Das rechte Wohl des Kindes: Onlinevorträge

Titelblatt des Flyers zur Fachtagung "Das rechte Wohl des Kindes"Am 14. Oktober 2021 richteten unser Bildungsteam und unsere Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus unter dem Titel „Das rechte Wohl des Kindes“ einen Fachtag über das Aufwachsen unter dem Einfluss der extremen Rechten aus. Die Konferenz für pädagogische Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit sowie der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe widmete sich den pädagogischen Herausforderungen für einen handlungssicheren Umgang mit rechtsextremen Eltern und Familien. Zwei der Fachvorträge dokumentieren wir jetzt auf unserem YouTube-Kanal.

Geschlechterkonstruktionen und Erziehung im rechtsextremen Lager – Merkmale und Kontinuitäten

In ihrem Vortrag geht Lisa Auzinger auf rechtsextreme Erziehung und deren Praktizierung in Familien und Jugendarbeit ein. Sie zeigt dabei die Kontinuitäten auf und verdeutlicht die Strukturen anhand konkreter Beispiele. Geschlechterrollen spielen eine zentrale Rolle in rechtsextremen Ideologien sowie in der Erziehung, weshalb darauf ein besonderer Fokus gelegt wird.

Lisa Auzinger ist Lektorin an der Universität Wien, Teil des Forschungsteams im Projekt MEPiM und arbeitet in der Studienberatung der Central European University.

Rechtsextremismus & Kindeswohl als Thema pädagogischer Einrichtungen

Zum Schutz des im Grundgesetz verankerten Rechts der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder werden an den Bestand der Kindeswohlgefährdung in Deutschland hohe Hürden gelegt. Im Vortrag geht Lena Lehmann der Frage nach, ob im Fall einer extrem rechten Erziehung eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Daran wird die pädagogische Perspektive angeschlossen, inwiefern die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung eine Rolle im Umgang pädagogischer Einrichtungen mit Kindern extrem rechter Eltern spielen kann.

Lena Lehmann war in der Jugendsozialarbeit und in den Hilfen zur Erziehung tätig. Sie arbeitet derzeit als Beraterin und Bildungsreferentin bei Miteinander e.V., u.a. im Projekt „Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus“.