News

16.05.2012

Rassismus, NSU und die Stille im Land

Öffentliches Hearing am 2.Juni in der Akademie der Künste Berlin

Mehr als sechs Monate ist es her, dass sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst enttarnte. Seitdem wird staatlicherseits viel diskutiert, nur eines nicht: der Rassismus innerhalb der Gesellschaft und der staatlichen Institutionen. Auch führte bisher das Versagen der Ermittlungen der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit der rassistischen Mordserie zu keinen Konsequenzen. Mit dem Hearing „Schweigen und Verschweigen. NSU, Rassismus und die Stille im Land“ wird einer kritischen Öffentlichkeit, Betroffenen rechter und rassistischer Gewalt sowie den Personen, die sich seit Jahren intensiv mit neonazistischen Strukturen beschäftigen, ein Forum geboten.

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15.05.2012

"otto greift ein" wieder am 5. Juni

Nächster Workshop für Zivilcourage in Magdeburg im Opernhaus

Mutig sein kann man einüben.
In Magdeburg gibt es dazu derzeit ein kostenfreies Angebot mit Trainings für Zivilcourage. Der bereits dritte Abend dieser Art wird am 5. Juni im Opernhaus stattfinden.
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10.05.2012

Miteinander e.V. zieht Bilanz zur Entwicklung des Rechtsextremismus 2011

Stabilisierung der neonazistischen Szene auf hohem Niveau

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus beim Verein Miteinander hat am Donnerstag ihre Erkenntnisse zur Entwicklung des Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt im letzten Jahr vorgestellt. Demnach ging die Mehrzahl der Aktivitäten 2011 vom parteiunabhängigen Rechtsextremismus aus. Die NPD und ihre Jugendorganisation, die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), haben nach dem knapp verpassten Einzug in den Landtag hingegen an Einfluss verloren.
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10.05.2012

Zahl der offiziell anerkannten Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt auf sieben angestiegen

Mobile Opferberatung: Wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Die Ende November 2011 im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der rassistischen Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ von Innenminister Holger Stahlknecht initiierte Überprüfung von neun Tötungsverbrechen auf einen politisch rechten Hintergrund ist abgeschlossen. Heute erstattete er dem Innenausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt einen Bericht über die Ergebnisse. So erkennen die sachsen-anhaltischen Behörden nunmehr sieben von insgesamt zwölf vom Tagesspiegel und der ZEIT dokumentierten, politisch rechts motivierten Tötungsverbrechen sowie einen weiteren Verdachtsfall als solche an.
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08.05.2012

Gedenkveranstaltung zum 20. Todestag von Torsten Lamprecht

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnert am Mittwoch, den 9. Mai 2012 um 17:00 Uhr an den 1992 von neonazistischen Skinheads ermordeten Torsten Lamprecht. Die Gedenkveranstaltung findet an der „Brücke am Cracauer Wasserfall“ / Ecke Burchardstraße statt. Dieser Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen „Elbterassen“, die vor zwanzig Jahren von Rechtsextremen überfallen wurden.
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03.05.2012

Nach dem Wochenende rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. fordert konsequenten Umgang mit Rassismus auf Volksfesten

Der Verein Miteinander ist besorgt über die zahlreichen rassistischen Angriffe und Beleidigungen gegen Migrant_innen der letzten Tage in Sachsen-Anhalt. "Diese Häufung rassistischer Taten zeugt von einer bedrohlichen Dynamik von Rassismus und Neonazismus in unserem Bundesland“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Donnerstag in Magdeburg. „Die Straftaten vom Wochenende müssen nicht allein als Sicherheitsdefizit bewertet werden sondern als Ausdruck eines bei solchen Gelegenheiten immer wieder zu Tage tretenden Rassismus.“
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26.04.2012

Verwaltungsgericht Dresden erklärt Extremismusklausel für komplett rechtswidrig

Pressemitteilung von AKuBiZ e.V., Amadeu Antonio Stiftung, BAGD und BAGKR

Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Dresden hat nach heutiger Verhandlung die Extremismusklausel des Bundes in Gänze für rechtswidrig erklärt. Geklagt hatte das Alternative Kultur- und Bildungszentrum (AKuBiz e.V.) aus Pirna.

Steffen Richter, Vorsitzender des AKuBiZ e.V.: "Bei aller Freude über das Urteil, so ist es traurig, dass wir es überhaupt erstreiten mussten. Die Extremismusklausel ist eine aktive Behinderung der wichtigen Arbeit gegen Rechts vor Ort. Die Auffassung des Gerichts bestätigt, dass Demokratiearbeit nicht mit Misstrauen begegnet werden darf."

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Demokratieentwicklung (BAGD), der größte Zusammenschluss von Initiativen im Bereich von Demokratieförderung und Engagement gegen rechte Ideologien und Neonazis zeigt sich hoch erfreut über die wegweisende Entscheidung.
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DVD für den Schulunterricht erschienen

25.04.2012

DVD für den Schulunterricht erschienen

Risse. Über das Helfen in einer hilflosen Zeit

Die DVD ist ein Ergebnis unseres Projekts "Geschichte(n) Würde(n) Leben". Gemeinsam mit der Jugendtheatergruppe "Karambolage" in Zeitz entstand ein Theaterstück. Die gekürzte Fassung des Stücks ist als Material für den Unterricht zu sehen. Teil 1 zeigt das Schicksal eines jüdischen Arztes in Zeitz. Inhalt von Teil 2 sind die Erinnerungen zweier ehemaliger Häftlinge des KZ-Außenlagers "Wille". Das Projekt wurde von der Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" gefördert.
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Impulse #35 erschienen

16.04.2012

Impulse #35 erschienen

Schwerpunktausgabe der Früjahrsausgabe des Vereinsnewsletters: Schule

Am 31. Mai nun geht das Projekt Horizont 21 – Demokratie leben und lernen in Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Ende. Drei Jahre war Miteinander e.V. in Kooperation mit dem Kulturbüro Sachsen e.V. in Sachen Demokratieentwicklung in Schule und Gemeinwesen aktiv. „Demokratie leben und lernen“ – kurz und bündig bringt der Projektname unser Grundverständnis zum Ausdruck: Begreift man Demokratie nicht nur als Staats- und Gesellschafts- sondern auch als Lebensform, gehört zur Demokratiebildung notwendigerweise auch eine Erfahrungsdimension. Soll sie Teil der Alltagskultur werden, muss Demokratie nicht nur erlernt sondern auch erlebt werden. Die Frühjahrsausgabe der Impulse widmet sich mit ihrem Themenschwerpunkt "Schule" dieser Herausforderung in der Praxis.
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Impulse #35 (PDF, 693 KB)

16.04.2012

Auftakt von "Otto greift ein" am 19. April

In Magdeburg startet ein neues Projekt für mehr Zivilcourage in der Stadt

Das Zivilcourageprojekt "Otto greift ein" will Menschen in Magdeburg dabei helfen, in Konfliktsituationen handlungsfähig zu sein und gewaltfrei einzugreifen.Dazu werden monatlich wiederkehrende, kostenfreie Workshops angeboten.

Der erste wird mit einem offiziellen Auftakt durch den Schirmherrn, Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, am 19. April ab 18:00 Uhr im Hegel-Gymnasium stattfinden.

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12.04.2012

Blackbox Abschiebung

Ausstellungseröffnung am 13. April 2012 in Halle (Saale)

Am Freitag, den 13. April 2012 wird um 19.00 Uhr mit einem Vortrag des Romano Drom e.V. zum Thema „Europas größte Minderheit – über die Abschiebeproblematik von Roma und Sinti“ die Ausstellung "Blackbox Abschiebung im Thalia Theater Halle (Saale) eröffnet. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Heimat, Migration und Abschiebung auseinander. Sie ist bis zum 3. Mai 2012 in Halle zu sehen.
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Blackbox Abschiebung Begleitprogramm (PDF, 2.41 MB)

Neue Broschüre erschienen:

11.04.2012

Neue Broschüre erschienen:

Geschichte(n) Würde(n) Leben - Eine Projektdokumentation

Die Broschüre dokumentiert ein einjähriges Modellprojekt, das Miteinander e.V. im Burgenlandkreis 2011 durchführte. Es wurde gefördert von der Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" im Programm "Menschen Rechte Bilden".

