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28.01.2013

Neonazis verhöhnen in Dessau Opfer des Nationalsozialismus

Polizei versagt im Umgang mit der Provokation

Neonazis haben am Sonntag das Andenken der Opfer des Nationalsozialismus in Dessau gestört. Sie nutzten die Gedenkstunde der Stadt zur Werbung für einen rechten Aufmarsch im März. „Bereits die Teilnahme von Neonazis verhöhnt die vom NS-Regime Ermordeten. Dass die Neonazis anschließend für ein im Internet veröffentlichtes Foto vor dem Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus posierten und dies mit zynischen Kommentaren bei Facebook unterlegten, ist eine unerträgliche Provokation“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg. „Die Opfer der Nationalsozialismus haben allen Anspruch auf ein würdevolles und ungestörtes Gedenken.“

Zugleich kritisierte Begrich den Umgang der Veranstalter mit der Störung: „Weshalb sahen sich die Organisatoren nicht veranlasst, auf die Präsenz der Neonazis einzugehen und deren Teilnahme zurückzuweisen? Hier hätte es einer deutlichen Stellungnahme bedurft.“ Mit Blick auf das Agieren der Polizei ergänzte Begrich: „Leider hat die Polizei es versäumt, ausgesprochene Platzverweise gegen die Neonazis durchzusetzen.“ Angesichts einer von Neonazis im Internet angekündigte Störung der am 30. Januar in Merseburg stattfindenden Gedenkstunde äußerte Begrich die Erwartung, dass hier Veranstalter und Polizei rechtzeitig und umsichtig eine Provokation verhindern.

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Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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