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01.08.2012

AntiDiskriminierungsNetzwerk Sachsen-Anhalt

Neues Projekt bei Miteinander e.V. begonnen

Im Juni hat das Büro des AntiDiskriminierungsNetzwerks Sachsen-Anhalt in Salzwedel seine Arbeit zur Bekämpfung von individueller, struktureller und institutioneller Diskriminierung aufgenommen.

Mit Diskriminierung meinen wir abwertende Äußerungen und Handlungen entlang der oftmals zugeschriebenen Vielfaltsmerkmale von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Beeinträchtigung, sozialem Milieu, Lebensstil, Weltanschauung, Lebensalter und sexueller Orientierung.

Vorrangige Aufgabe ist es, Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Initiativen und sonstige Aktive in der vielfältigen Antidiskriminierungsarbeit zusammenzufassen und zu koordinieren. Da sich Diskriminierungsformen oft auf unterschiedlichen individuellen und strukturellen Ebenen alltäglich abspielen und meist mehrdimensional ausfallen, bedarf es einer möglichst niedrigschwelligen und zielgruppenübergreifenden Herangehensweise.

Ein effektiver Diskriminierungsschutz braucht also sowohl ein flächendeckendes Netzwerk von sensibilisierten Anlaufstellen als auch qualifizierte lokale Beratungsstellen. Somit sollen zur Bearbeitung von bestehenden – oftmals mehrdimensionalen – Diskriminierungsgründen gemeinsam Maßnahmen zur Sensibilisierung, zur Prävention und zur Beratung, Unterstützung und Intervention bei Diskriminierung entwickelt und umgesetzt werden. Bedarfsorientierte Fortbildungen wird das Büro des AntiDiskriminierungsNetzwerks Sachsen-Anhalt vorerst im Norden des Landes anbieten.

Für die qualifizierte Beratung von Betroffenen von Diskriminierung(en) werden aktuelle Kriterien fortlaufend weiterentwickelt. Zu unseren Prinzipien gehört die Parteilichkeit mit der_dem Ratsuchenden, die sich aus der Analyse vorhandener Machtungleichheiten ergibt. Außerdem ist es Grundlage und Ziel, einerseits Möglichkeiten für Erfahrungen der Selbstwirksamkeit (Selbstvertrauen) wieder zu finden sowie andererseits kollektive Handlungsformen gemeinsam zu entdecken und zu fördern. Und schließlich erhalten Betroffene Unterstützung unabhängig davon, mittels welcher Merkmale sie benachteiligt wurden.
Des Weiteren wird ein Konzept für eine landesweite Dokumentation der Beschwerden erarbeitet. Die Fallerhebung kann ein wichtiges Instrument dafür sein, das noch herrschende Schweigen über Diskriminierungen wenigstens quantitativ brechen zu können. Eine Gesamtauswertung dient auch der Qualitätssicherung und reflexiven inhaltlichen Weiterentwicklung der Antidiskriminierungsberatung.

Der Aufbau von zehn modellhaften Netzwerken gegen Diskriminierung bundesweit wird vom Antidiskriminierungsbüro Sachsen koordiniert und von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) gefördert.
Mit dem Förderprogramm unterstützt die ADS im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ Netzwerke, in denen sich Beratungsstellen und sonstige Akteure der Antidiskriminierungsarbeit zusammenschließen, die im Schwerpunkt gegen Diskriminierung auf Grund von ethnischer Herkunft und Religion arbeiten. In einer zweiten Förderphase soll die Netzwerkarbeit auf die Bekämpfung von Diskriminierung wegen aller Diskriminierungsformen ausgedehnt werden.

Kontakt
Tel:  03901 / 30 64 30
Fax: 09301 / 30 64 32
Mail: antidis.net@miteinander‐ev.de

Anschrift:
Miteinander e.V.
Regionales Zentrum Nord
AntiDiskriminierungsNetzwerk
Chüdenstr. 4
29410 Salzwedel

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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