Durch den Einsatz kultur- und theaterpädagogischer Methoden in Verbindung mit politisch-historischem Arbeiten konnte eine theoretische Auseinandersetzung mit praktischer Betätigung kombiniert werden. Jugendliche beschäftigten sich selbstständig mit der Geschichte und den Geschichten des Nationalsozialismus in ihrer Region und dem Wirken von Menschenrechtsverteidiger_innen.
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GeschichteN WürdeN Leben (PDF, 5.44 MB)

27.03.2012

"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland"

Ein Rückblick auf 10 Jahre und ein Seitenblick nach Sachsen-Anhalt am 4. April um 18:00 Uhr in der Ratsdiele des Alten Rathauses Magdeburg

Ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld zur Forschung über Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen im Alten Rathaus in Magdeburg am 4. April um 18:00 Uhr.
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120404 Flyer_Vortrag_Andreas_Zick (PDF, 145 KB)

19.03.2012

Nach der Anschlagsdrohung gegen ein Wahlkreisbüro der LINKEN:

Miteinander e.V. ist besorgt über gestiegene Zahl der Übergriffe auf Wahlkreisbüros demokratischer Parteien

Die verbalen Drohungen vom zurückliegenden Wochenende gegen ein Wahlkreisbüro der Partei DIE LINKE in Schönebeck-Salzelmen geben Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Wahlkreisbüros demokratischer Parteien im Land. "Die Zahl der Angriffe von Rechtsextremen auf Wahlkreisbüros demokratischer Parteien hat in den zurückliegenden Monaten zugenommen. Das Scheiben eingeschlagen, die Einrichtung beschädigt und Bedrohungen hinterlassen werden ist nicht hinnehmbar", sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Montag in Magdeburg.
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Frühjahrsausgabe der „informationen“ der Mobilen Opferberatung erschienen

19.03.2012

Frühjahrsausgabe der „informationen“ der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunkt: "Betrofffene vor Ort stärken"

Soeben ist die Frühjahrsausgabe 2012 der „informationen“ der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt mit dem Schwerpunktthema „Betroffene vor Ort stärken“ erschienen. Der Newsletter steht auf der Homepage der Opferberatung als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung und kann auch als kostenlose Printausgabe unter der E-Mail-Adresse opferberatung.sued@miteinander-ev.de bestellt werden.

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„Demokratie hin oder her ...“ - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

14.03.2012

„Demokratie hin oder her ...“ - Erfahrungen mit Demokratieentwicklung im ländlichen Raum

Dokumentation des Projekts HORIZONT 21 erschienen

Zum Abschluss des dreijährigen Xenos-Projekt "Horizont 21 - Demokratie lernen und leben in Sachsen und Sachsen-Anhalt" ist die Dokumentation "Demokratie hin oder her - Erfahrungen mit Demokratieentwicklungen im ländlichen Raum" erschienen. In sieben Beiträgen setzen sich die Mitarbeiter_innen des Projekts mit verschiedene Aspekten des Projektverlaufs auseinander.
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14.03.2012

Nach dem rechten Überfall in Mücheln

Miteinander e.V. kritisiert Gewerkschaft der Polizei

Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit einem rassistisch motivierten Übergriff auf einen türkischen Imbissbesitzer und seine Familie hat Miteinander e.V. die Gewerkschaft der Polizei kritisiert: „Die von GdP-Chef Petermann geäußerte Kritik, es handle sich im Falle Mücheln um ein Versagen der Polizeiführung geht am Kern des offenkundig fehlerhaften Einsatzes vorbei“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Mittwoch in Magdeburg.
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05.03.2012

Mobile Opferberatung veröffentlicht Jahresbilanz 2011

Rechte Gewalt weiterhin auf sehr hohem Niveau / Angriffe auf politische Gegner_innen nahezu vervierfacht

Für das Jahr 2011 hat die Mobile Opferberatung in Kooperation mit der Beratungsstelle für Opfer rechter Straf- und Gewalttaten – Region Anhalt/Bitterfeld/Wittenberg insgesamt 132 politisch rechts motivierte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt registriert. Davon waren mindestens 195 Menschen direkt betroffen. Bei 95 Prozent der dokumentierten Fälle handelt es sich um Körperverletzungsdelikte (125). Daneben wurden drei Brandstiftungen, zwei Nötigungen bzw. Bedrohungen mit schwerwiegenden Folgen sowie zwei räuberische Erpressungen in die Statistik aufgenommen.
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Hintergründe

20.02.2012

Hintergründe

Neonazismus und Demokratiefeindlichkeit in Sachsen-Anhalt

Die Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. veröffentlicht ihre gesammelten Analysepapiere seit 2008 und liefert darin auch eine Einschätzung zum Phänomen "NSU".  Der Sammelband liefert damit in kompakter Form eine wichtige Grundlage zum Verständnis von Demokratiefeindlichkeit und Neonazismus in Sachsen-Anhalt. Die Publikation kann zu einer Schutzgebühr von 3 Euro (zzgl. Versandkosten) bei uns bestellt werden.
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Quellen des Terrors (PDF, 224 KB)

An die Opfer rechter Gewalt Erinnern

09.02.2012

An die Opfer rechter Gewalt Erinnern

Rede anlässlich des Gedenkens an den von Neonazis ermordeten Frank Böttcher

Etwa 50 Menschen nahmen am 08.02.2012 an einer Kundgebung des Büdnis gegen Rechts Magdeburg teil, die an die Ermordung Frank Böttchers durch Neonazis vor 15 Jahren erinnerte. David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., hielt die Gedenkrede, die wir hier dokumentieren:
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06.02.2012

15. Todestag von Frank Böttcher:

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg lädt zum Gedenken ein

In der Nacht zum 8. Februar 1997 wurde der 17jährige Frank Böttcher von einem Rechtsextremen ermordet, als er an einer Haltestelle in Neu-Olvenstedt wartete. Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnert daran am Mittwoch, den 8. Februar 2012, um 16.00 Uhr mit einer Kranzniederlegung. Die Magdeburger Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an dieser Gedenkveranstaltung am Gedenkstein neben der Straßenbahnhaltestelle „Klinikum Olvenstedt“ zu beteiligen.
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09.01.2012

Märtyrerstadt Magdeburg?

Podiumsgespräch am 12. Januar 2012 in der Stadtbibliothek Magdeburg über Erinnerung an den Luftkrieg und die NS-Zeit

Die Zerstörung weiter Teile der Magdeburger Innenstadt im Zuge des alliierten Luftkrieges gegen Nazi-Deutschland am 16. Januar 1945 gehört zu den einschneidenden Ereignissen der städtischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Im Vorfeld des Jahrestages der verheerenden Bombennacht sowie der kommenden „4. Meile der Demokratie“ lädt daher die Stadtbibliothek Magdeburg gemeinsam mit dem Verein Miteinander zu einem öffentlichen Podiumsgespräch am 12. Januar um 19:30 Uhr in die Zentralbibliothek am Breiten Weg ein. Unter dem Titel „Märtyrerstadt Magdeburg?“ wird dann die lokale Erinnerung an den Luftkrieg und die NS-Zeit im Blickpunkt stehen.
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09.01.2012

Erklärung der Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Dessau zum Polizeieinsatz am Rande der Oury-Jalloh-Gedenkdemonstration

Bestürzung ob der Verletzungen des Aktivisten Mouctar Bah am Rande der Demonstration

Lückenlose, transparente und zeitnahe Aufklärung des Polizeieinsatzes gefordert
Ereignisse haben beginnenden Dialog in Dessau-Roßlau schwer geschadet


