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22.05.2013

Die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt 2012

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus zieht Bilanz

Miteinander e.V. hat am Mittwoch in Magdeburg seine Bilanz zur Entwicklung des Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt für das Jahr 2012 vorgestellt: Entgegen der öffentlichen Erwartungen zeigte sich die extreme Rechte im letzten Jahr mobilisierungs- und kampagnenfähig. Die strukturelle und finanzielle Krise der NPD hatte keinen Einfluss auf die Aktivität neonazistischer Gruppierungen. Eine steigende Zahl von Rechtsrock-Konzerten und Aufmärschen sowie die Präsenz im Web 2.0 zeugen von einer anhaltenden Attraktivität des Neonazismus.


„Für die extreme Rechte hat die Veranstaltung von Konzerten und die Durchführung von Kampagnen an Bedeutung gewonnen.“, so David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei der Vorstellung der Jahresbilanz. „Die Neonaziszene orientiert sich kaum noch an festen Strukturen wie jenen der NPD. Umso wichtiger werden ereignisbezogene Aktionen und mediale Inszenierungen.“ So bemüht sich der Neonazi Oliver Malina seit 2011, in Sachsen-Anhalt legale Rechtsrock-Konzerte durchzusetzen. „Wir sehen hier eine gezielte Legalisierungsstrategie.“, so Begrich. „Öffentliche Großevents wie ‚Rock für Deutschland‘ zeigen: Die Szene will raus aus der Schmuddelecke. Es geht um Politik, vor allem aber ums Geschäft.“

Dieser Entwicklung kann nicht allein mit dem Ordnungsrecht begegnet werden. Viel mehr braucht es bürgerschaftliches Engagement in der Auseinandersetzung mit neonazistischen Aktivitäten. Der Erfolg des Nienhagener Bürgerbündnisses seit dem letzten Jahr sowie die aktuellen Aktivitäten der Einwohner_innen von Groß Germersleben zeugen eindrucksvoll von diesem Engagement in Sachsen-Anhalt.

Die ausführliche Bilanz kann hier als "Impuls aus aktuellem Anlass" heruntergeladen werden.

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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