogenannten Coronaproteste haben in den letzten Monaten eine deutliche Radikalisierung gezeigt. Unter dem Label „Querdenken“ formiert sich mittlerweile der Kern einer sozialen Bewegung. Eine Gefahr für die Gesellschaft geht dabei nicht nur von einem Schulterschluss zwischen militanten Hooligans und Neonazis mit habituell gemäßigt auftretenden Milieus aus, sondern auch von einem möglicherweise wachsenden Mobilisierungpotential. Wir sprechen mit unserem Rechtsextremismusexperten David Begrich über Akteure und ideologische Hintergründe der Proteste sowie die Dynamik der Radikalisierung hin zu einer Fundamentalopposition.

Gedenken am Jahrestag des Anschlags in Halle

Gemeinsam mit dem Bündnis Halle gegen Rechts rufen wir mit unserer Mobilen Opferberatung am Jahrestag des Anschlags zum Gedenken an die Getöteten sowie zur Solidarität mit den Überlebenden und Angehörigen auf. Ab heute, dem 7. Oktober, wird es in Halle eine Vielzahl von Veranstaltungen und Kundgebungen verschiedener Initiativen geben, zu denen wir herzlich einladen. Ein Überblick zu den Gedenkaktivitäten am Jahrestag (09.10.) selbst ist auf der Seite des Bündnis Halle gegen Rechts zu finden.

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Erinnerung und Solidarität am Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale)

Pressemitteilung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und der Mobilen Opferberatung bei Miteinander e.V.

Am Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge und den Kiez Döner in Halle, bei dem Jana Lange und Kevin Schwarze getötet wurden, rufen Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und die Mobile Opferberatung bei  Miteinander e.V. zum Gedenken, Erinnern und der Solidarität mit den Überlebenden und Betroffenen des Anschlags auf. Sie kündigen eine gemeinsame Ausstellung und Begegnungsmöglichkeiten auf dem Steintor-Campus an.

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#Bildungshappen. Folge 06: Fake News

Herausforderung für Diskurs und Gesellschaft

Grafik: #Bildungshappen Folge 6Nicht erst seit den von Verschwörungserzählungen geprägten „Corona-Protesten“ stellen Fake News eine Herausforderung für die Debatte dar. Folge 06 unseres Podcasts diskutiert die Auswirkungen von Fake News auf Diskurs und Gesellschaft. Wir informieren über Funktionsweisen in der Debatte und geben Tipps, um Fake News zu erkennen. Zudem erläutern  wir Strategien für eine erfolgreiche Auseinandersetzung.

Gemeinsame Publikation mit der Hochschule Merseburg erschienen

Titelbild Soziale Gruppenarbeit mit straffälligen Jugendlichen

Im Rahmen unserer Arbeit in der Radikalisierungsprävention haben wir an der Hochschule Merseburg 2019 den Sozialen Trainingskurs von Student*innen der Sozialen Arbeit begleitet. Der Kurs wurde im Vorfeld einer zu erwartenden Haftentlassung der jugendlichen Insassen in der Jugendanstalt Raßnitz durchgeführt. Dabei ging es unter anderem um persönliche Diskriminierungserfahrungen der Jugendlichen, Fragen zu politischen Themen sowie unterschwellige Konflikte in den Gruppen. Aus dieser wissenschaftlich-praktischen Zusammenarbeit entstand die Publikation „Soziale Gruppenarbeit mit straffälligen Jugendlichen“. Das Buch erläutert die methodischen Grundideen der Projektarbeit in der Haftanstalt und zeigt besonders gelungene Arbeitsmaterialien, die von Student*innen in den letzten Semestern erarbeitet und angewendet worden sind.

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