Die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt (OBS Dessau) und das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt (Projekt gegenPart) haben mit tiefer Bestürzung und großem Bedauern Medienberichte zur Kenntnis genommen, wonach der bekannte Menschenrechtsaktivist Mouctar Bah nach einem Polizeieinsatz am Rande der Oury-Jalloh-Gedenkdemonstration „Break the Silence“ am 07. Januar 2012 so schwer verletzt wurde, dass er im Krankenhaus behandelt werden muss.
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08.01.2012

Zu den Protesten in Insel:

Neonazis hatten freie Hand

Miteinander e.V. hat den Verlauf der Proteste am Samstag in der Altmarkgemeinde Insel kritisiert. "Es ist offenkundig, dass Neonazis bei der gestrigen Demonstration in Insel freie Hand hatten." sagte David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus des Vereins am Sonntag in Magdeburg. Entgegen der Ankündigung des Ortsbürgermeisters von Bismarck, sich an die Auflagen der Behörden zu halten und Distanz zu den Neonazis zu wahren, ist es offenkundig zu einem gemeinsamen Protest von Bürger_innen und Rechtsextremen gekommen. "Die Teilnahme von Neonazis an den Protesten bedeutet eine erneute Eskalation des Konflikts zu Lasten der betroffenen ehemaligen Straftäter", so Begrich. "Unabhängig von der Legitimität des Protests ist die Duldung von Neonazis und der unter ihrer Leitung ins Werk gesetzte Vorstoß gegen polizeiliche Auflagen inakzeptabel. Wer organisierten Neonazis die Federführung seiner Veranstaltung überlässt, diskreditiert seinen Protest."
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Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

03.01.2012

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Magdeburg

Gesicht zeigen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg!

So heißt das Motto, unter dem wir, das Bündnis gegen Rechts Magdeburg, zusammen mit der Stadt und inzwischen über 200 Unterstützer_innen zu bunten und friedlichen Protesten am 14. Januar 2012 aufrufen.

Lassen Sie uns den Neonazis, die an diesem Tag das Gedenken an die Bombardierung Magdeburgs für ihre Zwecke missbrauchen wollen, gewaltfrei mit Zivilcourage und Entschlossenheit entgegentreten!
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Flyer: Am 14.01. Gesicht zeigen (PDF, 1.35 MB)

23.12.2011

Miteinander e.V. wünscht frohe Weihnachten

Auch im neuen Jahr gilt es, sich der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus zu stellen und eine demokratische Alltagskultur zu stärken. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir Impulse für eine lebendige Demokratie geben. Hierfür werden wir weiterhin Analysen zur extremen Rechten liefern sowie über Demokratiefeindlichkeit und Menschenverachtung aufklären. Wir werden weiterhin Menschen vor Ort in ihrem Engagement gegen Rechtsextremismus begleiten und Betroffene rechter Gewalt unterstützen. Wir werden weiterhin die kritische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus fördern sowie in unseren Projekte Demokratie erlebbar machen.

Wir bedanken uns bei allen Mitstreiter_innen, Kooperationspartner_innen und Förderern für die Unterstützung unserer Arbeit 2011. Wir bedanken uns bei allen, die sich in diesem Jahr gegen Rechtsextremismus engagiert haben. Wir wünschen Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit und ein erfolgreiches neues Jahr!
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Impulse #34 erschienen

23.12.2011

Impulse #34 erschienen

Themenschwerpunkt: Rechtsextremismus und Medien

Nach Bekanntwerden der rechten Terrorserie hob eine zwei Wochen andauernde mediale Debatte über die den notwendigen Umgang mit rechter Gewalt und rechtsterroristischen Strukturen an, die sich schnell zu einem sicherheitspolitischen Diskurs entwickelte. Dass die öffentliche Aufarbeitung des Themas medialen und politischen Konjunkturen unterworfen ist, verdeutlichen die Artikel zum Schwerpunktthema dieser Ausgabe unseres Newsletters.
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Impulse #34 (PDF, 595 KB)

19.12.2011

Mobile Opferberatung kritisiert Prüfung der Tötungsverbrechen in Sachsen-Anhalt durch das Innenministerium als „Nebelkerze“

Längst fällige Anerkennung des rechten Tatmotivs wird Angehörigen von Todesopfern rechter Gewalt weiter verwehrt

Das Innenministerium Sachsen-Anhalts hat in der vergangenen Woche erklärt, die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt habe sich nach der Überprüfung von acht Tötungsdelikten aus den Jahren 1993 bis 2008 nicht verändert. Diese acht Fälle werden hingegen von der Mobilen Opferberatung sowie von ZEIT und Tagesspiegel als politisch rechts motivierte Tötungsdelikte gewertet.
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16.12.2011

"Nichts für uns - ohne uns"

Handreichung stellt Beispiele für Jugendbeteiligung vor

Das dreijährige Projekt "Horizont 21 - Demokratie leben und lernen" geht im März 2012 zu Ende. Abschließend und im Sinne einer Fortführung der bewährten demokratiefördernden Ansätze stellt die Handreichung "Nichts für uns - ohne uns - Jugendbeteiligung in Schule und Gemeinwesen" ausgewählte Projekte der Beteiligung von Jugendlichen vor.
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Handreichung_Webversion (PDF, 9.62 MB)

Winterausgabe des Newsletters der Opferberatung erschienen

07.12.2011

Winterausgabe des Newsletters der Opferberatung erschienen

Themenschwerpunkt: Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt

Anfang Dezember ist die Herbst/Winterausgabe der "informationen erschienen. Der Newsletter der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V. steht auf der Projekthomepage der Opferberatung zum kostenlosen Download zur Verfügung.
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Rechtsrock – Begleitmusik für Mord und Totschlag

21.11.2011

Rechtsrock – Begleitmusik für Mord und Totschlag

Die Rechtsrockband „Giggi und die braunen Stadtmusikanten“ und ihr Song „Döner Killer“

Dass Rechtsrockbands Gewalt verherrlichen und ihre Songs immer wieder Mordaufrufe gegenüber politischen und weltanschaulichen „Gegnern“ enthalten, ist nicht neu. Vielmehr ist die Ästhetisierung von Gewalt konstitutiv für das Genre. Die Band „Gigi und die braunen Stadtmusikanten“ jedoch veröffentlichte im Jahr 2010 einen Song, der – vor dem Hintergrund der jüngst bekannt gewordenen rechtsextremen Mordserie – Fragen aufwirft.
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111121 Aus aktuellem Anlass: Rechtsrock - Begleitmusik für Mord und Totschlag (PDF, 307 KB)

Was jetzt zu tun ist

21.11.2011

Was jetzt zu tun ist

Appell der Mobilen Beratungsteams und Opferberatungsprojekte gegen Neonazis

Mobile Beratungsteams und Opferberatungsprojekte beraten und begleiten Opfer rechter Gewalt, Kommunen und Zivilgesellschaft. Auch wenn wir seit Jahren vor der Gewalt von Neonazis und rassistischen Gelegenheitstätern warnen, sind wir geschockt von dem Ausmaß an Ignoranz und Verharmlosung staatlicher Stellen angesichts der rassistischen Mordserie. Wir verlangen jetzt eine Zäsur im Umgang mit der extremen Rechten.
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Aus aktuellem Anlass: Was jetzt zu tun ist (PDF, 329 KB)

21.11.2011

Neonazi-Namensliste für Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. bittet Landesregierung um Aufklärung

Nach dem Bekanntwerden der Existenz einer von Neonazis geführten Liste mit Namen und Adressen von Personen und Institutionen aus Sachsen-Anhalt bittet der Verein Miteinander e.V. die Regierung Sachsen-Anhalts um Aufklärung.
"Auch wenn es sich nicht um eine sogenannte Todesliste handeln sollte, ist die Verunsicherung bei potentiellen Opfern rechter Gewalt groß." so David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V.
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21.11.2011

Nach den Enthüllungen zur rechtsextremen Mordserie

Ostdeutsche Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus fordern Demokratieoffensive


Die in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tätigen Träger von Beratungsprojekten gegen Rechtsextremismus haben eine Umorientierung der gegenwärtigen Diskussion über Rechtsterrorismus gefordert. „Aus der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Debatte muss eine Debatte über eine neue Demokratieoffensive werden“, erklärten die drei Träger aus aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf einer Pressekonferenz in Leipzig.
„Für die Auseinandersetzung mit rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt bedarf es keiner neuen Sicherheitsarchitektur sondern der gezielten Unterstützung von Projekten und Initiativen im Kampf gegen Rechtsextremismus.“

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15.11.2011

Presseerklärung der Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung

Bundeskanzlerin Merkel soll sich bei Opfern des rechten Terrors entschuldigen!

