Wir suchen Verstärkung

Miteinander e.V. sucht für seine Bildungs- und Beratungsarbeit eine*n Referent*in. Ab dem 01.12.2022 ist ein Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden als Elternzeitvertretung zu besetzen. Der Arbeitsort ist Halle (Salle). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Die Stelle ist auf 12 Monate befristet. Auch wenn die Stelle als Vollzeitstelle angelegt ist, sind Teilzeitmodelle prinzipiell verhandelbar. Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 30.09.2022 ausschließlich per E-Mail an: bewerbung@miteinander-ev.de.

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Ausstellung & Vortrag: Plauen auf dem Holzweg?

15.7.2022, 18:00 Uhr, Ausstellungseröffnung mit Vortrag & Diskussion zur Neonazi-Partei der „III.Weg“

Flyer zu Ausstellung und VortragVom 15. bis 17.7.2022 wird die Karikaturen-Ausstellung „Plauen auf dem Holzweg“ vor dem WELCOME-Treff in der Geiststr. 58 in Halle zu sehen sein; zu folgenden Öffnungszeiten: Freitag, 15.7., 14:00-20:00 , Samstag, 16.7.: 10:00-17:00 und Sonntag 17.7. 12:00-17:00 Uhr.

Zur Eröffnung halten Aktivist*innen vom Colorido e.V. aus Plauen den Vortrag „Plauen und der III. Weg – Ab wann hat die Demokratie ein Problem? – Plauen auf dem Holzweg?“. Sie freuen sich danach auf Austausch und Diskussionen über die Aktivitäten der rechtsextremen Kleinstpartei und Strategien der Gegenwehr.

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Traditionslinien rechten Terrors

Vor 100 Jahren wurde Walther Rathenau ermordet. Seine Mörder kamen bei der Verhaftung auf Burg Saaleck ums Leben. Nach 1990 wurde die Burg in Sachsen-Anhalt zum Wallfahrtsort rechter Gruppen. Unser neuester Blogbeitrag zeigt, dass für die Traditionskonstruktion der extremen Rechten auch der Rechtsterrorismus der Weimarer Republik eine Vorbildrolle spielt. Zugleich werden die ideologische Verbindungslinien zum Rechtsterrorismus bis hin zum Mord an den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke deutlich.

#Bildungshappen. Folge 11: Symbole und Codes der extremen Rechten

Ankündigungsgrafik: Folge 11 der #BildungshappenFolge 11 unseres Podcasts wirft einen Blick auf Symbole und Codes der extrem Rechten und erläutert, wie sie sich im Laufe der Jahre verändert haben. Erörtert werden dabei auch Handlungsoptionen für pädagogische Fachkräfte in der Auseinandersetzung mit rechten Jugendkulturen sowie im Umgang mit jungen  Menschen, wenn diese rechte Kleidungsmarken tragen oder rechte Musik hören.

Weitere Informationen finden sich auch bei den Initiativen „Das Versteckspiel“ und „Kein Raum für Rechts“.

Lebenswelt und rechte Radikalisierung

Fortbildungsangebot für Lehrkräfte und Sozialarbeit

Der rechtsterroristische Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 hat Menschen in Halle und weit darüber hinaus fassungslos zurückgelassen. Sicherheitsbehörden, Politiker*innen und die Stadtgesellschaft in Halle beschäftigt seither die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Spätestens seit das Tatvideo nach dem Anschlag auch in Klassenchats und Whatsapp-Gruppen von Jugendlichen geteilt wurde, stehen Pädagog*innen vor der Herausforderung, sich in Schule und Bildungseinrichtungen mit dem Attentat und seinen ideologischen Hintergründen auseinanderzusetzen. Die Fortbildung geht dabei folgenden Fragen nach: Welche Weltanschauung liegt dem Attentat zugrunde? Welche Rolle spielen Soziale Medien in der Verbreitung extrem rechter Ideologien? Welchen Einfluss haben Online-und Offline-Räume auf rechte Radikalisierungsprozesse? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in der pädagogischen Praxis?

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Spiel doch womit Du willst!

Geschlechterreflektierende Pädagogik und Rechtsextremismusprävention

In unserem gemeinsamen Workshop mit dem Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V. am 5. Mai 2022 werfen wir einen Blick auf Geschlechterrollen in rechtsextremer Ideologie und Lebenswelt, auf Vorstellungen von Volk, Familie und Erziehung und antifeministische Erscheinungsformen. Anhand von Übungen diskutieren wir die Bedeutung geschlechterreflektierender Ansätze in der pädagogischen Arbeit. Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder- und Jugendarbeit, Mädchen*- und Jungen*arbeit, Schulsozialarbeit, Beratungsarbeit, Studierende sowie Interessierte.

