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15.01.2014

Vor dem Aufmarsch der Rechten am Samstag in Magdeburg:

Neonazis bedrohen Protestakteure – Scheiben eines Cafés eingeworfen – Solidarität mit den Betroffenen

Pressemitteilung von Miteinander e.V. und Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Im Vorfeld des Aufmarsches der rechtsextremen "Initiative gegen das Vergessen" am kommenden Samstag in Magdeburg drohen Neonazis Akteuren und Unterstützer_innen der Gegenproteste mit Gewalt. Im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlichten die Neonazis einen Stadtplan mit markierten Orten in Stadtfeld-Ost. Dort soll, "Mobi-Material an die Frau und an den Mann gebracht werden." In der vergangenen Nacht waren die Scheiben des Cafés "Strudelhof" eingeworfen worden, nachdem die Betreiber in ihren Fenstern und auf Facebook ihre Teilnahme am Protest gegen den Neonazi-Aufmarsch angekündigt hatten. Auch andernorts in sozialen Netzwerken und im Internet finden sich derzeit zahlreiche Kommentare und Drohungen von Neonazis unter Pressemeldungen zu den Protesten.

Miteinander e.V. und das Bündnis gegen Rechts Magdeburg solidarisieren sich mit den Betreibern des „Strudelhofs“ und den Betroffenen der Internetdrohungen. „Dass es schon im Vorfeld des Aufmarsches offenkundig zu Gewalt gegenüber Akteuren des Protestes kommt, ist für uns ein Alarmsignal. Die Szene ist auch am Tag des Aufmarsches gewaltbereit“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V., am Mittwoch in Magdeburg. „Es bedarf eines gemeinsamen Zeichens der Solidarität. Alle engagierten Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, die fortdauernden Angriffe zurückzuweisen“, ergänzte Christine Böckmann vom Bündnis gegen Rechts. „Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen am Samstag an den friedlichen Protesten beteiligen.“

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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