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD) fordert die Bundeskanzlerin auf, sich bei den Angehörigen der Todesopfer der neonazistischen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ sowie den überlebenden Opfern der Nagelbombenanschläge in Köln für das komplette Versagen der Ermittlungsbehörden zu entschuldigen. „Unser Mitgefühl gehört den Opfern und ihren Angehörigen“, erklärten Sabine Seyb von der Opferberatung Reach Out und Pascal Begrich von Miteinander e.V. für die BAGD in Berlin. „Eine derartige Entschuldigung würde deutlich machen, dass das jahrelange Leiden der Familien endlich wahrgenommen wird.“ Hier müsse sich die Bundeskanzlerin an der norwegischen Regierung und deren Reaktion auf die Attentate in Oslo und Utoya orientieren. „Neonazistische Gewalt und Terror basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen. Die Bundesregierung muss jetzt deutlich machen, dass alle Menschen unabhängig von Hautfarbe und Herkunft geschützt werden.“
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14.11.2011

Mobile Opferberatung bei Miteinander e.V. zu Auswirkungen von Rechtsterrorismus und rechter Gewalt

Verharmlosung und Entpolitisierung rechter Gewalt durch politisch Verantwortliche und Sicherheitsbehörden haben neonazistischen Terror mitbefördert

„Viele Opfer rechter Gewalt mussten in den letzten Jahren erlebt, wie Sicherheitsbehörden und politisch Verantwortliche rechte Gewalt und rassistischer Angriffe verharmlost, entpolitisiert und geleugnet haben,“ sagt eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung anlässlich der aktuellen Meldungen über die rassistischen Morde durch den so genannten „Nationalsozialistischen Untergrund“. Mit dieser Haltung wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass die neonazistische Terrororganisation „NSU“ über ein Jahrzehnt unbehelligt von staatlicher Verfolgung morden konnte. Dafür ist noch nicht einmal eine direkte Aufbauhilfe durch den Verfassungsschutz notwendig.
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Engagement gegen Rechtsextremismus verstärken

14.11.2011

Engagement gegen Rechtsextremismus verstärken

Abschlusserklärung der Fachkonferenz der BAG Kirche und Rechtsextremismus

Zum Abschluss der ersten Fachkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus unter dem Motto "Das Ganze verändern - nicht nur die Nische", die am 11. und 12. November in Lutherstadt Wittenberg stattfand, erklärten die über 90 Teilnehmer_innen aus Kirche und Zivilgesellschaft:

Angesichts des tödlichen rassistischen Terrors militanter Neonazigruppierungen wie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) um die drei Thüringer Neonazis Uwe M., Uwe B. und Beate Z. und alltäglicher rechter Gewalt, fordern wir das innerkirchliche und gesellschaftliche Engagement gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu verstärken.
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Impulse aus aktuellem Anlass

20.10.2011

Impulse aus aktuellem Anlass

Konzert der rechten Neofolk-Band "Death in June"

Anfang der Woche wurde einer breiten Öffentlichkeit durch einen Bericht der Mitteldeutsche Zeitung die Tatsache bekannt, dass die rechte Neofolk-Band „Death in June“ in der Lutherstadt Eisleben im Rahmen ihrer Europatour 2011 ihr einziges Konzert in Deutschland gibt. Zuvor war die Band u.a. in Helsinki und Moskau aufgetreten. Das Konzert ist mit 800 Karten ausverkauft.
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Aus aktuellen Anlass: Die rechte Neofolk-Band "Death in June" (PDF, 378 KB)

X-leben soll schöner werden

19.10.2011

X-leben soll schöner werden

Ein Forumtheaterstück von Miteinander e.V. und TheaterDialog

„X-leben soll schöner werden“ ist ein Forumtheaterstück, mit dem wir Fragen stellen und Diskussionen anregen wollen. Wir suchen den Dialog mit dem Publikum und laden ein, sich in die Handlung einzumischen.

Premiere ist am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 20.30 Uhr in der theatrale Halle/Saale, Waisenhausring 2. Weitere öffentliche Aufführungen finden am 21. Oktober um 20.30 Uhr in der theatrale Halle/Saale und am Donnerstag, den 3. November um 20 Uhr im Kulturzentrum Reichenstraße, Quedlinburg, statt. Gern möchten wir Sie zu einer der Veranstaltungen begrüßen.
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Flyer X-leben soll schöner werden (PDF, 560 KB)

Herbstausgabe der „Impulse“ erschienen

19.10.2011

Herbstausgabe der „Impulse“ erschienen

Thema: Geschichte macht Politik

Vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung in Deutschland und der notwendigen Auseinandersetzung mit den geschichtspolitischen Interventionen der extremen Rechten steht unsere Arbeit immer auch im Spannungsfeld zwischen dem Fortwirken der Geschichte und den heutigen Herausforderungen an eine demokratische Kultur. Diesem Spannungsfeld widmet sich die aktuelle Ausgabe unserer „Impulse“.
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Newsletter #33 (PDF, 633 KB)

12.10.2011

Bündnis für ein solides Landesprogramm:

Haushaltsaufstellung der Landesregierung schränkt Ausgestaltung eines Landesprogramms für Demokratie ein

Wir – lokale und überregionale Akteure in der Demokratiearbeit – haben das Vorhaben der Landsregierung, ein Landesprogramm für Demokratie zu entwickeln, erfreut zur Kenntnis genommen. Inzwischen sind mehrere Monate vergangen, ohne dass für uns eine Umsetzung entsprechender Beschlüsse erkennbar wird oder bisher dabei wie angekündigt zivilgesellschaftliche Initiativen und Vereine in die Erarbeitung des Landesprogramms einbezogen worden sind.

Im Gegenteil: Die Landesregierung sieht in ihrem Entwurf zum Landeshaushalt 2012/13 sogar Kürzungen des Förderetats in den Handlungsfeldern Demokratiestärkung und Rechtsextremismusprävention vor. Offenkundig existiert hier eine Diskrepanz zwischen den Beschlüssen zur Entwicklung eines Landesprogramms und den Haushaltsplanungen. Noch bevor die Diskussion über ein Landesprogramm begonnen hat, wird damit der Spielraum für eine zukünftige Umsetzung eingeschränkt.
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06.10.2011

Wir bekennen nicht, wir handeln! Demokratie braucht Vertrauen.

Neue Kampagne gegen die "Extremismusklausel"

Die Bundearbeitsgemeinschaft Demokratieentwicklung (BAGD), ein bundesweiter Zusammenschluss von Trägern der Demokratiearbeit, startet heute eine neue Kampagne gegen die "Extremisklausel":

Wir bekennen nicht, wir handeln!
Demokratie braucht Vertrauen.


Die politische Einflussnahme staatlicher Behörden auf die Demokratie- und Menschenrechtsarbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen und Fachträger hat insbesondere seit dem Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung ein inakzeptables Ausmaß angenommen.
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04.10.2011

Zu den Protestaktionen in Insel

Offener Brief an Bürgermeister von Bismarck

der Verlauf der Proteste gegen die Ansiedlung von zwei ehemaligen Sexualstraftätern am vergangenen Freitag, den 30. September 2011, veranlasst uns zu diesem offenen Brief.

