Gedenken am Jahrestag des Anschlags in Halle

Gemeinsam mit dem Bündnis Halle gegen Rechts rufen wir mit unserer Mobilen Opferberatung am Jahrestag des Anschlags zum Gedenken an die Getöteten sowie zur Solidarität mit den Überlebenden und Angehörigen auf. Ab heute, dem 7. Oktober, wird es in Halle eine Vielzahl von Veranstaltungen und Kundgebungen verschiedener Initiativen geben, zu denen wir herzlich einladen. Ein Überblick zu den Gedenkaktivitäten am Jahrestag (09.10.) selbst ist auf der Seite des Bündnis Halle gegen Rechts zu finden.

  • Bereits heute, am 7. Oktober 2020, ruft die Initiative 9. Oktober Halle ab 16 Uhr zu einer Kundgebung am Steintor unter dem Motto „Solidarisch gegen Antisemitismus und rechten Terror“ auf.
  • Am 8. Oktober 2020 findet unter dem Motto „Jetzt reden wir!“ eine Kundgebung von Migrant*innen vor dem KiezDöner in der Ludwig-Wucherer-Straße statt. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.
  • Am 9. Oktober laden das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V., die Stiftung Bürger für Bürger und der Verband der Migrantenorganisationen Halle e.V. (VeMo) ab 10 Uhr am Hauptbahnhof und vielen weiteren Orten dazu ein, eine Kreide-Menschenkette zu gestalten.
  • Ab Freitag, dem 9. Oktober, 11 Uhr bis Sonntag, den 11. Oktober präsentieren unsere Mobile Opferberatung und Halle gegen Rechts ab 11 Uhr am Steintor einen Raum der Erinnerung und Solidarität. Unweit der Anschlagsorte stellen wir Videos, Audios und Texte aus, in denen Überlebende und Betroffene des Anschlags zu Wort kommen. Es wird die Möglichkeit geben, am Freitagmittag um 12:01 Uhr die Gedenkminuten mit anderen Menschen zu verbringen und eine Übertragung der an diesem Tag stattfindenden Landesdemokratiekonferenz und der offiziellen Gedenkveranstaltung von Stadt und Land zu sehen. Der Raum der Erinnerung und Solidarität und das Steintor sollen eine Anlaufstelle für Menschen sein, die ihre Anteilnahme und Solidarität ausdrücken und sich mit den Erfahrungen und Forderungen der Überlebenden und Betroffenen auseinandersetzen wollen und am Jahrestag des Anschlags die Möglichkeit für Begegnungen und Gespräche suchen.
  • Unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Hass“ laden am 09.10. die Stadt Halle, das Land Sachsen-Anhalt und die Jüdische Gemeinde Halle zum Gedenken ein: „Um 12.01 Uhr – also zu dem Zeitpunkt, als der Attentäter den ersten Schuss auf die Tür der Synagoge abfeuerte –  werden alle Kirchenglocken für zwei Minuten läuten. Das öffentliche Leben wird für diese Zeit stillstehen. Anschließend wird vom Carillon des Roten Turms ein jüdisches Lied gespielt.“ Um 17 Uhr findet in der Konzerthalle Ulrichskirche die zentrale Gedenkfeier statt.
  • Ebenfalls am 9. Oktober findet ab 12.30 Uhr die (digitale)  2. Landesdemokratiekonferenz des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration in Kooperation mit der Staatskanzlei, dem Ministerium der Kultur und der Stadt Halle im Rahmen des „Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt“ statt.
  • Außerdem findet am 9. Oktober um 19.30 Uhr in der Oper Halle eine Podiumsdiskussion unter demTitel „Aus der Mitte der Gesellschaft? Halle nach dem Anschlag“statt.