12.05.2011
Täter_innen nehmen Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf
Eine Sprecherin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V.: „Aufgrund mehrerer rechter Angriffe aus das Zentrum in diesem und dem letzten Jahr ist von einem Zusammenhang mit dem Neonaziaufmarsch am Samstag in Salzwedel auszugehen.“
In der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr wurde das Autonome Zentrum „Kim-Hubert“ (AZ) in Salzwedel von Unbekannten mit drei Brandsätzen angegriffen. Eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung betont: „Zur Tatzeit befanden sich mehrere Personen im Gebäude, in dem von außen erkennbar Licht brannte. Es ist davon auszugehn, dass die Täter_innen Körperverletzungen und Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf nahmen. Nur durch Glück und umsichtiges Handeln der Anwesenden kam niemand zu Schaden, allerdings richteten die Brandsätze Schaden an der Fassade an.“
Einer der Flaschenbrandsätze traf zwischen zwei Fenster und richtete dort Sachschaden an, die andern trafen unmittelbar vor dem Haus auf dem Bordstein auf - unweit eines leicht entflammbaren Haufens Plastikmüll, der an einer benachbarten Hauswand lehnte.
mehr