Zweifellos ist die Thematik dazu angetan, die Sorgen der Menschen um das Wohl insbesondere der Kinder zu wecken. Doch alle berechtigten Ängste der Einwohner und Einwohnerinnen von Insel dürfen unserer Auffassung nach nicht zur Aufgabe des Ziels führen, zu einem Ausgleich des Rechts der Bevölkerung auf Schutz vor Straftaten sowie den Grundrechten der in Rede stehenden ehemaligen Straftäter zu gelangen. In gleichem Maße, in dem die Bevölkerung einen Anspruch auf Schutz vor Straftaten hat, erwerben entlassene Häftlinge einen Anspruch auf Resozialisierung und regelkonforme Rückkehr in die Gesellschaft. Dass dies nicht allein in Ihrer Verantwortung als Bürgermeister liegt, ist durch die Stellungnahmen der Ministeriums der Justiz und des Ministeriums des Inneren zu Tage getreten.
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Das Ganze verändern - nicht nur die Nische

30.09.2011

Das Ganze verändern - nicht nur die Nische

Erste Fachkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus in Wittenberg

Die Konferenz am 11./12. November in Lutherstadt Wittenberg soll erstmalig einen Ost-West-Fachaustausch von Multiplikator_innen aus Wissenschaft, NGOs, Initiativen, kirchlicher Basisarbeit in Seelsorge sowie Jugend- und Erwachsenenbildung und kirchlichen Leitungsgremien in Gang setzen.


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BAGKR_Konferenz_Einladung (PDF, 542 KB)

Rechtsrock-Konzerte als Spiegel neonazistischer Erlebniswelten

23.09.2011

Rechtsrock-Konzerte als Spiegel neonazistischer Erlebniswelten

Neues Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus erschienen

Das aktuelle Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. beleuchtet anhand von Fallbeispielen die Bedeutung neonazistischer Konzerte für die extreme Rechte  in Sachsen-Anhalt und die Herausforderungen für kommunale Verwaltungen im Umgang mit solchen Ereignissen.
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AREX-Hintergrundpapier 03-2011 (PDF, 464 KB)

06.09.2011

STELLENAUSSCHREIBUNG: BERATER/IN IN MAGDEBURG

Zum 01.10.2011 ist zunächst befristet bis zum 31.12.2011, eine Teilzeitstelle einer/eines Berater/in mit 30 Wochenstunden zu besetzen.
Der Arbeitsort ist Magdeburg. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L. Eine Weiterbeschäftigung im Verein über den 31.12.2011 hinaus wird angestrebt.
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20110906 Stellenausschreibung RBT Mitte1 (PDF, 22 KB)

02.09.2011

Fachtag zu Demokratischen Internventionen online

politikorange dokumentiert den gestrigen Fachtag

Der interaktive Fachtag zu Demokratischen Interventionen in schulischer und außerschulischer Jugend- und Bildungsarbeit, der gestern auch unter Beteiligung von Miteinander e.V. in Magdeburg durchgeführt wurde, ist bereits jetzt dokumentiert:
Ein Redaktionsteam von politikorange hat den Tag begleitet und seine Ergebnisse unter http://politikorange.wordpress.com online gestellt.
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Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene

25.08.2011

Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene

Lesung mit Andrea Röpke

Am Dienstag, den 13. September 2011, stellt Andrea Röpke um 19.30 Uhr in der Stadtbibliotke Magdeburg ihr Buch "Mädelsache! Frauen in der rechtsextremen Szene" vor. Zusammen mit Andreas Speit hat sie akribisch die Aktivitäten von Frauen in der extremen Rechte und deren Eindringen in die "Mitte der Gesellschaft" beleuchtet.
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FREI SEIN

17.08.2011

FREI SEIN

Projektbroschüre erschienen

Die Broschüre „FREI SEIN - Eine theatrale Recherche mit jungen Erwachsenen und jugendlichen Freigängern“ dokumentiert das Projekt „FREI SEIN“ welches Miteinander e.V. in Kooperation mit TheaterDialog zwischen August und November 2010 durchführte.


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Frei sein (PDF, 1.13 MB)

12.08.2011

Dritter Todestag von Rick Langenstein

Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft für den 16. August um 16 Uhr zur Gedenkveranstaltung auf

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg ruft alle Magdeburgerinnen und Magdeburger am Dienstag, den 16. August 2011, zu einer Gedenkstunde für den vor drei Jahren von einem Neonazi getöteten Rick Langenstein auf. „Die Ermordung Rick Langensteins erinnert an die tödliche Dimension rechter Gewalt“, so Pascal Begrich vom Bündnis gegen Rechts. „Seit 1990 haben in Deutschland 137 Menschen durch politisch rechts motivierte Straftaten ihr Leben verloren.“ Begrich verwies in diesem Zusammenhang auch an Thorsten Lamprecht und Frank Böttcher, die 1992 bzw. 1997 in Magdeburg Opfer rechter Gewalt wurden. Die Kundgebung mit einer Kranzniederlegung beginnt um 16.00 Uhr am Pallasweg, Ecke Hektorweg im Stadtteil Reform.
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10.08.2011

Nach Beteiligung an den Protesten gegen einen Nazi-Aufmarsch am 19.02. in Dresden:

Sächsische Polizei durchsucht Räumlichkeiten der Jungen Gemeinde in Jena-Stadtmitte

Im Zusammenhang mit Ausschreitungen wegen eines geplanten Neonazi-Aufmarsches am 19. Februar in Dresden fand am frühen Mittwochmorgen eine Razzia in den Räumlichkeiten der Jungen Gemeinde Jena-Stadtmitte statt. David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., kommentierte das unglaubliche Vorgehen gegen engagierte Demokrat_innen für Radio Corax in Halle:
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03.08.2011

Schändung der Gedenkstätte in Salzwedel

Miteinander e.V. vermutet Propagandaaktion der rechten Szene

Im Kontext der Schändung einer Gedenkstätte für KZ-Opfer in Salzwedel hat der Verein Miteinander auf den rechtsextremen Tatkontext verwiesen. "Nach der Aufhebung des Grabes des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess im bayerischen Wunsiedel sucht die rechtsextreme Szene bundesweit gerade nach Möglichkeiten, Aufsehen zu erregen.", sagte David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. am Mittwoch in Magdeburg.
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21.07.2011

Landesregierung auf dem Irrweg – Beratungsprozess eine Farce! Trägerlandschaft vor dem Kollaps?

Initiativkreis der Trägerlandschaft kritisiert Haushaltsentscheidungen der Landesregierung

Mit den am 21. Juli vorgestellten Haushaltszahlen des Ministeriums für Arbeit und Soziales werden finanzielle Tatsachen geschaffen, die weder fachlich noch strukturell begründet sind! Während die Landesregierung eigene steigende Personalkosten sowie erhöhte Aufwendungen bei Energie und anderen Dienstleistungen zu unabweisbarem Mehrbedarf erklärt, werden dieselben Ausgabenpositionen bei den Trägern zu „freiwilligen Leistungen“ definiert, die angesichts der Haushaltssituation – leider – nicht berücksichtigt werden können!
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21.07.2011

Sommerausgabe der "informationen" der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunktthema: „Rechter Lifestyle und Gewalt“.

