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12.08.2013

Erneut Rechtsrockkonzert in Sachsen-Anhalt

Beratungsprojekte fordern länderübergreifende Strategie

Am vergangenen Wochenende führte die Thüringer NPD eine Großveranstaltung mit 900 Teilnehmer_innen in Berga (Sachsen-Anhalt) durch. Der Blick auf die Autokennzeichen der anreisenden Neonazis machte die bundesweite Bedeutung der Veranstaltung eindrucksvoll deutlich. Die Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt haben daher eine länderübergreifende Strategie für die Auseinandersetzung mit neonazistsichen Konzerten gefordert, da zu befürchten ist, dass sich Sachsen-Anhalt zunehmend zur grenzübergreifenden Veranstaltungsfläche für gewaltbereite Neonazis entwickelt.

"Der Ablauf der Ereignisse am vergangenen Wochenende in Berga zeigt, wie eng Neonazis aus Thüringen und Sachsen-Anhalt kooperieren", sagte Stefan Vogt vom Regionalen Beratungsteam Süd-West (in Trägerschaft der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis) am Montag in Halle. "Daraus gilt es zu lernen. So braucht es eine strategische Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Gruppen aus Thüringen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort dürfen mit einem Neonazi-Konzert nicht allein gelassen werden", so Vogt weiter.

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. sieht die Gefahr, dass Sachsen-Anhalt zur Schwerpunktregion neonazistischer Musikevents wird: "Nach dem Konzert in Nienhagen ist dies bereits das zweite neonazistische Großevent in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr. Der Trend zu legalen neonazistischen Großkonzerten in Sachsen-Anhalt muss gestoppt werden", sagte David Begrich in Magdeburg. "Das Beispiel Groß Germersleben hat gezeigt, dass Erfolge gegen Neonazi-Konzerte möglich sind."

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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