Policy Paper zur Bundestagswahl: Kein Grund zur Entwarnung – Zivilgesellschaft bleibt gefordert

Titelblatt des BMB-Policy-Papers zur Bundestagswahl

Pressemitteilung unseres Bundesverband Mobile Beratung

Rechte und rechtsoffene Parteien mussten bei der Bundestagswahl Verluste einfahren. Grund zur Entwarnung ist das jedoch nicht, schreibt der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) in einem neuen Policy Paper. Im Gegenteil: Die demokratische Zivilgesellschaft wird auch in den nächsten vier Jahren stark gefordert sein.

Das Papier beruht auf den Analysen von Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in allen 16 Bundesländern. Sie zeigen: Die AfD kann vielerorts auf ein stabiles Stammwähler*innen-Potenzial zurückgreifen – nicht nur im Osten. Sie wird ihren Funktionärsapparat ausbauen und sich weiter professionalisieren können. Und sie könnte Gelder aus dem Bundeshaushalt erhalten, um die ihr nahestehende „Desiderius-Erasmus-Stiftung“ zu finanzieren – voraussichtlich in Millionenhöhe.

Weiter lesen…

STELLENAUSSCHREIBUNG: Bildungsreferent*in

Modellprojekt sucht Verstärkung

Wir haben in unserem Modellprojekt „Landheld*innen. Für eine demokratische Alltagskultur in der Nachbarschaft“ ab 15. November 2021 eine Stelle als Bildungsreferent*in zu besetzen. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (30 Stunden), Vollzeit- oder andere Stundenmodelle sind aber ebenfalls möglich. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Der Arbeitsort ist Salzwedel. Die Stelle ist zunächst bis zum 31. Dezember 2021 befristet. Eine Weiterbeschäftigung über den 31.12.2021 hinaus wird angestrebt.

Weiter lesen…

Zweiter Jahrestag des rechten Terroranschlags in Halle

Titelblatt zur Ausstellung im Gedenken an den Anschlag von HalleUnsere Mobile Opferberatung und das Bündnis Halle gegen Rechts zeigen Ausstellung von Talya Feldman

Talya Feldmans audiovisuelle Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“ beleuchtet die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von 1979 bis heute anhand von Sprachaufnahmen von Überlebenden, Familien der Opfer und Initiativen aus 18 Städten. Die Stimmen in der Ausstellung erschüttern, stellen Zusammenhänge her, klagen an, fordern Gerechtigkeit und Konsequenzen. Zugleich sind sie ermutigende und beeindruckende Zeugnisse für unermüdlichen Widerstand und gelebte Solidarität gegen eine politische Instrumentalisierung von Trauer und Erinnerung. Im Rahmen des Gedenkens an den zweiten Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags am 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) kann sie für zwei Wochen in Halle (Saale) besucht werden.

Weiter lesen…

Vom Protest zum Widerstand

Das gewalttätige Potential der „Querdenken“-Bewegung

Unter dem Zutun rechtsextremer Aktivist*innen und Publikationen haben Rhetorik und Inhalt bei „Querdenken“ eine Zuspitzung erfahren: Die Bewegung wähnt sich inzwischen in einem Widerstandskampf und erachtet ihre – immer wieder auch gewalttätigen – Proteste als legitime Notwehr gegen eine vermeintliche „Corona-Diktatur“. Die anhaltende Radikalisierung von „Querdenken“ und ihrem Umfeld steht dabei in einem direkten Zusammenhang mit dem Ausbleiben eines Erfolgs.

Unseren neuesten Blogbeitrag lesen Sie hier.

Hoyerswerda 1991: Urszenen rechter Gewalt in Ostdeutschland

Vom 17. Bis 23. September 1991 belagerten Anwohner*innen und Neonazis die Wohnblocks ehemaliger DDR-Vertragsarbeiter*innen und Asylbewerber*innen in Hoyerswerda. Die Woche rassistischer Angriffe endete mit der Evakuierung der Migrant*innen aus der Stadt. Die damaligen Ereignisse wirken bis heute nach.

Lesen Sie hier unseren neuen Blogbeittrag.

Actionbound zum Tag der Zivilcourage

Titelbild Actionbound ZivilcourageZur bundesweiten Aktionswoche für Zivilcourage veröffentlicht die Netzwerkstelle Demokratisches Magdeburg einen Actionbound zum Thema „Zivilcourage in Magdeburg“.