Mit den "Informationen der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt" informiert die Opferberatung regelmäßig über ihre Arbeit, rechte Gewalt und Gegenmaßnahmen. Die Sommerausgabe des Newsletters widmet sich dem Thema "Rechter Lifestyle und Gewalt".
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Mobile Opferberatung_Newsletter Nr ( 34, 230 KB)

15.07.2011

Rechtsrockkonzert am morgigen Samstag in Sachsen-Anhalt

Bands entstammen z.T. dem militanten „Blood & Honour“-Umfeld

Am kommenden Samstag, dem 16.07.2011, soll im sachsen-anhaltinischen Ort Nienhagen (Verbandsgemeinde Vorharz) ein international besetztes Rechtsrockkonzert stattfinden, zu dem weit mehr als 1.000 Teilnehmer_innen aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden. „Ein Konzert dieser Dimension hat es in Sachsen-Anhalt seit langem nicht mehr gegeben.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. heute in Magdeburg. „Sowohl die angekündigten Bands als auch die Veranstalter lassen keinen Zweifel daran, dass es sich hier um ein Konzertereignis von und für Neonazis handelt.“
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8. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

14.07.2011

8. Internationales Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg

Offizielle Eröffnung am Dienstag, 19. Juli 2011 um 9 Uhr im Rathaus von Prettin

In der kommenden Woche beginnt das 8. Internationale Sommerlager in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg. Eine internationale Gruppe mit Teilnehmenden aus Russland, Lettland, Moldawien, Ukraine, Weißrussland und Deutschland wird dazu in Prettin erwartet. Bürgermeisterin Helga Welz wird die Gäste am Dienstag, den 19. Juli 2011 um 9 Uhr im Prettiner Rathaus begrüßen und das Sommerlager offiziell eröffnen.
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Mehr als zwei Jahre nach der protestreichen Eröffnung

14.07.2011

Mehr als zwei Jahre nach der protestreichen Eröffnung

Prozessauftakt wegen Räumungsklage gegen den Thor-Steinar-Laden

Am heutigen 14.07.2011, um 14.00h beginnt am Landgericht Halle (Saale) der Prozess um die Räumungsklage gegen das Ladengeschäft "Oseberg" in der halleschen Leipziger Strasse, in dem seit dem 4. Juni 2009 Kleidung und Accessoires der Marke Thor Steinar verkauft werden.
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13.07.2011

Zur Veröffentlichung des sachsen-anhaltischen Verfassungsschutzberichts für 2010

Miteinander e.V. sieht weiterhin Bedarf für eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus

Der heute durch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht vorgestellte Landesverfassungsschutzbericht für das Jahr 2010 bestätigt es erneut: Sachsen-Anhalt ist eine Hochburg rechter Gewalt und der extremen Rechten. Mit 1176 rechts motivierten Straftaten nimmt Sachsen-Anhalt weiterhin einen Spitzenplatz im Vergleich mit den anderen Bundesländern ein.
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01.07.2011

Nach der Veröffentlichung der Zahlen rechter Gewaltstraftaten durch den Bundesverfassungsschutz

Rechtsextreme Gefahr unverändert hoch

In der Debatte um einen vom Bundesinnenministerium erfassten numerischen Anstieg jener rechts motivierten Gewalttaten in Sachsen- Anhalt, die vom BKA als Staatsschutzdelikte bewertet werden, hat der Verein Miteinander auf das unverändert hohe Gefährdungspotential durch die rechtsextreme Szene im Land verwiesen.
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01.07.2011

PM der Mobilen Opferberatung: Bundesamt für Verfassungsschutz hat politisch rechts motivierte Gewalt nur ansatzweise erfasst

Aussteigerprogramme sind keine Lösung

„Die Zahlen des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Ausmaß rechter Gewalt bilden die Realität nur ansatzweise ab“, erklärt eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung anlässlich der heutigen Vorstellung des Bundesverfassungsschutzberichtes 2010. „Die spezifischen  Opferberatungsprojekte in den neuen Bundesländern und Berlin dokumentieren seit Jahren – und auch für 2010 – ein wesentlich höheres Aufkommen politisch rechts und rassistisch motivierter Gewalt.“ Für 2010 hatten die Beratungsstellen für die neuen Bundesländer und Berlin insgesamt 704 politisch rechts motivierte Gewalttaten registriert.
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28.06.2011

Sachsen-Anhalts Innenminister schlägt "Radikalenerlass" vor

Miteinander e.V. lehnt Vorschlag ab

In der Debatte um einen von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht vorgeschlagenen „Radikalenerlass“ hat sich Miteinander e.V. zum Vorschlag des Ministers ablehnend geäußert.

„Die Erfahrungen aus Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass dies ein ungeeignetes Mittel ist, Funktionsträger der NPD von gesellschaftlich verantwortungsvollen Positionen fern zu halten.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Dass der Innenminister nach Möglichkeiten sucht, die Unterwanderung demokratischer Institutionen durch Rechtsextreme zu unterbinden, ist zu begrüßen. Doch Erlasse und Vorschriften ersetzen nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Reichweite rechtsextremer Politikangebote.“
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28.06.2011

Demokratie vor Ort stärken: Landeskonferenz am 29. Juni in Weißenfels

Gemeinsame Presseerklärung der Träger im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Welche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus insbesondere im ländlichen Raum gibt es? Über welche Erfahrungen und Potentiale im Engagement für Demokratie verfügen lokal handelnde Akteure in Sachsen-Anhalt? Diese und mehr Fragen stehen im Mittelpunkt der Landeskonferenz „Demokratie vor Ort stärken“ am 29. Juni in Weißenfels.

Mehr als 150 Teilnehmer/-innen aus Verbänden, Vereinen, Netzwerken und lokalen Bündnissen sowie aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft diskutieren unter anderem Themen wie „Zivilgesellschaftliches Engagement wecken, stärken und anerkennen“, „Sport frei! von Rechtsextremismus?!“ oder „Demokratie braucht Integration – Engagement von Migrant/-innen vor Ort“.
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28.06.2011

Demokratie vor Ort stärken: Landeskonferenz am 29. Juni in Weißenfels

Gemeinsame Presseerklärung der Träger im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Welche Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus insbesondere im ländlichen Raum gibt es? Über welche Erfahrungen und Potentiale im Engagement für Demokratie verfügen lokal handelnde Akteure in Sachsen-Anhalt? Diese und mehr Fragen stehen im Mittelpunkt der Landeskonferenz „Demokratie vor Ort stärken“ am 29. Juni in Weißenfels.

Mehr als 150 Teilnehmer/-innen aus Verbänden, Vereinen, Netzwerken und lokalen Bündnissen sowie aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft diskutieren unter anderem Themen wie „Zivilgesellschaftliches Engagement wecken, stärken und anerkennen“, „Sport frei! von Rechtsextremismus?!“ oder „Demokratie braucht Integration – Engagement von Migrant/-innen vor Ort“.
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30.05.2011

Kirchentag in Dresden beschäftigt sich mit dem Thema Rechtsextremismus

Miteinander e.V. beteiligt sich an den Aktivitäten der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

Vom 1. bis 4. Juni findet in Dresden der 31. Evangelische Kirchentag statt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, in der Miteinander e.V. aktiv mitarbeitet, präsentiert sich dort mit einem eigenen Stand auf dem Markt der Möglichkeiten (Standnr. V4 E02) und einem interessanten Veranstaltungsprogramm.
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Kirchentag 2011 BAG_Kirche_und_Rechtsextremismus (PDF, 68 KB)

15.05.2011

Breiter Protest gegen Neonaziaufmarsch in Salzwedel

Am gestrigen Samstag wurde ein Aufmarsch von ca. 150 Neonazis in der Hansestadt Salzwedel durch vielfältigen und lautstarken Protest begleitet. Einem breiten Bündnis von Parteien, Gewerkschaften, Kirche, Jugendarbeit, Antifa und weiteren Gruppen gelang es, den Aufmarsch der Rechtsextremen u.a. durch Sitzblockaden zu verkürzen. Die vorgesehene Route des Aufmarsches musste daher geändert werden. Miteinander „zeigt sich jedoch enttäuscht von der Einsatzleitung der Polizei, die den Rechtsextremen doch noch den Weg auf einer anderen Route frei räumte“. Doch auch auf der Ersatzroute mussten die Neonazis aufgrund der Proteste immer wieder kurzzeitig stoppen. Auch jenseits des Aufzugs gab es im gesamten Innenstadtgebiet vielfältige Kundgebungen und Aktionen, bei denen Rechtsextremismus thematisiert und den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wurde.
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12.05.2011

Brandsätze auf Linksalternative - Demoanmelder aus Rockerszene

Miteinander e.V. fordert Verbot des Naziaufmarsches am 14. Mai in Salzwedel

Nach einem Brandanschlag auf das soziokulturelle Zentrum "AZ Kim Hubert" nur zwei Tage vor dem geplanten Naziaufmarsch setzt sich Miteinander e.V. für ein Verbot der rechten Versammlung am kommenden Samstag ein. Da aufgrund der Tatumstände der vorherigen Angriffe auf das AZ auch dieses Mal von rechten Tätern ausgegangen werden muss, fordert Miteinander Konsequenzen gegen die militanten Neonazis.

