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02.07.2014

Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen

Ausstellung vom 7. bis 19. Juli im City Carré Magdeburg

Gemeinsam mit der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V., dem City Carré Magdeburg und der Fraktion Die LINKE im Landtag zeigen wir vom 7. bis 19. Juli die beeindruckende Ausstellung des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. über die Opfer des NSU. Sie wird am 7. Juli um 17.00 UHr im Erdgeschoss des City Carrés Magdeburg eröffnet. Die bilderreiche Ausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ sowie mit der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dessem Auffliegen im November 2011 auseinander.

Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien von Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Mehmet Turgut, Habil Kilic, Ismail Yasar, Mehmet Kubasik, Theodoros Boulgarides, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf den Seiten IFSBB.

Eröffnung am Montag, den 7. Juli 2014, um 17.00 Uhr


Grußworte:
  • Guido Reuter, Centermanager City Carré Magdeburg,
  • Wulf Gallert, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt,
  • Vu Thi Hoang Ha, Vertreterin des Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsvereins
  • Michael Marquardt, Geschäftsführer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.

Einführung in die Ausstellung:
  • Birgit Mair, Diplom Sozialwirtin und Ausstellungsmacherin

Musikalische Umrahmung:
  • Mahmud Ebrahim auf der Busuki

Begleitprogramm zur Ausstellung
  • 14. Juli 20.00 Uhr: türkisch-deutsche musikalische Lesung „Blumen für Otello“ mit Esther Dischereit und DJ İpek İpekçioğlu*
  • 8. bis 18. Juli: Ausstellungsbegleitung für Gruppen von Jugendlichen ab Klasse 9
(Zeitumfang 90-120 Minuten) /Terminabsprache: Miteinander e.V., Christine Böckmann, Tel. 0391 – 6 20 77 43, Mail: boeckmann.gs[at]miteinander-ev.de


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

*Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Interkultur vor Ort“ der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. mit freundlicher Unterstützung durch das Landesverwaltungsamt und das Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Magdeburg.

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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