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03.11.2011

Schändung der Gedenkstätte in Salzwedel

Miteinander e.V. vermutet Propagandaaktion der rechten Szene

Im Kontext der Schändung einer Gedenkstätte für KZ-Opfer in Salzwedel hat der Verein Miteinander auf den rechtsextremen Tatkontext verwiesen. "Nach der Aufhebung des Grabes des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess im bayerischen Wunsiedel sucht die rechtsextreme Szene bundesweit gerade nach Möglichkeiten, Aufsehen zu erregen.", sagte David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Mittwoch in Magdeburg.

"Für die Neonazis ist Rudolf Hess eine wichtige Leitfigur. Die Aufhebung des Grabes des Hitlerstellvertreters ist durch die Szene im Internet mit der Ankündigung von Propagandaaktionen beantwortet worden.“, so Begrich. Der sich am 17. August jährende Todestag von Rudolf Hess ist der extremen Rechten seit mehr als zwei Jahrzehnten Anlass für die so genannten Hess- Aktionswochen, in deren Rahmen es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Propagandastraftaten durch Neonazis kam. „Dass die Aufhebung des Grabes von Rudolf Hess die Szene mobilisiert, war zu erwarten. Offenkundig handelt es sich bei der Schändung um eine symbolische Racheaktion.“, erklärte Begrich weiter.

Miteinander e.V. begrüßt Ankündigungen aus der Bürgerschaft und der Stadtverwaltung die Gedenkstätte schnellstmöglich wiederherstellen zu wollen: „Die Wiederherstellung ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass Bürger und Stadt ihre geschichtliche Verantwortung wahrnehmen.“

Miteinander e.V.

Der gemeinnützige Verein Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus ein. Wir arbeiten gegen Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, die zu Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt führen. Ein besonderes Anliegen ist uns die Stärkung demokratischer Akteur/innen der Zivilgesellschaft und nicht-rechter Jugendlicher sowie die Unterstützung von Opfern rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

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