Pascal Begrich Geschäftsführer des Vereins Miteinander e.V. dazu: "Wir sind entsetzt angesichts der aktuellen Vorkommnisse und sehen dem Aufmarsch und dem damit zusammenhängenden Gewaltpotential mit großer Sorge entgegen. Wir fordern die Polizeidirektion als Versammlungsbehörde auf, die Konsequenz aus den Vorfällen der letzten Zeit zu ziehen und den Naziaufmarsch zu verbieten"
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12.05.2011

Zwei Tage vor Neonaziaufmarsch: Brandanschlag auf linkes Zentrum in Salzwedel

Täter_innen nehmen Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf

Eine Sprecherin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V.: „Aufgrund mehrerer rechter Angriffe aus das Zentrum in diesem und dem letzten Jahr ist von einem Zusammenhang mit dem Neonaziaufmarsch am Samstag in Salzwedel auszugehen.“

In der vergangenen Nacht gegen 1 Uhr wurde das Autonome Zentrum „Kim-Hubert“ (AZ) in Salzwedel von Unbekannten mit drei Brandsätzen angegriffen. Eine Sprecherin der Mobilen Opferberatung betont: „Zur Tatzeit befanden sich mehrere Personen im Gebäude, in dem von außen erkennbar Licht brannte. Es ist davon auszugehn, dass die Täter_innen Körperverletzungen und Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf nahmen. Nur durch Glück und umsichtiges Handeln der Anwesenden kam niemand zu Schaden, allerdings richteten die Brandsätze Schaden an der Fassade an.“

Einer der Flaschenbrandsätze traf zwischen zwei Fenster und richtete dort Sachschaden an, die andern trafen unmittelbar vor dem Haus auf dem Bordstein auf - unweit eines leicht entflammbaren Haufens Plastikmüll, der an einer benachbarten Hauswand lehnte.

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AREX-Hintergrundpapier 2/2011 erschienen

28.04.2011

AREX-Hintergrundpapier 2/2011 erschienen

Wie Neonazis den 1. Mai instrumentalisieren

Im aktuellen Hintergrundpapier der Arbeitsstelle Rechtsextremismus wird die historische Bedeutung des 1. Mai für die extreme Rechte beleuchtet. In diesem Zusammenhang wird die aktuelle Argumentation der Nazis gegen die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Arbeitnehmerfreizügigkeit als das enttarnt, was sie ist: kein Ausdruck eines modernen Politikverständnis' sondern eine Deutung, die in der Traditionslinie des historischen Nationalsozialismus steht.

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AREX-Hintergrundpapier 2/2011 (PDF, 486 KB)

Halle blockt. Naziaufmarsch am 1.Mai verhindern!

18.04.2011

Halle blockt. Naziaufmarsch am 1.Mai verhindern!

Aufruf des Bündnisses "Halle gegen rechts"

Unter dem Motto „Halle blockt. Naziaufmarsch verhindern“ hat das Bündnis "Halle gegen Rechts" es sich zum Ziel gesetzt, den von Neonazis geplanten Aufmarsch am 1.Mai in Halle zu verhindern. Miteinander e.V. und zahlreichen weitere Organisationen und Einzelpersonen unterstützen den Aufruf des Bündnisses.



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Aufruf_Halle blockt (PDF, 143 KB)

Bühne frei für Respekt

19.04.2011

Bühne frei für Respekt

Broschüre dokumentiert Praxiserfahrungen des dreijährigen Modellprojekts

Das dreijährige Modellprojekt „Bühne frei für Respekt“ beim Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. lief Ende Dezember 2010 planmäßig aus. Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten Jugendlichen sind nun in der Broschüre „Bühne frei für Respekt – Praxiserfahrungen eines Modellprojektes“ zusammengefasst.
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Bühne frei für Respekt_Broschüre (PDF, 12.66 MB)

18.04.2011

Frühjahrsausgabe des Newsletters der Mobilen Opferberatung erschienen

Schwerpunktthema: "Ausgrenzungsdiskurse und zunehmende Entsolidarisierung"

Mit den "Informationen der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt" informiert die Opferberatung regelmäßig über ihre Arbeit, rechte Gewalt und Gegenmaßnahmen. Die Frühjahrsausgabe des Newsletters widmet sich dem Thema "Ausgrenzungsdiskurse und zunehmende Entsolidarisierung".
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Mobile Opferberatung_Newsletter Nr. 33 (PDF, 246 KB)

28.03.2011

Theaterprojekt sucht interessierte Teilnehmer/innen!

"Darüber spricht man nicht" - ein Forumtheaterprojekt zum ganz alltäglichen Rechtsextremismus

Für ein Theaterprojekt zusammen mit TheaterDialog suchen wir aktive Menschen ab 18 Jahren mit und ohne Schauspielerfahrung, die gemeinsam mit uns ein Forumtheaterstück entwickeln und in Sachsen-Anhalt auf Tour gehen wollen.
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FRATT - Fighting Racism through Theatre

27.03.2011

FRATT - Fighting Racism through Theatre

Neues internationales Theaterprojekt bei Miteinander e.V.

Theater hat die Kraft Wirklichkeiten in Frage zu stellen, es schafft den Raum zum ausprobieren von Alternativen zu Bestehenden, Todgeschwiegenes aufzudecken und zu bearbeiten…
Im Frühling dieses Jahres startet das internationale Projekt „FRATT - Fighting Rascism through Theatre” im Rahmen des Programms der Europäischen Union „Fundamental rights and citizenship“.

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NPD verpasst Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt

21.03.2011

NPD verpasst Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt

Miteinander e.V. sieht demokratische Kultur gestärkt

Miteinander e.V. hat sich erleichtert über das Scheitern der NPD bei den Landtagswahlen gezeigt. „Der Sonntag war ein guter Tag für die demokratische Kultur in Sachsen-Anhalt“, so Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins am Montag in Magdeburg. „Das Scheitern der NPD ist ein Erfolg für die vielen Einzelpersonen, Initiativen und demokratischen Parteien, die sich in den vergangenen Wochen gegen die NPD und ihre menschenverachtende Propaganda engagiert haben.“
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17.03.2011

Gewaltphantasien des Spitzenkandidaten Heyder offenbaren erneut das Selbstverständnis der NPD als neonazistische Kampfpartei

Die jetzt bekannt gewordenen Foreneinträge, die dem NPD-Spitzenkandidaten Matthias Heyder zugeschrieben werden, zeigen nach Auffassung von Miteinander e.V. den neonazistischen Charakter der NPD.

