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21.11.2011

Rechtsrock – Begleitmusik für Mord und Totschlag

Die Rechtsrockband „Giggi und die braunen Stadtmusikanten“ und ihr Song „Döner Killer“

Dass Rechtsrockbands Gewalt verherrlichen und ihre Songs immer wieder Mordaufrufe gegenüber politischen und weltanschaulichen „Gegnern“ enthalten, ist nicht neu. Vielmehr ist die Ästhetisierung von Gewalt konstitutiv für das Genre. Die Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ jedoch veröffentlichte im Jahr 2010 einen Song, der – vor dem Hintergrund der jüngst bekannt gewordenen rechtsextremen Mordserie – Fragen aufwirft.

Der Song unter dem Titel „Döner Killer“ ist auf der CD „Adolf Hitler lebt“ der Rechtsrockband „Giggi und die brauen Stadtmusikanten“ zu finden. In dem Lied heißt es „Neun mal hat er bisher brutal gekillt, doch die Lust am Töten ist noch nicht gestillt “, und weiter: „Alles [ist] durchleuchtet, alles überprüft, doch kein einziger Hinweis und kein Tatmotiv“.

Offensichtlich genießt der Autor des Songtextes die Auswirkungen der beschriebenen Terrortaten: „Bei allen Kebabs herrschen Angst und Schrecken, der Döner bleibt im Halse stecken.“ Die Morde begrüßt die Band als Taten in ihrem, dem neonazistischen, Sinne und fordert mit der Textzeile „neun sind nicht genug“ weitere Morde. Wusste der Sänger Daniel „Gigi“ Giese vom rechtsextremen Hintergrund der Morde, die erst in den letzten Tagen dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ zugeordnet werden konnten?

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Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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