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24.05.2013

Miteinander e.V. kritisiert Umgang des Landes mit Rechtsrock-Konzert

Neonazistischer Konzertorganisator Malina führt Politik und Kommunen vor

In der Debatte um das Zustandekommen eines neonazistischen Konzertes, das morgen in Nienhagen stattfindet, hat Miteinander e.V. das Verfahren der Genehmigung kritisiert. „In den zurückliegenden Wochen hat der Neonazi Oliver Malina die von seinen Planungen betroffenen Kommunen regelrecht vorgeführt.“, sagte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus am Freitag in Magdeburg. „Die Kommunen Nienhagen, Groß Germersleben und Groß Nauendorf sind in der Bearbeitung der Anträge Malinas allein gelassen worden.

„Dass ein Neonazi die betroffenen Kommunalverwaltungen wochenlang in Atem hält, ohne dass es eine integrierte Gesamtstrategie des Landes zum Umgang mit Neonazikonzerten gibt, darf so nicht noch einmal passieren.“, so Begrich weiter. „Der Strategie der Legalisierung neonazistischer Großevents kann nicht allein mit dem Ordnungsrecht begegnet werden. Wo die Frage nach Zufahrtswegen und der Zahl der Toiletten im Mittelpunkt der Erwägungen steht, gerät die politische Dimension von Rechtsrock-Konzerten aus dem Blick. Malina organisiert nicht irgendein beliebiges Großereignis, sondern präsentiert die Begleitmusik zu Mord und Totschlag.“

Begrich ergänzte: „Dass das Konzert nun nicht in Groß Germersleben stattfinden kann und in Nienhagen von Protesten begleitet wird, ist allein dem Engagement und dem Mut der Bürgerinitiativen vor Ort zu danken. Dieses Engagement verdient öffentliche Anerkennung.“

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Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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