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06.11.2014

Nach der Veröffentlichung des Sachsen-Anhalt-Monitors 2014:

Miteinander e.V. fordert stärkere Anstrengungen bei der Überwindung rassistischer Ressentiments

Vor dem Hintergrund des diesjährigen Sachsen-Anhalt-Monitors mahnt Miteinander e.V. an, den Diskurs über Asyl und Zuwanderung sowie die Praxis von Politik und Verwaltung so zu gestalten, dass rassistische Ressentiments nicht stabilisiert oder gesteigert werden. „Rassistische Ressentiments bleiben ein zentrales Problem auch in Sachsen-Anhalt.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Donnerstag in Magdeburg. „Politik und Zivilgesellschaft müssen ihre Anstrengungen verstärken, um die prinzipielle Offenheit gegenüber Zuwanderung in eine tatsächliche Offenheit gegenüber Flüchtlinge und Migranten umzusetzen.“

Begrich ergänzte: „Wir freuen uns über die prinzipielle Offenheit der Bevölkerung gegenüber der Zuwanderung von schutzsuchende Flüchtlingen. Allerdings zeigt der Sachsen-Anhalt-Monitor auch, dass vor allem dort auf rassistische Ressentiments zurückgegriffen wird, wo es um die konkrete Gestaltung des Zusammenlebens mit Migranten geht.“ So sprechen sich fast zwei Drittel der Befragten für eine stärkere Begrenzung der Zuwanderung aus. Fast ein Drittel meint pauschal, dass Zuwanderung nur zu Konflikten führe. Etwa die Hälfte der Bevölkerung befürwortet die Verhinderung des Zuzugs von sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen.

Politikskepsis und Ressentiments als Nährboden rechtspopulistischer Wahlerfolge

„Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Politikabstinenz und Demokratieskepsis in der Bevölkerung weit verbreitet sind. Zugleich schätzt weiterhin eine Mehrheit ihre eigenen Partizipations- und Gestaltungschancen als eher gering ein.“, so Begrich weiter. Dies trifft im besonderen Maße auf die Wähler_innen der AfD zu. „Die Kombination aus Politikskepsis, Beteiligungsferne und Ressentiments ist der Nährboden für rechtspopulistische Wahlerfolge, wie zuletzt beim Einzug der AfD in die Landtage von Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Das Politikangebot der AfD stößt in die milieuübergreifend empfundene Repräsentationslücke innerhalb der Bevölkerung. Diese Lücke gilt es, durch authentische demokratische Gestaltungsangebote zu schließen.“

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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