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Sven Liebich: Ein rechtsextremer Bewegungsunternehmer

Gestern wurden auf Betreiben der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg die Wohn- und Geschäftsräume von Sven Liebich im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die „Shirtzshop GmbH“ in Halle/Saale durchsucht. Dem einschlägig vorbestraften Rechtsextremen und einer weiteren Person werden die gewerbsmäßige Verbreitung volksverhetzender Inhalte sowie die „Belohnung und Billigung von Straftaten“ vorgeworfen. „In diesem Verfahren [wird] erstmals in Sachsen-Anhalt wegen des Betreibens einer kriminellen Handelsplattform im Internet (§127 StGB) ermittelt“ (gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft und des LKA Sachsen-Anhalt).

Sven Liebich ist seit weit mehr als 20 Jahren ein zentraler Akteur neonazistischer Propaganda mit bundesweiter Bedeutung. Seine vielfältigen Merchandising-Produkte spiegeln dabei die jeweils aktuellen rechtsextremen und verschwörungsideologischen Kampagnen. Die von ihm verwendeten Bilder und Symbole paraphrasieren Antisemitismus und Rassismus oft bis an die Grenze der Strafbarkeit und darüber hinaus. In unserem neuesten Blog-Beitrag beleuchten wir die Hintergründe seines rechtsextremen Geschäftsmodells.

Gedenken an die deportierten Jüdinnen:Juden

Gedenkplatte vor dem Hauptbahnhof Magdeburg mit der Inschrift: "Hier verschwand ein Mensch. Deportation 1942-1944".Vor 80 Jahren, am 14. April 1942, ging von Magdeburg aus der erste Deportationszug mit etwa 1.000 Jüdinnen und Juden aus der Region Magdeburg-Anhalt in das Warschauer Ghetto. Bis Januar 1944 sollten sechs weitere Züge nach Theresienstadt und Auschwitz folgen.

Das Bündnis gegen Rechts, der Förderverein Neue Synagoge und das Forum Gestaltung laden zum Gedenken ein – am Vorabend des 80. Jahrestags der ersten Deportation am Mittwoch, den 13. April 2022, um 17 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof. Die musikalische Umrahmung übernimmt Martin Müller. Zum Infektionsschutz bitten wir die Teilnehmenden um die Nutzung einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung und die Wahrung des Mindestabstandes.

Im Anschluss an das Gedenken (ca. 18.30 Uhr) wird im Forum Gestaltung (Brandenburger Straße 9-10) der Dokumentarfilm „Nacht und Nebel“ (Frankreich 1955, Regie: Alain Resnais. Mit Texten von Jean Cayrol/Paul Celan. Musik von Hanns Eisler).

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Jahresbilanz unserer Mobilen Opferberatung 2021

Statistische Grafiken zur Jahresbilanz 2021 der Mobilen OpferberatungRechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Sachsen-Anhalt auf hohem Niveau des Vorjahres

156 politisch rechts motivierte Gewalttaten mit 213 direkt Betroffenen hat unsere Mobile Opferberatung für das Jahr 2021 in Sachsen-Anhalt registriert. Damit wurden alle zwei bis drei Tage Menschen angegriffen und zum Teil erheblich verletzt, weil sie als nicht zugehörig, von vermeintlich geltenden Normen abweichend, unerwünscht und minderwertig angesehen wurden. Zudem ist weiterhin von einer hohen Anzahl nicht angezeigter und auch der Mobilen Opferberatung nicht bekannt gewordener, politisch rechts motivierter Angriffe auszugehen, die bislang in keiner Statistik auftauchen.

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Es dürfen keine Doppelstrukturen entstehen

Pressemitteilung unseres Bundesverbands Mobile Beratung zum angekündigten Aktionsplan gegen Rechtsextremismus

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat einen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus mit zehn Maßnahmen vorgelegt. Geplant ist unter anderem, Rechtsextreme schneller aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen und Menschen im Umgang mit Verschwörungserzählungen zu unterstützen. Der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) begrüßt die Initiative, warnt aber davor, Doppelstrukturen zu schaffen.

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