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20.05.2015

Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus

Eine kommentierte Lesung aus den Akten von Polizei und Stadtverwaltung

Vor 80 Jahren, am 4. März 1935, beschloss die Stadtverwaltung Magdeburg die Errichtung eines „Zigeunerlagers“ an der Ebendorfer Chaussee. Ab Mai 1935 mussten hier alle Sinti und Roma der Stadt unter widrigen Lebensbedingungen wohnen. Am 1. März 1943 wurde das Lager aufgelöst, die 470 Bewohnerinnen und Bewohner nach Auschwitz deportiert. 340 von ihnen kamen dort ums Leben. Anhand von Akten der Ratsherren und der Polizei wird am Donnerstag, den 21. Mai 2015, um 19 Uhr im Alten Rathaus die Beteiligung der Stadt an der Ausgrenzung, Verfolgung und Deportation der Sinti und Roma aus Magdeburg nachgezeichnet.

Begleitend zur Lesung präsentiert das Stadtarchiv Magdeburg Dokumente im Zusammenhang mit der Einrichtung des “Zigeunerlagers” sowie der Verfolgung von Sinti und Roma. Die Archivalien können dort vom 21. bis 29. Mai während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Auch die Stadtbibliothek Magdeburg begleitet die Veranstaltung. Bis Ende dieser Woche werden dort Bücher zum Thema präsentiert.

Die kommentierte Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Miteinander e.V., dem Bündnis gegen Rechts Magdeburg und dem Stadtarchiv. Sie wird finanziell unterstützt vom Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt sowie durch das US-Generalkonsulat Leipzig.

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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