Mithilfe der App „Actionbound“ können Menschen jetzt selbständig in einer Stadtralley Wissenswertes zu Zivilcourage in Geschichte und Gegenwart in Magdeburg erkunden. Auf einem Weg über ca. 4,5 km erfahren die Nutzer*innen, was Zivilcourage ist und welche Hürden man überwinden muss, um zivilcouragiert einzugreifen. Dazu gibt es Tipps und Hinweise.

Weiter lesen…

Studie des American Jewish Committee zu Verschwörungsmythen

Das American Jewish Committee Berlin hat heute eine Studie zu antisemitischen Verschwörungsmythen herausgegeben. Die Studie beleuchtet am Beispiel der QAnon-Bewegung Funktion und Wirkungsweise von Verschwörungserzählungen, die in der Corona-Pandemie auch in Deutschland immer mehr Anhänger*innen finden. Unter dem Titel „Einordnen und Grenzen erkennen“ ist Anne Mehrer, Mitarbeiterin unserer Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus sowie des Bundesverbandes Mobile Beratung, in der Publikation mit Hinweisen zur Auseinandersetzung mit Verschwörungsmythen vertreten.

Weiter lesen…

Das rechte Wohl des Kindes

Titelblatt des Flyers zur Fachtagung "Das rechte Wohl des Kindes"Fachtag der Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus bei Miteinander e.V.

Ein Kind trägt in der Grundschule ein T-Shirt mit der Aufschrift „Kleiner Germane“. Ein Vater organisiert rechte Liederabende und engagiert sich in der Elternvertretung. Ein Mädchen erzählt der Schulsozialarbeiterin von ihrem Ferienaufenthalt im Zeltlager des „Sturmvogels“. Angesichts dieser Beispiele sind pädagogische Fachkräfte mit vielfältigen Fragen konfrontiert: Istdie Familie tatsächlich rechtsextrem? Ist das Privatsache? Wie kann ich den Eltern Grenzen aufzeigen und gleichzeitig die Beziehung zu den Kindern aufrechterhalten? Wie ist es um das Wohl des Kindes bestellt? Wie können wir im Kollegium mit dem Thema Rechtsextremismus umgehen? Wie kann ich Einrichtungen im demokratischen Wirken stärken? Der Fachtag am 14. Oktober 2021 unterstützt pädagogische Fachkräfte darin, einen handlungssicheren Umgang mit diesen Fragen zu finden. Die Vorträge und Workshops informieren und sensibilisieren zu Besonderheiten des Aufwachsens in extrem rechten Elternhäusern im Spannungsfeld zwischen Kindeswohl und Elternrecht.

Weiter lesen…

Die Zusammenhänge von Lebenswelt und rechter Radikalisierung

Ein Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte

Der rechtsterroristische Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019, in dessen Verlauf zwei Menschen getötet und mehrere schwer verletzt wurden, hat Menschen in Halle und weit darüber hinaus fassungslos zurückgelassen. Sicherheitsbehörden, Politiker*innen und die Stadtgesellschaft in Halle beschäftigt seither die Frage: Wie konnte es dazu kommen? Spätestens seit das Tatvideo nach dem Anschlag auch in Klassenchats und Whatsapp-Gruppen von Jugendlichen geteilt wurde, stehen Pädagog*innen vor der Herausforderung, sich in Schule und Bildungseinrichtungen mit dem Attentat und seinen ideologischen Hintergründen auseinanderzusetzen. Diesen Herausforderungen wollen wir uns in einer eintägigen Fortbildung am 31. August 2021 widmen.

Weiter lesen…

Aktivierende Erinnerung | Activating Remembrance

Tafel im Gedenken an die Deportationen in Magdeburg„Historische Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement. Ein Werkstattgespräch“

Unter diesem Titel veranstalten wir am 8. Juli 2021 eine Konferenz im Rahmen von MemAct!. Die Arbeitstagung diskutiert Grenzen und Möglichkeiten der historischen Bildung für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Vor dem Hintergrund rechter Diskurserfolge werden aktuelle Herausforderungen für die Gedenkarbeit erörtert. Das Werkstattgespräch bietet Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Reflexion der eigenen Praxis. – English version below.

Weiter lesen…