„Gewaltphantasien und die Anwendung von Gewalt nicht nur gegenüber dem politischen Gegner sind in der rechtsextremen Szene nicht die Ausnahme sondern die Regel“, erklärte Pascal Begrich, Geschäftsführer des Vereins Miteinander. „Erscheinungsbild und Propaganda der extremen Rechten sind von jeher durch Menschenverachtung und eine Ästhetisierung politischer Gewalt geprägt.“ Dies findet seinen traurigen Beleg nicht zuletzt in der Statistik rechter Gewaltstraftaten und Morde. So sind seit 1990 allein in Sachsen-Anhalt zwölf Menschen durch Rechtsextreme getötet worden.
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Miteinander e.V. veröffentlicht Handreichung zur „Schulhof-CD“ der NPD

15.03.2011

Miteinander e.V. veröffentlicht Handreichung zur „Schulhof-CD“ der NPD

Der Verein Miteinander e.V. hat am Dienstag in Magdeburg eine Handreichung zur pädagogischen Auseinandersetzung mit der von der NPD seit Wochenbeginn verteilten "Schulhof-CD" veröffentlicht. Die neonazistische Partei hatte am vergangenen Wochenende angekündigt, in der letzten Wahlkampfwoche in Sachsen-Anhalt rund 10.000 "Schulhof-CDs" zu verteilen. Nach Informationen der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V. hat die Verteilung vor den Schulen in einigen Regionen des Landes begonnen.
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Argumentationshilfe gegen die Schulhof-CD 2011 (PDF, 396 KB)

11.03.2011

Überfall von NPD-Wahlhelfern auf Autofahrer

Miteinander e.V. verurteilt die Tat

Nach dem Überfall von NPD-Wahlhelfern auf einen Autofahrer in Klein Ammensleben hat Miteinander e.V. eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Politikangeboten der NPD im Wahlkampf gefordert. "Diese Gewalttat ist mehr als nur ein Fingerzeig auf die Gesinnung der NPD-Wahlhelfer.", sagte Miteinander-Geschäftsführer Pascal Begrich am Freitag in Magdeburg. "Die Tat zeigt, dass die von der NPD ausgehenden Gefahren nicht nur abstrakter Natur sind." Angesichts der Umfragewerte der NPD um rund 5% warnte Begrich davor, die NPD zu unterschätzen: "Es bedarf jetzt der Anstrengungen aller demokratischen Parteien und Initiativen, um die NPD aus dem Parlament heraus zu halten", sagte Begrich mit Blick auf den Wahltermin am 20. März.
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21.02.2011

Mobile Opferberatung zieht Jahresbilanz 2010

Anstieg bei rassistischen Gewalttaten um nahezu 50 Prozent

Für das Jahr 2010 hat die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt bei Miteinander e.V. insgesamt 101 politisch rechts motivierte Gewalttaten in Sachsen-Anhalt registriert. Davon waren mindestens 176 Menschen direkt betroffen. In 85 Prozent der Fälle handelt es sich um Körperverletzungsdelikte (86). Demgegenüber gab das Innenministerium heute 80 politisch rechts motivierte Gewaltstraftaten für 2010 bekannt, davon 65 Körperverletzungsdelikte (81 Prozent). Die Diskrepanz zwischen den Zahlen erklärt sich u.a. dadurch, dass die Mobile Opferberatung auch Gewalttaten dokumentiert, die nicht zur Anzeige gebracht wurden sowie in Einzelfällen auch Bedrohungen/Nötigungen (9) und Sachbeschädigungen (1), wenn diese mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen verbunden waren.
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10.02.2011

Hintergrundpapier 1/2011

Grenzen der Bewegung - Krise rechtsextremer Demonstrationspolitik?

Für Mitte Februar ruft die neonazistische Szene, wie seit vielen Jahren zu verschiedenen Demonstrationen in Dresden auf. Der Aufmarsch in Dresden hatte sich über Jahre zum größten „Event“ des europäischen Neonazi-Netzwerkes entwickelt. Im vergangenen Jahr gelang es erstmals einem breiten Bündnis von Nazigegner/innen diesen Aufmarsch zu verhindern und den Organisator/innen somit eine empfindliche Niederlage zu bescheren.
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AREX Hintergrundpapier 1-2011 Demonstrationspolitik (PDF, 189 KB)

24.1.2011

Extreme Zeiten

Sechs gute Gründe gegen die "Extremismuserklärung" zu protestieren

Miteinander e.V. schließt sich einem Protestaufruf der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., des Kulturbüros Sachsen e.V, der Opferperspektive Brandenburg e.V. sowie des Vereins Demokratische Kultur in Berlin e.V. gegen die "Extremismusklausel" an:

Derzeit sind viele Träger von Projekten gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus mit der Tatsache konfrontiert, dass das Bundesfamilienministerium im Rahmen der Förderung aus dem neuen Bundesprogramm “Toleranz fördern – Kompetenz stärken” das Unterzeichnen einer so genannten Demokratieerklärung gegen Extremismus verlangt.
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Extremismuserklärung (PDF, 22 KB)

News

14.11.2011

Engagement gegen Rechtsextremismus verstärken

Abschlusserklärung der Fachkonferenz der BAG Kirche und Rechtsextremismus

Zum Abschluss der ersten Fachkonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus unter dem Motto "Das Ganze verändern - nicht nur die Nische", die am 11. und 12. November in Lutherstadt Wittenberg stattfand, erklärten die über 90 Teilnehmer_innen aus Kirche und Zivilgesellschaft:

Angesichts des tödlichen rassistischen Terrors militanter Neonazigruppierungen wie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) um die drei Thüringer Neonazis Uwe M., Uwe B. und Beate Z. und alltäglicher rechter Gewalt, fordern wir das innerkirchliche und gesellschaftliche Engagement gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit zu verstärken. Das bedeutet auch, sich mit dem erschreckend großen Potenzial an Zustimmung zu rechtspopulistischen und rassistischen Positionen in den eigenen Kirchengemeinden und in der Gesellschaft intensiver auseinander zu setzen.

Einstellung aller Straf- und Ermittlungsverfahren/ Abschaffung der Extremismusklausel

Die Verharmlosung politisch rechts motivierter Gewalt und Organisierung sowie die Kriminalisierung und Diskreditierung derjenigen, die sich gegen extrem rechte Aktivitäten und Aufmärsche engagieren, muss spätestens jetzt beendet werden. Wir fordern die Einstellung aller Ermittlungs- und Strafverfahren gegen diejenigen, die wie der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König gegen den Neonaziaufmarsch in Dresden 2011 protestiert haben. Viele von uns werden sich an Blockaden gegen Neonaziaufmärsche wie beispielsweise im Februar 2012 in Dresden beteiligen. Der „Beschluss zum Engagement gegen Rechtsextremismus“ der 4. Tagung der 11. Synode der EKD vom 9. November 2011 in Magdeburg bestärkt uns dabei ausdrücklich in unseren Anstrengungen.

Die so genannte „Extremismusklausel“ in den Zuwendungsbescheiden für zivilgesellschaftliche Projekte behindert und entmutigt zivilgesellschaftliches Engagement und muss abgeschafft werden. Staatliches Handeln, das rechtsextreme Aktivitäten duldet oder begünstigt, muss aufgedeckt und verurteilt werden.

Kirchliches Handeln

Wir fordern unsere kirchlichen Verantwortungsträger_innen auf, sich hinter kirchliche Akteur_innen zu stellen, die sich aktiv für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus engagieren. Zur zusätzlichen Sensibilisierung und umfänglichen Beschäftigung mit dem Thema halten wir es für besonders notwendig, die Ideologien der Ungleichwertigkeit in kirchlichen Ausbildungsstätten, der Erwachsenenbildungs- sowie der Kinder- und Jugendarbeit aufzugreifen, dazu thematische Veranstaltun¬gen in den Kirchengemeinden durchzuführen und Demokratiebildung zu stärken.

Unterstützung und Bleiberecht für „geduldete“ Roma

In vielen europäischen Ländern werden heute Roma und Sinti Opfer von Pogromen und staatlichen Repressionen. Im nationalsozialistisch besetzen Europa wurden 500.000 Sinti und Roma ermordet. Daraus ergibt sich eine historische Verantwortung. Deshalb fordern wir unsere Kirchengemeinden auf, allen betroffenen Roma Hilfe und Unterstützung anzubieten, die vor Diskriminierung, Verfolgung und rassistischer Gewalt aus ihren Herkunftsländern flüchten müssen und nach Deutschland kommen. Wir bitten die Kirchenleitungen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Kirchengemeinden zu initiieren und zu unterstützen. Darüber hinaus fordern wir ein Bleiberecht für alle „geduldeten“ Roma.


Die Teilnehmer_innen der Tagung „Das Ganze verändern – nicht nur die Nische“